Inhaltsverzeichnis
Unterwegs mit Dorothea Martin
Präambel
Impressum
Was haben Sie entdeckt?
Vielen Dank!
Orientiert in New York
Stadt und Stadtviertel
Sightseeing-Klassiker
Sightseeing-Alternativen
Essen gehen
Ausgehen
Shopping
Wege durch New York
Tour 1
Lower Manhattan
Tour 2
Chinatown, Little Italy und NoLita
Tour 3
Lower East Side
Tour 4
SoHo und TriBeCa
Tour 5
East Village
Tour 6
Greenwich Village
Tour 7
Flatiron District und Gramercy Park
Tour 8
Chelsea und Meatpacking District
Tour 9
Midtown
Tour 10
Upper East Side
Tour 11
Upper West Side
Tour 12
Central Park
Tour 13
Harlem und Morningside Heights
Tour 14
Brooklyn
Tour 15
Bronx
Tour 16
Queens
Tour 17
Staten Island
Nachlesen & Nachschlagen
Geschichte New Yorks
Kulturleben
Veranstaltungskalender
Nachtleben
Mit Kindern in New York
New York (fast) umsonst
Anreise
Unterwegs in New York City
Übernachten
New York von A bis Z
New York Kompakt
Museen
Restaurants
Shopping
Zusatzpläne
Index
Alles im Kasten
Wolkenkratzer und andere Architekturperlen
Profite durch menschliche Fracht - die Hauptstadt des Sklavenhandels
In God We Trust
Eine Stadt in der Stadt
Cast iron - aus einem Guss
Stadtplanung auf Amerikanisch
Eine Straße macht Theater
Kunst als Milliardenmarkt
Andrew Carnegie - eine amerikanische Karriere
Gebt uns Neon!
Wenn Geld allein nicht ausreicht
John Lennon und die Strawberry Fields
I like to be in America - Die West Side Story
Columbia University
Gospels als Big Business
Malcolm X
Hollywood am East River
Warum bloß „Big Apple“?
Kartenverzeichnis
Tour 1: Lower Manhattan
Tour 2: Chinatown/Little Italy
Tour 3: Lower East Side
Tour 4: Soho
Tour 5: East Village
Tour 6: Greenwich
Tour 7: Gramercy
Tour 8: Chelsea
Tour 9: Midtown
Tour 10: Upper East Side
Tour 11: Upper West Side
Lincolncenter
Tour 12: Central Park
Tour 13: Harlem
Brooklyn Übersicht
Brooklyn Heights
Brooklyn Radtour
Bronx Übersicht
Bronx-Park und Fordham
Queens - Übersicht
Queens - Flushing
Queens - Long Island City
Staten Island
Übernachten
Zeichenerklärung
Übersicht
Manhattan Verkehr
Unterwegs mit Dorothea Martin
Dorothea Martin ist Theaterwissenschaftlerin und Historikerin. Sie wuchs in Berlin auf, wo sie als Radio- und Fernsehreporterin tätig war. Seit Ende der 1990er-Jahre lebt sie als freischaffende Autorin und Studienreiseleiterin in Bristol. Ihre erste Fernreise führte sie vor mehr als 30 Jahren nach New York City. Seitdem lässt sie die Dynamik dieser flirrenden Metropole nicht mehr los.
Aufgewachsen in West-Berlin vor dem Mauerfall, war ich in jungen Jahren eine waschechte und stolze Großstadtpflanze. An Individualität, Charme und kreativer Kunstszene konnten es nur wenige andere Städte mit Berlin aufnehmen. New York stand v. a. im Ruf, verrucht, verrückt und gefährlich zu sein, von dort kamen die Trends, die Musik und die Subkultur, von der ich ein Teil sein wollte. So fuhr ich hin - und war angekommen. Alles war viel größer als im behaglichen Berlin und fremd, und doch fühlte ich mich dazugehörig. Zu dieser Zeit - Ende der 80er Jahre - war der Times Square noch Unterwelt und Drogenumschlagplatz, Harlem Sperrzone für Weiße, der Central Park lebensgefährlich und das MoMA ein echter Geheimtipp. Wenig störte mich das schäbige Zimmer mit Gemeinschaftstoilette und Kakerlakeninvasion: wie cool! Schlaf brauchte ich nicht viel, wie gut!, hielt mich doch die knallende Dampfheizung unfreiwillig wach. Erstmals aß ich rohen Sushi-Fisch, wie exotisch!, und kopierte die Tanzschritte halb bekleideter Vortänzerinnen, wie awsome! Alles an New York war wow. Wow ist die Stadt bis heute, nur sind wir gemeinsam erwachsen geworden. Ich kann jetzt kakerlakenfrei nächtigen, die Lichter des Times Square unbehelligt bewundern und im Central Park gefahrenfrei spazieren gehen. Doch gibt es immer noch genug Abseitiges zu entdecken, man muss nur hinschauen!
Präambel
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Grünes Blatt: Mit dem grünen Blatt haben unsere Autoren Betriebe hervorgehoben, die sich bemühen, regionalen und nachhaltig erzeugten Produkten den Vorzug zu geben.
Impressum
Text und Recherche: Dorothea Martin | Lektorat: Nikola Braun, Anja Elser, Peter Ritter | Redaktion: Annette Melber | Layout: Annette Melber | Karten: Hans-Joachim-Bode, Carlos Borrell, Theresa Flenger, Judit Ladik | Fotos: alle Dorothea Martin außer S. 14 ossiridian/fotolia.com und S. 230 © Patti McConville/mauritius images | Covergestaltung: Karl Serwotka | Covermotive: vorne: New York bei Nacht hinten: Brooklyn Bridge vor Skyline
(Hinweis: Die Seitenzahlen beziehen sich auf das gedruckte Buch).
Die in diesem Reisebuch enthaltenen Informationen wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt und von ihm und dem Verlag mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Dennoch sind, wie wir im Sinne des Produkthaftungsrechts betonen müssen, inhaltliche Fehler nicht mit letzter Gewissheit auszuschließen. Daher erfolgen die Angaben ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie der Autoren bzw. des Verlags. Autoren und Verlag übernehmen keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für mögliche Unstimmigkeiten. Wir bitten um Verständnis und sind jederzeit für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar.
6. komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage 2017
ISBN Print: 978-3-95654-450-7
ISBN ePub: 978-3-95654-529-0
© Copyright Michael Müller Verlag GmbH, Erlangen 2007-2017.
Alle Rechte vorbehalten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Druck: Westermann Druck Zwickau GmbH.
Was haben Sie entdeckt?

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c/o Michael Müller Verlag GmbH | Gerberei 19, D - 91054 Erlangen |
dorothea.martin@michael-mueller-verlag.de
Vielen Dank!
Evelyn Dathe von Aviareps in München danke ich für ihre freundliche Unterstützung bei der Organisation unserer Besuche. Meinem Partner Jürgen Andrews verdanke ich die meisten der wunderschönen Fotos. Meinen Lektoren gebührt mein herzlicher Dank für so manch vollendetes Bonmot, gelungene Kürzungen und dass das Buch mit Hilfe unserer Layouter am Ende in die Form passt. Besonders danke ich auch den Lesern, die das Buch mit ihren Zuschriften, Hinweisen, Korrekturen und Entdeckungen immer wieder bereichern.
Orientiert in New York
Stadt und Stadtviertel
New York City mit seinen mehr als 8,5 Mio. Einwohnern bedeckt ein Gebiet von 789 km und besteht aus mehreren Inseln. Aus dem über 10.000 km langen Straßennetz der Hauptinsel Manhattan ragen mehr als 60 Hochhäuser über 200 Meter in den Himmel und bilden New Yorks berühmtestes Wahrzeichen: die New York Skyline.
„We are going to the Bronck’s“
In den Namen der New Yorker Borouhgs spiegelt sich die Besiedlungsgeschichte der Stadt wider: Manhattan ist von der Bezeichnung mana-hata der indianischen Ureinwohner abgeleitet, Brooklyn (von Breukelen) und Staten Island (von Staaten Eylandt = „Ständeinsel“) verweisen auf die niederländische, Queens auf die englische Kolonialisierung. Bronx geht auf den schwedischen Siedler Jonas Bronck zurück. Wer ihn und seine Besitzung damals besuchen wollte, sagte schlicht: „We are going to the Bronck’s“.
Hudson River und East River
New York City liegt auf einer Inselgruppe an der Einmündung von Hudson und East River in den Atlantischen Ozean. Die Hauptinsel Manhattan wird im Westen vom Hudson begrenzt, am Ufer erstreckt sich der Hudson River Park. Gegenüber liegt Jersey City im Bundesstaat New Jersey. Nahe der Hudson-Mündung sind Liberty Island mit der Freiheitsstatue und Ellis Island mit dem Museum of Immigration klassische Besuchermagneten. Im Osten trennt der East River Manhattan von der Bronx, von Brooklyn und Queens. Diese langgezogene Meerenge wird von zehn Brücken, u. a. der Brooklyn Bridge, dreizehn Tunneln, einer Seilbahn und einer Fähre gequert. Auch im East River befinden sich zwei Inseln: Roosevelt und Governors Islands.
Die Five Boroughs
Administrativ besteht New York aus fünf großen Verwaltungsbezirken, den five boroughs Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staten Island. Von der Fläche her der mit Abstand kleinste Bezirk ist Manhattan, also jene Insel, auf der die Stadt einst gegründet wurde und die bis heute gewissermaßen das Synonym für ganz New York geblieben ist. Die übrigen Bezirke werden outer boroughs genannt, bleiben also in der Wahrnehmung buchstäblich ein wenig außen vor. Ihr Zusammenschluss mit der Keimzelle der Stadt zu Greater New York City erfolgte erst 1898 im Rahmen einer Verwaltungsreform, der diverse Referenden vorausgegangen waren. Diese „Landnahme“ machte New York damals auf einen Schlag zur zweitgrößten Stadt der Welt hinter London.
Manhattan
Das Exklusivrecht, für ganz New York zu stehen, verleiht Manhattan vor allem eines: die berühmteste Skyline der Welt, ein Häusermeer aus 5500 giganti-schen Beton-, Stahl- und Glaskolossen mit tiefen Straßenschluchten. Am helllichten Tag majestätisch, glitzert die Insel am Abend romantisch - „eine Milchstraße, die zur Erde gekommen ist“, wie einst der große Architekt Le Corbusier befand.
Die Orientierung in dieser „Milchstraße“ ist denkbar einfach: Der größte Teil ist von einem ab 1811 systematisch angelegten rasterförmigen Straßennetz überzogen, die Straßen selbst sind bis auf einige Ausnahmen schlicht durchnummeriert. In Nord-Süd-Richtung verlaufen die Avenues, von Westen nach Osten die Streets. Den Abstand zwischen zwei Streets nennt man einen Block, 20 Blocks ergeben immer genau eine Meile (1,6 km). Die 5th Avenue trennt die Insel in einen Ost- und einen Westteil. Deswegen gibt es die Streets immer gewissermaßen in zwei Versionen, also etwa die 25. Straße als West 25th Street und als East 25th Street. Die Hausnummern starten in beide Richtungen an der 5th Avenue, werden also immer höher, je weiter man sich von ihr entfernt.
Prominentester Ausreißer aus dem Schema ist der Broadway, der sich dem Domestizierungswerk der eifrigen Stadtplaner hartnäckig widersetzte und sich immer noch wie sein indianischer Vorgänger leicht gekrümmt seinen Weg über die Insel bahnt. Er beginnt in Downtown Manhattan, wie man den Südzipfel der Insel bis hinauf zur 34th Street nennt. Hier liegen die historischen Wurzeln der Stadt und die Viertel, die über Jahrhunderte natürlich gewachsen und nicht auf dem Reißbrett entstanden sind: der Hafen South Street Seaport, die Einwandererbezirke Chinatown, Little Italy und Lower East Side, das Literatenviertel Greenwich oder der Finanzbezirk rund um die Wall Street. Hier ereignete sich aber auch die Tragödie vom 11. September 2001. Der Wiederaufbau des World-Trade-Center-Komplexes hat nicht nur das Stadtbild und die Skyline Manhattans nachhaltig verändert, sondern auch für eine Erneuerung und Wiederbelebung von Downtown Manhattan gesorgt.
Im Bereich 34th bis 59th Street erstreckt sich Midtown Manhattan, wo die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt um die Gunst der Besucher buhlen: die elegantesten Wolkenkratzer etwa wie das Empire State oder das Chrysler Building, die inzwischen dank eines regelrechten Baubooms von sog. Supertalls, Hochhäusern mit über 300 m Höhe, längst im Schatten neuer Giganten „versinken“. Das Museum of Modern Art, das dank des Besucheransturms schon wieder eine Erweiterung plant, oder der berühmte Times Square mit dem anschließenden Theaterdistrikt. Auch die wichtigsten Shoppingmeilen, die 5th und die Madison Avenue, befinden sich in Midtown.
Oberhalb der 59th Street schließlich beginnt Uptown Manhattan, das sich bis ganz in den äußersten Norden der Insel zieht und touristisch vor allem wegen des Central Park und der Museumsmeile entlang der 5th Avenue in der Upper East Side interessant ist.
Für eine Handvoll Dollar
Der Gründungsmythos der Stadt besagt, dass die europäischen Siedler die Insel Manhattan den Algonkin-Indianern für 60 Gulden und eine Kiste Krimskrams abgekauft haben. Den Namen mana-hata (= hügeliges Land) gab’s gratis dazu. Dass sich die Sache exakt so zugetragen hat, ist natürlich zweifelhaft. Die 60-Gulden-Erfolgsgeschichte wird aber gern zitiert, denn sie gilt unter Amerikanern als gutes Beispiel für ein cleveres Geschäft mit hoher Rendite.
Downtown oder Uptown Manhattan sind freilich nur sehr grobe Lokalisierungen (bei Midtown sieht das ein wenig anders aus), die auch im alltäglichen Sprachgebrauch der New Yorker keine sonderlich große Rolle spielen. Gewöhnlich wird feiner differenziert, denn eigentlich besteht Manhattan aus vielen mehr oder weniger kleinräumigen Neighbourhoods, Stadtvierteln mit bisweilen noch ethnischer Färbung wie etwa Chinatown, Little Italy oder auch Harlem, das Viertel der Afroamerikaner. Andere wie TriBeCa, SoHo, NoMad oder Chelsea werden als Szeneviertel mit Hang zum exklusiven Lifestyle wahrgenommen, wieder andere wie die Upper East Side stehen für Reichtum, Eleganz und amerikanische Noblesse.
So manch eine der vielen Nabes oder Hoods, wie die New Yorker sagen, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen aber auch als das Kunstprodukt gewiefter Immobilienspekulanten, die einer bis dato namenlosen Wohngegend den entscheidenden Schub verleihen wollten - so z. B. einem kleinen Fleckchen nördlich von Little Italy, das sich den klangvollen Titel NoLita (North of Little Italy) ans Revers heften darf oder NoMad, was für North of Madison Square steht. TriBeCa ist die Abkürzung für Triangle below Canal Street, SoHo heißt so viel wie South of Houston Street und NoHo - Sie haben es richtig erraten: North of Houston Street.
Brooklyn
Wenn eines der outer boroughs ein wenig aus dem mächtigen Schatten Manhattans heraustreten kann, dann ist es Brooklyn. Es liegt auf dem südwestlichsten Zipfel von Long Island. Die Verbindung zu Manhattan stellt die berühmte Brooklyn Bridge her. Wer sie überquert, erreicht zunächst den Brooklyn Bridge Park unterhalb von Brooklyn Heights, eine beschauliche Welt voller Brownstone-Wohnhäuser aus dem 19. Jh. Der angrenzende Stadtteil Dumbo (= Down Under Manhattan Bridge Overpass) war bis vor Kurzem eine Industriebrache, avancierte dann zum unerschwinglichen Luxushort der Kreativität. Das Gleiche gilt für Williamsburg und Greenpoint, traditionelle Arbeiterecken Brooklyns, aus denen derzeit die jüngsten Künstler- und Galeristenbezirke New Yorks erwachsen. Alteingesessen ist dagegen das Brooklyn Museum, das mit seiner weltberühmten ägyptischen Sammlung getrost dem Metropolitan Museum of Art am Central Park Konkurrenz machen kann. Jedes Wochenende pilgern Schnäppchenjäger und Gourmets nach Brooklyn zu den Flohmärkten und Food Stalls, und auch Vergnügungssüchtige kommen hier auf ihre Kosten: Auf Coney Island finden sie einen Rummelplatz direkt am Strand.
Queens
Im Nordosten grenzt Brooklyn an den größten Stadtteil New Yorks, Queens, der ebenfalls auf Long Island gelegen ist. In Queens wird in erster Linie gewohnt, besonders beliebt sind die nahe bei Manhattan gelegenen Gegenden wie etwa Long Island City, wo auch viele neue Hotels entstanden sind, die erheblich günstiger sind als die Konkurrenz in Manhattan. Rund um das PS1 Museum hat sich in den letzten Jahren eine beachtliche Kultur- und Restaurantszene entwickelt, Cineasten kommen im Museum of the Moving Image auf ihre Kosten. Wer sich einmal um den Globus essen möchte, sollte die Roosevelt Avenue von der 60th Street bis zur 90th Street (entlang der Subway-Linie M) entlangbummeln.
Die Boroughs
Borough
Einwohnerzahl (2014)
Fläche (km²)
Dichte(Pers./km²)
Manhattan
1.636.268
59
27.673
The Bronx
1.438.159
109
13.221
Brooklyn
2.621.793
183
14.182
Queens
2.321.580
283
8.237
Staten Island
473.279
151
3.151
Bronx
Im Norden von Manhattan, jenseits des Harlem River, breitet sich der wohl berüchtigtste Bezirk New Yorks aus, die Bronx. Und tatsächlich ist vor allem die South Bronx insbesondere für nächtliche Streifzüge nicht unbedingt empfehlenswert. Im Zentrum und im Norden des Bezirks hat sich dagegen einiges zum Positiven entwickelt, mit dem Zoo und dem botanischen Garten gibt es hier sogar zwei etwas stärker frequentierte touristische Anlaufpunkte.
Staten Island
Ganz beschaulich und ohne jegliches Gefahrenpotential geht es dagegen auf Staten Island südlich des New Yorker Hafens zu. Die Insel ist fast dreimal so groß wie Manhattan, aber vergleichsweise dünn besiedelt. Fast die Hälfte der Gebäude sind Einfamilienhäuser, Staten Island hat eher den Charakter einer Vorstadt. Ein Ausflug lohnt sich, abgesehen von der kostenfreien Überfahrt vorbei an der Freiheitsstatue, besonders für Geschichtsinteressierte, im Museumsdorf Historic Richmond Town scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Toll gelungen ist das Snug Harbor Cultural Center & Botanical Garden, das aus zehn Gartenanlagen, einem Kirchlein und 23 Gebäuden besteht, die einst Häuser für pensionierte Seefahrer waren und heute von mehreren Museen genutzt werden.
Orientiert in New York
Sightseeing-Klassiker
Wohin zuerst? Eintauchen in die Glitzerwelt des Times Square, mit dem Boot zur Freiheitsstatue oder ganz entspannt in den Central Park? Kür oder Pflicht - das Angebot ist unendlich groß in einer Stadt wie New York. Für einen nur wenige Tage dauernden Städtetrip hier eine Liste der absoluten Musts.
Christmas Tree Lighting
Die berühmteste temporäre Sehenswürdigkeit New Yorks ist der gigantische Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center. Seine Illuminierung ist ein nationales Ereignis und wird alljährlich landesweit im Fernsehen übertragen. Der erste Baum wurde hier bereits 1931 von den am Bau des Rockefeller Center beteiligten Arbeitern aufgestellt - die nicht ahnten, dass sie damit eine nationale Tradition begründen würden.
Wolkenkratzer
Empire State Building: Von der Aussichtsplattform des bekanntesten Wolkenkratzers Manhattans hat man den perfekten Überblick über die Stadt. Für die stimmungsvollsten Fotos sollte man entweder ganz früh morgens oder spät am Abend kommen, zu diesen Zeiten ist auch am wenigsten los. → Tour 9 (Midtown)
One World Trade Center: Noch besser ist der Blick von der höchsten Aussichtsplattform New Yorks (nicht für Fotos, denn sie ist rundum verglast). Am Nachmittag oder frühen Abend versinkt die Freiheitsstatue im Abendrot und das angestrahlte Empire State Building scheint zum Greifen nah. Die New Yorker sind zu Recht stolz auf ihr neues Wahrzeichen. → Tour 1 (Lower Manhattan)
Grünes New York
Central Park: Der Inbegriff eines Stadtparks - mitten in Manhattan gelegen, sind die knapp 350 ha die grüne Lunge der Stadt. Nachts nicht ungefährlich, bietet der Central Park tagsüber nicht nur Sportbesessenen ein Refugium, sondern auch Erholungssuchenden und Konzertbesuchern. → Tour 12 (Central Park)
High Line Park: Ein Park auf Stelzen - von West-Chelsea bis Hell’s Kitchen wurde eine stillgelegte Hochbahntrasse in eine 2,3 km lange grüne Meile verwandelt. Dort ist im wahrsten Sinne des Wortes Gras über einen industriellen Schandfleck gewachsen, was der Gegend einen wahren Aufschwung beschert hat. → Tour 8 (Chelsea und Meatpacking District)
Kunsttempel
Metropolitan Museum of Art: Eine riesige Freitreppe führt in dieses Universalmuseum, das Besucher mit der besten Kunst aus 5000 Jahren aus aller Welt schier zu erschlagen droht. Selbst auf den 185.000 m2 des Haupthauses plus Mittelaltermuseum The Cloisters und Neuzuwachs Met Breuer, das zeitgenössische Werke in historischen Zusammenhang stellt, finden die mehr als 3,5 Mio. Objekte nicht genügend Platz. Durchatmen können Sie auf dem Dachgarten mit Blick über den Central Park. → Tour 10 (Upper East Side)
Museum of Modern Art: Der Erfolg ist Segen und Fluch zugleich. Als erste Sammlung auf der Welt, die sich der modernen Kunst verschrieb, ist und bleibt das MoMA das beliebteste Schaufenster für das Kunstschaffen der Gegenwart - vom Meisterwerk bis zum Computerspiel hat hier alles einen Platz. Allein das Foyer erstreckt sich über einen gesamten Straßenblock, trotzdem gibt es ellenlange Schlangen, und es wird schon wieder angebaut. → Tour 9 (Midtown)
Berühmte Straßen und Plätze
Times Square: Einer der Plätze, an denen man einmal Silvester erleben sollte - wie Hunderttausende New Yorker auch. Blinkende Neonreklamen weisen am Abend den Weg in den nahen Theater District mit seinen Shows. Denn den Times Square kreuzt der Broadway, die berühmteste Theatermeile der Welt und der Olymp des Musicalhimmels. → Tour 9 (Midtown)
September 11 Memorial Plaza: Ein schwieriger Ort, denn er ist Mahnmal, Friedhof, neues Wahrzeichen und Touristenattraktion zugleich. Wo einst die Zwillingstürme des World Trade Center in Flammen aufgingen, entstand ein kraftvolles Symbol für den Verlust und mutiger Entwurf für einen Neuanfang, der auf vielfache Weise bewegt. → Tour 1 (Lower Manhattan)
Historische Wahrzeichen
Museum of Immigration: Vielleicht hätten Sie an dieser Stelle die Freiheitsstatue auf der Nachbarinsel erwartet, eine Ikone, zweifellos. Doch das ehemalige Aufnahmelager der Einwanderungsbehörde auf Ellis Island geht unter die Haut. Für 12 Mio. Menschen wurde es zum Tor in die Freiheit, für etwa zwei Prozent der Ankömmlinge war es Endstation. Die Parallelen zur heutigen Flücht-lingssituation sind unübersehbar und werden in der exzellenten Ausstellung auch gezogen: Fast jeder Amerikaner stammt aus einer Einwandererfamilie, die meisten kamen als Habenichtse. Und doch hatten die, die schon da waren, Furcht vor denen, die noch kamen. Das größte Einwanderermuseum der Welt animiert zum Mitfühlen und Mitdenken. → Tour 1 (Lower Manhattan)
Brooklyn Bridge: Stundenlang saß Johann August Röbling frierend auf der East-River-Fähre zwischen Eisschollen fest, das boomende Manhattan in unerreichbarer Ferne. Aus purem Trotz entwarf er sein Meisterwerk, die 1883 gebaute Brooklyn Bridge, als Symbol für den Traum vom besseren Leben. Wer die 530 m lange Brücke heute überquert, braucht fast genauso lange wie damals Röbling mit der Fähre - so unvergesslich sind die Ausblicke auf die berühmte Skyline von Manhattan. → Tour 14 (Brooklyn)
Orientiert in New York
Sightseeing-Alternativen
Mehr Zeit? Manhattan hat noch viel zu bieten, aber man sagt auch, Brooklyn sei das neue Manhattan, nur ohne Hochhäuser. Das urbane Hinterland von Williamsburg und Dumbo läuft der East Side gerade den Rang als subkulturelles Szeneviertel ab. Ethnische Vielfalt prägt die Straßenszenen, vor allem in Williamsburg, wo die chassidischen Juden zu Hause sind.
The Big Apple Greeter
Die Organisationvermittelt Stadtführungen, die von „ganz normalen“ New Yorkern durchgeführt werden. Keine Profis also, aber eben intime Kenner der Stadt, die auch über Alltägliches und Abseitiges Spannendes zu erzählen haben - und zwar kostenlos .
Wolkenkratzer
Woolworth Building: So sehr der Multimillionär Frank Winfield Woolworth es hasste, Geld auszugeben, so wenig wollte er an schönen Dingen sparen. Davon profitiert sein gleichnamiger Wolkenkratzer, der als Unternehmenswerbung 1913 erbaut wurde und seinen Spitznamen Cathedral of Commerce redlich verdient. Gold, Marmor, Terrakotta und eine byzantinische Kuppel schmücken die Lobby, die mit einer Führung zu besichtigen ist. → Tour 1 (Lower Manhattan)
Chrysler Building: Der Art-déco-Wolkenkratzer war für sage und schreibe ein Jahr das höchste Gebäude der Welt - das war 1930. Er ist berühmt für seine Kühlerfiguren nachempfundenen (funktionslosen) Wasserspeier aus rostfreiem Stahl. Beeindruckend ist aber auch die Lobby - der einzige Teil, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. → Tour 9 (Midtown)
Grünes New York
Governors Island: Aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst wurde die alte Militärbasis und spätere Geisterinsel erst vor wenigen Jahren. Mehr als 300 Mio. Dollar an Investitionen verwandelten das 70 ha große Eiland in eine grüne Oase mitten im Hafen von New York, die den Menschen wenige Fährminuten entfernt als Freizeitpark, Kunstgalerie und Strandbar dient. → Tour 1 (Lower Manhattan)
Prospect Park: Das Pendant zum Central Park ist mit seinen 237 ha zwar nicht ganz so groß, stammt aber von denselben Architekten und ist noch erholsamer. Hier befindet sich Brooklyns einziger See mit Bootshaus, in den Wäldern zwitschern Vertreter 200 verschiedener Vogelarten um die Wette, und der Zoo und der botanische Garten bieten Abwechslung und Zeitvertreib für den ganzen Tag. → Tour 14 (Brooklyn)
Kunsttempel
Whitney Museum of American Art: Amerikanische Kunst hat noch nie so gut ausgesehen. Renzo Pianos asymmetrischer Stahlkoloss liegt im trendigen Meatpacking District und ist vieles, bloß kein Musentempel. Die gestaffelten Dachterrassen eignen sich als Treffpunkt, die Räume wirken industriell und sind lichtdurchflutet - die perfekte Bühne für klingende Namen: Edward Hopper, Andy Warhol, Jackson Pollock, Robert Rauschenberg ... → Tour 8 (Chelsea und Meatpacking District)
Brooklyn Museum: Inspiriert vom Schmelztiegel der Kulturen, der den Stadtbezirk Brooklyn charakterisiert, wurde hier eine Kollektion von Kunstwerken aus aller Welt zusammengetragen: von altägyptischen, römischen und griechischen Meisterwerken über primitive Kunst indianischer Völker bis hin zu Kostümen, Haushaltsgegenständen und Werken der Gegenwart. Das zweitgrößte Museum in New York liegt zwar ein wenig ab vom Schuss, ist dafür aber direkt neben dem Brooklyn Botanic Garden und dem Prospect Park zu finden. → Tour 14 (Brooklyn)
Berühmte Straßen und Plätze
St Mark’s Place: Vielleicht die hippste Meile in Manhattan, doch die Revolution frisst auch hier ihre Kinder und die „Aufhübschung“ des Straßenzuges schreitet voran. Noch ist St Mark’s Place jedoch das Zentrum für Manhattans Gegenkultur und am Tompkin Square trifft sich das, was von der Punkbewegung übrig geblieben ist. → Tour 5 (East Village)
The Bowery: Der Spagat zwischen Avantgarde und Establishment bringt derzeit zwischen der Lower East Side und dem Astor Place ein spannendes Viertel hervor, in dem die Straßenkunst blüht, die Gastronomie gedeiht und sich neue provokante Museen und Galerien etablieren. → Tour 3 (Lower East Side)
Bedford Avenue: Als Hipster-Hotspot wird diese Hauptschlagader des Trendviertels Williamsburg in Brooklyn gern beschrieben, doch hat sie viele Gesichter. Am Prospect Park noch gutbürgerlich, in Bedford-Stuyvesant afroamerikanisch, im südlichen Williamsburg orthodox jüdisch. Erst im nördlichen Williamsburg hinter der Williamsburg-Brücke wird sie zum In-Quartier voller Künstler, Musiker, Bars und Leben. → Tour 14 (Brooklyn)
Historische Wahrzeichen
Tenement Museum: Diese einfachen Mietskasernen sind ein sozialgeschichtliches Denkmal aus New Yorks Immigrationsgeschichte und für Besucher eine Reise in die Vergangenheit. Die bescheidenen Räume ohne sanitäre Einrichtungen und teilweise ohne Fenster waren für viele Einwanderer nach Ellis Island die erste Bleibe. Hier zerplatzte der amerikanische Traum wie eine Seifenblase. Das Haus in der Orchard Street 97 war für 20 Familien ausgerichtet, die man auf einer Führung kennenlernen kann. → Tour 1 (Lower East Side)
Orientiert in New York
Essen gehen
Essen gehen gehört zum New Yorker Lifestyle. In den rund 24.000 Restaurants der Stadt können Sie sich kulinarisch einmal rund um den Globus futtern. Vom Street Food bis zum Sterne-Restaurant ist die Bandbreite endlos. Dicke Geldbeutel haben auch die dickste Auswahl.
Ausführliche Restaurantbeschreibungen finden Sie am Ende jeder Tour.
Eine Liste aller Restaurants finden Sie hier .
Eating out ...
Generell ist New York kulinarisch ein teures Pflaster, besonders in den Geschäfts- und Einkaufsvierteln. Günstiger fährt man im Greenwich Village, im East Village und in Chinatown (Downtown), auch in Hell’s Kitchen (westliches Midtown) oder Harlem ist das Preisniveau etwas niedriger. Außerhalb Manhattans speist es sich am billigsten.
Bei besseren Restaurants müssen Sie reservieren, vor allem am Wochenende. Günstigere Lokale verfahren nach dem „First-come-first-serve“-Prinzip. In New York ist es üblich, am Eingang zu warten, bis die Bedienung Ihnen einen Tisch zuweist. Geklönt wird nach dem Essen grundsätzlich an der Bar oder in der Lounge, nicht am Tisch.
Kalkulieren Sie unbedingt das großzügige Trinkgeld mit ein - bzw. achten Sie auf die neue „No-tipping“-Politik, die einige Restaurants eingeführt haben, um das Personal fairer zu bezahlen (und aus Steuergründen). Das Trinkgeld wurde dort bereits auf die Preise aufgeschlagen. Wie man sonst beim Essen noch Geld sparen kann, erfahren Sie im Kapitel „New York (fast) umsonst
... im Diner und im Deli
Die typische amerikanische Alternative zu den Restaurants sind die Diner. Ursprünglich waren dies ausrangierte Speisewagen der Bahn, die mit kleiner Küche ausgestattet und zum Restaurant umgerüstet wurden. Die meisten Diner sind spezialisiert auf amerikanisches Comfort Food (alles was ungesund, aber lecker ist). Inzwischen gibt es auch hier oft vegetarische oder kalorienarme Varianten. Der berühmteste Diner New Yorks dürfte Katz Delicatessen sein , verewigt im Hollywoodstreifen „When Harry met Sally“.
Eine New Yorker Besonderheit sind die Delis, die einst mit den jüdischen Immigranten als Delikatessenläden in die Stadt kamen. Schon bald konnte man dort auch kleine Mahlzeiten oder Snacks zu sich nehmen. Das bekannteste Deli dürfte Carnegie’s Delicatesse​n sein, wo Woody Allen einst für „Broadway Danny Rose“ drehte .
Breakfast, Lunch & Dinner
Amerikanisch frühstücken mit allem Drum und Dran kann man in Delis, Cafés und Fastfood-Restaurants. Am Wochenende wird viel gebruncht (mit erweiterter Frühstückskarte). Das American Breakfast ist eine echte Kalorienbombe mit Cornflakes, Eiern, Speck, Kuchen, Pancakes oder Waffeln.
Weil das Frühstück so opulent ausfällt, spielt der Lunch eine untergeordnete Rolle. Dafür genießt das Dinner wiederum einen hohen Stellenwert: Es ist ein Ereignis, das sich mit dem Opernbesuch messen kann.
Typisch New York
Als Stadt der Einwanderer ist die Liste typischer New Yorker Gerichte multikulturell geprägt. Weit oben steht die jüdische Küche , wo neben Bagel & Co vor allem die Pastrami Roll ihren Spitzenplatz behauptet. Seit mehr als 100 Jahren ist das mit gepökelter, geräucherter und gegarter Ochsenbrust überaus voll belegte Brötchen aus New Yorks Gastroszene nicht mehr wegzudenken. Kommt Sauerkraut dazu, nennt sich die Stulle Reuben Sandwich.
Der einstige Chef des Waldorf-Astoria Oscar Tschirky gilt als Erfinder des Waldorf-Salates aus Äpfeln, rohem Knollensellerie und gehackten Wallnusskernen in Mayonnaise. Salate sind in New York grundsätzlich eher gehaltvoll - den Dressings sei Dank.
Typisch, aber auch teuer ist das Strip Steak, ein besonders zartes und schmackhaftes Steak, das über Wochen am Knochen gereift ist.
Naschkatzen wird der New York Cheesecake schmecken; als dessen Erfinder gilt der einstige Besitzer des legendären Turf-Restaurants Arnold Reuben. Achtung, süß und cremig und empfehlenswert von Junior’s !
5 Tipps für 5 Abende
Älteste Pizzeria Manhattans: Seit 1905 kommen die dünnen Teigfladen bei Lombardi’s aus dem Ofen. (Little Italy)
New Yorker Steak House mit Kultstatus: Im Peter Luger (seit 1887) kann man sich die hervorragenden Burger zum Lunch sogar leisten (nur $ 14,95, bis 15.45 Uhr). (Brooklyn)
Michelin-Stern fürs Gemüse: Deshalb schmeckt es im Dirt Candy nicht nur Vegetariern. (Lower East Side)
Die Freiheitsstatue im Blick ...: Im Pier A Harbor House im Battery Park hat man das - besonders schön zum Sonnenuntergang. (Lower Manhattan)
Beste Unterhaltung ...: Bei einem Essen in Ellen’s Stardust Diner werden Songs aus Broadway-Musicals zum Besten gegeben. (Midtown/Times Square)
Orientiert in New York
Ausgehen
Das New Yorker Ausgehangebot ist abwechslungsreich und reicht von trendigen Bars über weltberühmte Jazzclubs und Opernhäuser bis zu den Broadway-Bühnen. Die Locations verteilen sich über die ganze Stadt, wobei in den verschiedenen Vierteln unterschiedliche Stilrichtungen schwerpunktmäßig vertreten sind.
Mehr Ausgehtipps in den Kapiteln Nachtleben und Kulturleben
Ein paar Spielregeln und Tipps
Alkoholkonsum ist erst ab 21 Jahren gestattet
Bloß nicht in der Öffentlichkeit Alkohol trinken
Sich immer - von Alkoholkauf bis Clubzutritt - ausweisen können („ID“ = Reisepass)
Happy Hours nutzen: 2-4-1 = two for one, zwei Drinks für den Preis von einem
An Bar oder Tresen: Trinkgeld pro Getränk in der Regel ein Dollar
Wo wann was los ist: Infos im Time Out, New York Magazine oder Village Voice oder unter www.thrilllist.com
Ausgehviertel
Fast überall finden sich Pubs, Bars und Off-Bühnen, doch in einigen Neighborhoods ballen sich bestimmte Etablissements: In Midtown Manhattan gibt’s viele berühmte, gediegene Hotelbars; in SoHo und dem Meatpacking District teure Edelclubs samt Schickeria; Greenwich Village und Harlem sind die Heimat von Jazz und Folk; im East Village und rund um die Bowery geht’s punkig, rockig und alternativ zu; die Lower East Side ist voll von witzigen Szene-Bars und kultigen Live-Locations.
Bars
Klassische Bars, schicke Lounges in den Wolkenkratzern, schummrige Irish Pubs und „Dive Bars“ für den weniger gepflegten Absturz - alles ist im Angebot. Trend sind Single Liquor Bars, wo eine Alkoholsorte die Karte dominiert, und sog. Speakeasies: Bars, die sich durch versteckte Eingänge „tarnen“ - eine Anspielung auf die Zeit der Prohibition. In der Lower East Side, im East und West Village und in Brooklyn gibt’s viele trendige Craft Beer Pubs, wo traditionell gebraute Biere ausgeschenkt werden. Rooftop Bars findet man in erster Linie im Finanzdistrikt in Lower Manhattan oder in Midtown.
Clubbing
Nichts ist in New York vergänglicher als ein Club und nur wenige bleiben über viele Jahre in Mode! Dazu ist es meist schwer, an den Türstehern vorbeizukommen, und hat man denn Erfolg, kostet so eine Clubnacht ein kleines Vermögen. Die meisten Clubs haben verschiedene Partynights, die eine unterschiedliche Klientel ansprechen. Clubbing beginnt in New York notorisch spät: Einlass ist in der Regel ab 23 Uhr, bis 0.30 Uhr herrscht Totentanz. Um 4 Uhr, manchmal auch erst um 6 ist Schicht im Schacht, mehrtägige House- und Techno-Marathons gibt es nicht. Am nächsten kommen dem noch die „Granik Parties.
Oper, Ballett und Konzert
Die Festungen klassischer Hochkultur befinden sich im Norden im Lincoln Center in der Upper West Side und der nur wenige Blöcke südlich gelegenen Carnegie Hall, während die rund 40 Musicaltheater des Broadway westlich des Times Square liegen.
Broadway
Neben den rund 40 „großen“ Theatern (mehr als 500 Sitzplätze) wetteifern noch rund 1500 kleine Bühnen als Off-Broadway (100-500 Plätze) und Off-Off-Broadway (unter 100 Plätze) um die Gunst der Zuschauer. Letztere bewegen sich zum Teil erheblich abseits des Mainstreams. Wer nur einige Hits aus den bekanntesten Musicals erleben möchte, kann auch am Times Square im Ellen’s Stardust Diner essen gehen: Hier kellnern aufstrebende Talente, die zwischendurch Proben ihres Könnens abgeben.
Jazz
In New York befinden sich berühmte Jazzclubs einen kurzen Subway-Ritt (im Greenwich Village nur einen Steinwurf) voneinander entfernt. Kleinere Clubs sind oft innovativer und preiswerter als die Dinosaurier im Geschäft, die für eine Session $ 20-50 verlangen und einem nach dem Auftritt die Tür weisen, da es mehrere Auftritte an einem Abend gibt. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch groß, dass Sie auf dem Weg zurück ins Hotel kostenfrei mit Jazz-Tunes versorgt werden, denn aus jeder zweiten Subway-Station dringt in lauen Sommernächten der unverkennbare Sound eines Alt-Saxophons auf die Straße.
5 Tipps für 5 Abende
Die etwas andere Theatererfahrung: Wer sich an ein surreales Theatererlebnis wagen möchte, sollte die interaktive Aufführung von Sleep No More in Chelsea ansteuern.
Ein Drink im Hinterzimmer: Wenn Gäste ihre Cocktails im roten Schummerlicht aus der Porzellantasse trinken, befinden Sie sich im Speakeasy Back Room in der Lower East Side.
Bar mit Aussicht: Ist Ihnen der Blick genauso wichtig wie der Drink, dann sind Sie im 230 Fifth beim Madison Square Park richtig. An Wochenenden legen DJs auf.
Jazz for free: Ungezwungen in eine Jam-Session reinhören, das geht in Arthur’s Tavern im Greenwich Village.
Tanzen ohne Reue: Lästigen Schlafentzug und hohe Kosten meidet, wer zu Santos Party House in Chinatown geht. Die 718 Sessions legen bereits um 18 Uhr los, um 1 Uhr ist alles vorbei.
Orientiert in New York
Shopping
Es ist fast unmöglich, in New York nicht einkaufen zu gehen, und wenn es nur „aus Versehen“ geschieht. Selbst für viele Amerikaner ist New York Shoppingziel Nummer eins. Irgendwo gibt es immer einen Schlussverkauf, und nirgends kann man so schön „schaufensterbummeln“ wie entlang der berühmten Luxusmeilen.
Ausführliche Beschreibungen einzelner Shoppingmöglichkeiten in den Vierteln finden Sie am Ende jeder Tour.
Eine Liste aller Geschäfte und Märkte finden Sie hier.
Shoppingmeilen und -viertel
5th Avenue und Madison Avenue: Die Preise sind exorbitant, insbesondere auf den edelsten Abschnitten der beiden Luxusmeilen, die parallel zueinander verlaufen. Bei der 5th Avenue beginnt die „Todeszone“ an der Einmündung der 50th Street und endet an der 59th Street unmittelbar vor den Toren des Central Park; bei der Madison Avenue liegt sie im Bereich 57th Street bis 78th Street. Hier reihen sich kilometerlang die Flagstores internationaler Luxuslabels aneinander, die teuersten Juweliere, die Mutter aller Apple Stores (5th) und einige der großen Traditionskaufhäuser der Stadt: Saks Fifth Avenue (Ecke 50th St.), Bergdorf Goodman (5th Ave, Ecke 58th St.) oder Barneys (660 Madison Ave./61st St.). Amerikanische Designer (z. B. Tommy Hilfiger, Calvin Klein, Donna Karan DKNY oder Ralph Lauren) sind im eigenen Land oft um einiges billiger.
Meatpacking District: Eine nagelneue Shopping-Gegend - eine dicke Brieftasche sollte man allerdings dabeihaben ...
SoHo, NoHo und NoLita: Hier gibt’s alternative, eher hippe Mode, die oft jedoch ihren Preis hat. Auch Sportausstatter wie Adidas haben hier ihre Superstores. Während SoHo längst etabliert ist und daher auch alle Edelmarken vertreten sind, geht es in NoHo und NoLita noch etwas szeniger zu.
Chinatown und Lower East Side: Die Canal Street in Chinatown und die Orchard Street in der Lower East Side versprechen noch wahre Schnäppchen - und ein unglaubliches Angebot an gefälschter Markenware. In der Lower East Side im Dreieck von Ludlow-, Stanton- und Orchard Street (Lusto) haben sich vermehrt auch witzige Edelboutiquen niedergelassen.
Greenwich Village und East Village: Beide Viertel sind Anlaufpunkte für Musikfreunde. Hier gibt es noch einige Secondhand-CD-Läden mit Raritäten. In beiden Vierteln finden Sie auch originelleren Schmuck, Accessoires, trendige Designermode und ungewöhnliche Klamotten, vieles davon secondhand. An der Straße St Mark’s Place halten die letzten Punkausstatter die Stellung.
South Street Seaport: Das Hafenviertel wurde zur Amüsier- und Shopping-Destination ausgebaut. Auf Pier 17 thront ein modernes Einkaufszentrum aus Glas mit 28.000 m2 Verkaufsfläche und einem Dachgarten mit Blick auf die Brooklyn Bridge.
Discounter und Outlets
Wer (Designer-)Marken kaufen will, für die Luxusläden zu arm und für die Sales (→ Smartshopping) zu ungeduldig ist, bekommt 365 Tage im Jahr Rabatt beim Discounter oder im Factory-Outlet. Der berühmteste Discounter ist das Century 21 in Lower Manhattan. Sein Motto: „Clothes that are worth fighting for“, was angesichts der Besuchermassen kaum untertrieben ist. Preisnachlässe von bis zu 80 % sind allerdings ein gutes Argument. Wer’s noch günstiger und größer haben will, muss New York verlassen, denn die Bundesstaaten New York und New Jersey erheben weniger Verkaufssteuer als New York City. Eine gute Fahrstunde ist es zum Woodbury Common Premium Outlet (am besten per organisierter Bustour, 42 € inkl. Rabattheft, Abfahrt Port Authority Bus Terminal, Gate 409). Dort wartet ein ganzes „Dorf“ mit etwa 220 Outlet Stores bekannter Modemarken auf kaufräuschige Besucher.
Was ist besonders?
Öffnungszeiten: meist Mo-Sa 10-18 Uhr, Warenhäuser in der Regel bis 21 oder 22 Uhr, viele Geschäfte auch So 11-18 oder 19 Uhr.
Preise: An den Waren und in den Auslagen sind immer die Nettopreise angegeben. Erst an der Kasse kommt die sog. Verkaufssteuer (Sales Tax) hinzu. In New York liegt sie derzeit bei 8,875 %. Ausgenommen von der Verkaufssteuer sind Kleidung und Schuhe, die weniger als $ 110 (pro Artikel) kosten. Viele Kaufhäuser wie Macy’s, Bloomingdale’s oder Lord & Taylor bieten ausländischen Kunden Rabattkarten an, nach denen man fragen muss.
Smartshopping: Smartshopper - mit „Schnäppchenjäger“ nur unzureichend übersetzt - wildern im High-End-Segment und versuchen, teure Marken- oder Designerartikel zu günstigen Preisen an Land zu ziehen. Das ist möglich bei den Sales (Schlussverkäufen), die übers Jahr verteilt stattfinden mit Schwerpunkten um Feiertage wie Thanksgiving (Black Friday!), Independance- und Labour Day oder Weihnachten. Eine besondere Variante sind Sample Sales, bei denen neben normalen Überschüssen bisweilen auch Muster verscherbelt werden. Infos zum Wo und Wann → Stadtzeitschrift Time Out und z. B. www.topbutton.com.
Wege durch New York
Die Wiege der Stadt
Tour 1
Die Wiege der Stadt und die Wiege der Nation: Hier siedelten die ersten europäischen Kolonialisten, hier erklärten die Amerikaner 1776 ihre Unabhängigkeit, und hier hatte die erste US-Regierung ihren Sitz. Die Südspitze Manhattans erlebte aber auch eine der größten Tragödien Amerikas: die Anschläge vom 11. September 2001.
National September 11 Memorial and Museum, Areal des ehemaligen World Trade Centers
South Street Seaport, historisches Viertel in neuem Gewand
Statue of Liberty, Symbol der Freiheit in der ganzen Welt
Ellis Island, Insel der Hoffnung und Tränen für Einwanderer
Governors Island, grüne Lunge Lower Manhattans
„Where New York City began“
Lower Manhattan
Mit ihrem unmittelbaren Zugang zum Hudson River und zum Hafen von New York war die Südspitze der Insel Manhattan schon immer strategisch wichtig. Diese prominente Lage wurde ihr im Oktober 2012 zum Verhängnis. Hurrikan Sandy traf Lower Manhattan so hart, dass sogar die Börse zwei Tage lang (!) geschlossen blieb. 43 New Yorker starben, auf 19 Mrd. Dollar beziffern sich die Kosten und noch immer sind nicht alle Schäden, die durch Wind und Wasser entstanden sind, behoben.
Heute macht die Stadtverwaltung die Ufer wetterfest. Die Bollwerke, die im 17. und 18. Jh. entlang der Küste angelegt wurden, sollten dagegen noch konventionelle Feinde abschrecken und fremde Armeen in Schach halten. Ihre Geschützbatterien und Kanonen sind schon lange verschwunden - bis auf eine, die im Castle Clinton steht. Der Name allerdings ist geblieben: Battery Park. Ein großer Teil dieses Areals, das von den ersten Kolonialisten Capske Hook genannt wurde (angelehnt an ein indianisches Wort für „felsige Landzunge“), ist allerdings künstlich entstanden, denn ab dem 18. Jh. wurde der Küstenverlauf durch massive Landaufschüttungen nach und nach verschoben. Der vorläufig letzte Akt fand in den 1960er- und 70er-Jahren während der Errichtung des World Trade Centers statt, als der Aushub kurzerhand vor der Küste abgeladen wurde. Um die gesamte Südspitze verläuft ein herrlicher Fahrrad- und Spazierweg immer entlang des Ufers durch neu angelegte Grün- und Freizeitanlagen. Die beiden bedeutendsten Museen des Viertels sind das Museum of Jewish Heritage und das National Museum of the American Indian.
Nördlich des Battery Park beginnt der Financial District. Hier schlägt das Herz des Kapitals, hier werden Karrieren gemacht, Millionen verdient und Millionen verloren. Die Straßenschluchten um die berühmte Wall Street geben immer wieder wunderbare Blicke auf das alte New York frei, das unter den hoch hinausragenden Neubauten der letzten Jahre zu verschwinden droht.
Der Aufstieg New Yorks zur globalen Handels- und Finanzmetropole wäre nicht geglückt ohne den alten Hafen, den South Street Seaport. Er war zwischen 1815 und 1860 wichtigster Warenumschlagplatz der Welt. Nach seiner Schließung in den 1880er-Jahren gab man das Viertel dem Verfall preis. Erst Ende der 1960er-Jahre floss Geld und elf Häuserblöcke und drei Hafenpiere konnten restauriert werden. Die ehrgeizige Sanierung nach Hurrikan Sandy dürfte Ende 2017 vollzogen sein und das adrette Hafenviertel in eines der attraktivsten Vergnügungsquartiere Manhattans verwandeln.
Rund um die City Hall, das Rathaus, breitet sich der Gerichts- und Verwaltungsbezirk der Stadt aus. Hier im Civic Center District kann man die prächtige Architektur der öffentlichen Gebäude der City of New York bewundern, die die Macht, den Reichtum und den ganzen Stolz der Stadt repräsentieren.
Tour-Info
Inzwischen wird wieder in Lower Manhattan gewohnt (die Einwohnerzahl hat sich seit 2001 auf rund 70.000 fast vervierfacht), und so ist an allen Tagen etwas los. An Werktagen sind die Wartezeiten für die Sehenswürdigkeiten etwas kürzer. Planen Sie für die Freiheitsstatue und Ellis Island mindestens einen halben Tag ein. Sollten Sie dorthin fahren (am besten morgens), wird es für den Spaziergang eng. Auch im National September 11 Museum und dem Hafenviertel South Street Seaport kann man sich durchaus länger aufhalten, sodass nur noch Spaziergangsabschnitte am selben Tag zu schaffen sind.