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Myanmar – Highlights und Themen

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Klima und Reisezeit

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Reisende mit Behinderungen

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Zeit und Kalender

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Land und Leute

Land und Geografie

Flora und Fauna

Umwelt und Naturschutz

Bevölkerung

Geschichte

Politik und Verwaltung

Wirtschaft

Religion

Kunst und Kultur

Yangon

Die Shwedagon-Pagode

Im Zentrum der Altstadt

Rund ums Zentrum

Rund um Shwedagon-Pagode und Kandawgyi-See

Spaziergang durch Yangons Geschichte

Rund um den Inya-See

Sehenswürdigkeiten im Großraum Yangon

Ayeyarwady-Delta

Thanlyin (Syriam)

Kyauktan

Dala

Twante (Twantay)

Pyapon

Meinmahla Kyun Wildlife Sanctuary

Pathein

Mawdin Sun und Thamihla Kyun

Chaungtha Beach

Ngwe Saung Beach

Gaw Yan Gyi

Nördlich von Yangon

Bago

Toungoo

Bago Yoma

Nay Pyi Taw

Pyay

Sri Ksetra (Thayekhittaya)

Bagan und Umgebung

Bagan

Geschichte

Architektur

Besichtigung

Nyaung U

Zwischen Nyaung U und Alt-Bagan

Monumente in Alt-Bagan

Zwischen Alt-Bagan und Minnanthu

Myinkaba

Tempel in Neu-Bagan

Die Tempel von Minnanthu

Mit dem Fahrrad durch Bagan

Über Sale zum Berg Popa

Sale (Salay)

Kyaukpadaung

Mount Popa

Nördlich von Bagan

Pakokku und Umgebung

Wanderungen bei Mindat

Handwerksdörfer bei Myitche

Pakhan-gyi

Pakhan-nge

Östlich von Bagan

Meiktila

Thazi

Über Yenangyaung nach Magwe

Yenangyaung

Westseite des Ayeyarwady

Salin

Legaing

Sagu

Minbu

Shwesettaw

Magwe (Magway)

Beikthano

Mandalay

Königspalast

Mandalay Hill

Pagoden, Klöster und Kirchen

Kunsthandwerk mit Verkauf

Traditionelle Shows

Reizvolle Radtouren um Mandalay

Die Umgebung von Mandalay

Amarapura

Inwa (Ava)

Sagaing

Mingun

Pyin U Lwin (Maymyo)

Die Umgebung von Pyin U Lwin

Monywa

Die Umgebung von Monywa

Der Nordosten

Südlicher Shan-Staat

Kalaw

Die Umgebung von Kalaw

Zu Fuß von Kalaw zum Inle-See

Aungban

Pindaya

Heho

Shwenyaung

Nyaungshwe

Inle-See

Samkar und Umgebung

Aye Tha Yar (Aythaya)

Taunggyi

Kakku

Kayah-Staat

Loikaw und Umgebung

Nördlicher Shan-Staat

Kyaukme

Hsipaw

Die Umgebung von Hsipaw

Namshan

Lashio

Muse

Östlicher Shan-Staat

Kengtung (Kyaing Tong)

Die Umgebung von Kengtung

Tachileik

Der Norden

Kachin-Staat

Myitkyina

Myitson

Indawgyi-See

Bhamo

Katha

Sagaing Division

Auf dem Chindwin nach Norden

Ausflug in den nördlichen Chin-Staat

Der hohe Norden

Putao

Der Hkakabo Razi

Der Westen

Rakhine-Staat

Gwa

Kanthaya

Thandwe

Ngapali

Taunggok

Die Ramree-Inseln

Sittwe

Mrauk U

Die Umgebung von Mrauk U

Chin-Staat

Von Mrauk U ins Chin-Dorf

Südlicher Chin-Staat: von Bagan zum Mt. Victoria

Nördlicher Chin-Staat: von Kalaymyo aus in die Berge

Der Süden

Mon-Staat

Kyaikhto

Kinpun

Kyaikhtiyo-Pagode (Goldener Felsen)

Von Kyaikhto nach Thaton

Kayin-Staat

Hpa-an

Die Umgebung von Hpa-an

Mawlamyaing (Mawlamyine, Moulmein)

Die Umgebung von Mawlamyaing

Kyaikkami (Amherst)

Set Se Beach

Thanbyuzayat

Tanintharyi (Tenasserim)

Ye

Umgebung von Ye

Von Ye nach Dawei

Dawei (Tavoy)

Die Umgebung von Dawei

Südlich von Dawei

Von Dawei nach Myeik

Myeik (Mergui)

Umgebung von Myeik

Der Myeik-Archipel

Kawthoung (Kawthaung, Victoria Point)

Umgebung von Kawthoung

Anhang

Sprachführer

Glossar

Reisemedizin zum Nachschlagen

Bücher

Danksagung

Mitarbeiterin dieser Auflage

Impressum

Kartenverzeichnis

Reiseatlas

Putao, Kawnglanghou

Hkamti (Singkaling)

Myitkyina

Tamu, Mawlaik, Tagaung, Homalin

Myaing, Gangaw, Shwega, Bhamo, Katha, Namkhan, Muse

Kalay, Monywa, Chaung U, Myaing, Gangaw

Mandalay, Sagaing, Shwebo, Mogok, Hsipaw, Pyin U Lwin

Tangyan, Pang Yang, Mong Yang

Sittwe, Magwe, Mrauk U, Minbu, Buthidaung, Kyauktaw

Naypyitaw, Myingyan, Kalaw, Taunggyi, Tatkon, Inle Lake

Kyaing Tong, Tachileik, Mong Tong, Mong Nai

Pyay, Ramree Island, Manaung Island, Thandwe

Okedwin, Myanaung, Kyauktaga

Yangon, Ayeyarwady Delta

Bago, Hpa-an, Mawlamyine, Myawaddy

Kyaikkami, Ye, Kalagauk Island

Danwei, Middle Moscos Islands, Mali Island

Myeik, Myeik Archipel

Lampi Island, Zadetkale Island, Zadetkyi Island

Autoren

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Übersichtskarte Highlights

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Myanmar – Highlights und Themen

Die goldene Shwedagon in Yangon, Pagoden bis zum Horizont in Bagan, der idyllische Inle-See im Shan-Staat und zeitvergessene Städte wie Mawlamyaing und Myeik – Myanmar ist voller kultureller und landschaftlicher Höhepunkte.

Die Highlights

 1  YANGON
Symbolträchtig und faszinierend: die Shwedagon-Pagode (siehe >>)
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 2  AYEYARWADY-DELTA
Labyrinth aus Kanälen und Reisfeldern (siehe >>)
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 3  NGWE SAUNG BEACH
Palmenstrände und Fischerdörfer (siehe >>)
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 4  BAGO
Die alte Hauptstadt der Mon (siehe >>)
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 5  BAGAN
Pagoden bis zum Horizont (siehe >>)
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 6  MANDALAY
Das historische Herz längst versunkener Königreiche (siehe >>)
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 7  PYIN U LWIN
Kolonialromantik per Pferdekutsche (siehe >>)
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 8  MONYWA
Hunderttausende Buddhas in der Thanboddhay-Pagode (siehe >>)
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 9  DIE SHAN-BERGE UM KALAW
Wanderungen durch Bergbauerndörfer (siehe >>)
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 10  INLE-SEE
Einbeinruderer und schwimmende Gärten (siehe >>)
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 11  LOIKAW
Entdeckungen im touristischen Neuland (siehe >>)
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 12  HSIPAW
Basis für Trekkingtouren (siehe >>)
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 13  NGAPALI
Myanmars schönster Strand (siehe >>)
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 14  MRAUK U
Die Tempel der Rakhine-Herrscher (siehe >>)
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 15  KYAIKHTIYO-PAGODE
Aufstieg zum Goldenen Felsen (siehe >>)
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 16  DIE UMGEBUNG VON HPA-AN
Höhlenlabyrinthe und Heiligtümer (siehe >>)
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 17  MAWLAMYAING
Koloniale Kulisse mit Oldtimer-Bussen (siehe >>)
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 18  MYEIK
Tor zum Myeik-Archipel mit seinen paradiesischen Inseln (siehe >>)
Bild | Karte

1 YANGON
Die Shwedagon-Pagode und das quirlige Leben in der Altstadt machen einen Besuch in Yangon unvergesslich. An buddhistischen Feiertagen lohnt der Besuch der Tempel besonders, denn dann bringen die Birmanen hier Opfergaben. Sehenswert sind auch die vielen Altbauten, die das Stadtbild prägen. (siehe >>)

2 AYEYARWADY-DELTA
Birmas grünblauer Irrgarten lässt sich am schönsten per Boot erkunden, etwa auf dem von Mangroven gesäumten U Do Chaung in der Nähe des Chaungtha Beach. (siehe >>)

3 NGWE SAUNG BEACH
Der Senkrechtstarter unter den Stränden: 14 km Sand und komfortable Resorts laden zum Sonnetanken ein. (siehe >>)

4 BAGO
Gleich drei liegende Riesenbuddhas hat Bago zu bieten – und eine heilige Schlange. (siehe >>)

5 BAGAN
Die Pagodenlandschaft am Ayeyarwady mit über 3400 Monumenten zählt zu den bezauberndsten Orten Asiens. (siehe >>)

6 MANDALAY
Nirgendwo ist das traditionelle religiöse Kunsthandwerk so lebendig wie in der zweitgrößten Stadt Myanmars, die zugleich als spirituelles Herz des Landes gilt. (siehe >>)

7 PYIN U LWIN
Filmreife Hotels aus der Kolonialzeit prägen den legendären Bergort, den die Briten Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Namen Maymyo in einer Höhe von fast 1100 m gründeten. (siehe >>)

8 MONYWA
Mehr als eine halbe Million Buddhas schmücken die bizarre, zwischen 1939 und 1951 errichtete Thanboddhay-Pagode, die zu den landesweit eindrucksvollsten Heiligtümern zählt. (siehe >>)

9 DIE SHAN-BERGE UM KALAW
Rund um das einladende Städtchen im Shan-Staat gibt es viele Wanderrouten – vom Tagesausflug zu einem Aussichtspunkt bis zum mehrtägigen Treck an den Inle-See. (siehe >>)

10 INLE-SEE
Die Welt der Intha: Geschickt manövrieren die Einbeinruderer ihre Boote durch die schwimmenden Gärten – eine Hand bleibt frei zum Fischen. (siehe >>)

11 LOIKAW
Erst seit einigen Jahren dürfen Touristen die Hauptstadt des Kayah-Staates besuchen und Ausflüge in einige Dörfer in der Umgebung unternehmen. (siehe >>)

12 HSIPAW
Die Umgebung von Hsipaw lädt abseits ausgetretener Pfade zu ausgedehnten Entdeckungstouren ein. (siehe >>)

13 NGAPALI
Perfekt entspannte Tage am Ngapali Beach, der als schönster Strand des Landes gilt. Mit dem Fahrrad kann man tolle Touren in die Gegend unternehmen. (siehe >>)

14 MRAUK U
In die untergegangene Hauptstadt des letzten Rakhine-Reichs verschlägt es nur wenige Touristen. Entdecker kommen hier auf ihre Kosten. (siehe >>)

15 KYAIKHTIYO-PAGODE
Auf 1000 m Höhe leuchtet das Heiligtum des Goldenen Felsens – der Legende nach im Gleichgewicht gehalten von einem einzigen Haar Buddhas. (siehe >>)

16 DIE UMGEBUNG VON HPA-AN
Die urtümliche Karstlandschaft rund um Hpa-an birgt bizarre Kalksteinfelsen mit spannenden Höhlenheiligtümern und Quellen, in deren glasklarem Wasser herrliches Badevergnügen lockt. (siehe >>)

17 MAWLAMYAING
Im landschaftlich malerisch eingebetteten, ehemaligen Moulmein hinterließen die Briten und Inder ein ansehnliches architektonisches Erbe sowie eine unverwechselbare Atmosphäre. (siehe >>)

18 MYEIK
Mit ihren Kolonialbauten, der langen Hafenmeile und einer faszinierenden Bootswerft ist die Küstenstadt eines der wichtigsten neuen Reiseziele im tiefen Süden Myanmars. Myeik ist das Tor zum gleichnamigen Archipel – einem Meeresparadies aus über 4000 unbewohnten Inseln, die mit herrlichen Sandstränden, dschungelbedeckten Hügeln oder bizarren Felsen und weitläufigen Korallengärten aus dem Meer ragen. (siehe >>)

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Themen

Monsun (siehe >>)

Die birmanische 8-Tage-Woche (siehe >>)

Myanmar, Birma oder Burma? (siehe >>)

Palmen für alle Fälle (siehe >>)

Fisherman’s Friend – bald für immer abgetaucht? (siehe >>)

Volk ohne Rechte – die Rohingya (siehe >>)

Lernen im Kloster (siehe >>)

Divide et impera (siehe >>)

Dobama Asiayone (siehe >>)

Panglong-Abkommen (siehe >>)

Aung San Suu Kyi (siehe >>)

Kampf ums Überleben (siehe >>)

Nat Pwe (siehe >>)

Die Vier Edlen Wahrheiten (siehe >>)

Die Frau im Buddhismus (siehe >>)

Tipitaka – der Palikanon (siehe >>)

Stupa, Zedi oder Pagode? (siehe >>)

Die vielen Leben Buddhas (siehe >>)

Das Spiel mit den Fäden (siehe >>)

Zeitgenössische Kunst (siehe >>)

Rock Rangoon (siehe >>)

Die Legende der Shwedagon- Pagode (siehe >>)

Schirme mit Charme (siehe >>)

Wandmalereien (siehe >>)

Mahagiri-Nats (siehe >>)

Affäre Dr. Thomann (siehe >>)

Niem – die Apotheke Birmas (siehe >>)

Salay U Ponnya (1812–67) (siehe >>)

Byat-ta und Mae Wanna (siehe >>)

Der Trinker-Nat (siehe >>)

Die Fußstapfen Buddhas (siehe >>)

Der schöne Schein – vom Zwang zur Stadtverschönerung (siehe >>)

Wie Mandalay entstand (siehe >>)

Wie viel Gold mag es sein? (siehe >>)

Schläge im Schummerlicht – hammerharte Arbeit, federleichtes Gold (siehe >>)

Ein Symbol auf dem Rückzug (siehe >>)

Das Nat-Festival von Taungbyone (siehe >>)

Auf der Rolltreppe zum Heiligtum (siehe >>)

Monument des Größenwahns (siehe >>)

Das Geheimnis von Pyin U Lwin (siehe >>)

Buddhastatuen als Superlative (siehe >>)

Das Edelstein-Paradies – Mogok (siehe >>)

Elefanten ganz nah (siehe >>)

Von Spinnen und Prinzessinnen (siehe >>)

Im Schatten der Großreiche (siehe >>)

Wie der Fels auf den Gipfel kam (siehe >>)

Die Tribute von Hpa-an (siehe >>)

Der größte liegende Buddha der Welt (siehe >>)

Seafood als Exportschlager (siehe >>)

Ein Paradies wird geplündert (siehe >>)

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Reiseziele und Routen

Reiseziele

  Städte mit Charme

  Betagte Schönheiten aus Holz

  Strände zum Entspannen

  Myanmar für Aktive

Reiserouten

  Myanmar kompakt

  Myanmar klassisch

  Myanmar intensiv

Reiseziele

Wenn in Bagan (siehe >>) die aufgehende Sonne das riesige Pagodenfeld in sanfte Rottöne taucht oder auf dem Inle-See (siehe >>) die Einbeinruderer im Morgendunst auf Fischfang gehen, wenn an der Shwedagon-Pagode (siehe >>) in Yangon und in den Tempeln von Mandalay (siehe >>) die Menschen ihren buddhistischen Glauben praktizieren – dann hinterlässt dies bleibende Eindrücke. Kein Wunder, dass sich Myanmar zu einem Liebling der Asien-Reisenden entwickelt hat. Doch abseits der Hauptsehenswürdigkeiten hat das Land noch viel mehr zu bieten.

Städte mit Charme

Urige Teestuben, ehrwürdige Kolonialbauten, lauschige Klöster, knallbunte Hindutempel – manche Orte haben sich ihren Charme bis heute bewahrt. Wo Kinder herumtoben, Mädchen ein Schwätzchen am Dorfbrunnen halten und Jungs sich beim Chinlon-Spiel messen, da braucht es keine großen Sehenswürdigkeiten. Man muss nur durch die Gassen streifen und schon ist man mitten im Leben. Besonders viel Flair haben Dawei (siehe >>), Kalaw (siehe >>), Kengtung (siehe >>), Mawlamyaing (siehe >>), Mrauk U (siehe >>), Pyin U Lwin (siehe >>) und Sagaing (siehe >>).

Betagte Schönheiten aus Holz

Manche stehen unscheinbar hinter Bäumen, andere sind schon stark verfallen: Die altertümlichen Holzklöster (kyaung) zeugen vom einstigen Reichtum der Stifter. Die Klöster mit teilweise hervorragenden Schnitzereien sind wahre Kunstwerke. Hier eine kleine Auswahl:

Image Bagan: Nat Htaung Kyaung (siehe >>)

Image Sale: Youk-soun Kyaung(siehe >>)

Image Pakhan-gyi: Pakhan-gyi Kyaung(siehe >>)

Image Salin: Myaw Hle Sin Kyaung (siehe >>)

Image Sagu: Maha Withurama Kyaung (siehe >>)

Image Mandalay: Shwenandaw Kyaung (siehe >>), Shwe In Bin Kyaung (siehe >>)

Image Inwa: Bagaya Kyaung (siehe >>)

Image Nyaungshwe: Shwe Yan Pyay Kyaung (siehe >>)

Reisen auf Birmanisch

Bei der Reiseplanung sollte unbedingt die buddhistische und von jedem Birmanen verinnerlichte Regel beachtet werden: Alles ist der Veränderung unterworfen. Fahrpläne, Reisebestimmungen und Preise können sich über Nacht ändern. Pannen gehören auf vielen Strecken dazu, und nicht jede auf der Landkarte eingezeichnete Straße hat den Namen verdient. Es ist beeindruckend, wie lange manche Fahrzeuge und Züge für ein paar Kilometer benötigen. Wer den Zeitrahmen seiner Reise zu eng steckt, wird in Schwierigkeiten geraten. Also am besten lieber gleich etwas lockerer planen!

Der Versuch, so billig wie möglich durchs Land zu fahren, kann dazu führen, dass Reisende sich während ihres Myanmar-Aufenthalts nur noch mit Organisations-, Unterkunfts- und Transportfragen beschäftigen und dann am Ende entsprechend genervt sind. Wer finanziell nicht völlig eingeschränkt ist, mag an einer „gesunden“ Mischung der Reisemittel und Unterkünfte mehr Freude haben: mal billig und spartanisch, mal teurer, aber dafür bequemer. Dann kann man den Besuch in einem Land, das zu den spannendsten und exotischsten in Asien gehört, wirklich genießen.

Bei Kontrollen entlang wenig befahrener Straßen oder beim Besuch abgelegener Orte werden Ausländer unter Umständen nach dem Reisepass gefragt. Daher sollte man ihn immer bei sich führen – und zur Sicherheit einige Fotokopien im Gepäck haben.

Image Fragen und Antworten

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Als die Markands 1996 von ihrer ersten Myanmar-Reise zurückkehrten, war klar: Dieses Land würden sie wieder besuchen! Als das dann 2002 mit dem Auftrag für ihren ersten Loose-Reiseführer in der Tasche geschah, veränderte sich ihr Leben für immer: Mit viel Begeisterung schreiben die beiden seitdem hauptberuflich Loose-Titel (und andere Reiseführer) und betreuen die orangefarbene Webseite.

Image Wann ist die beste Reisezeit?

Klar, in der Hauptsaison im Dezember und Januar ist das Wetter fast überall in Myanmar am schönsten – aber dann ist es auch recht voll und teuer. Daher sind die Monate vor und nach der Hauptsaison eigentlich die empfehlenswerteren. Von Juni bis Oktober regnet es allerdings in Yangon und an der Küste viel. Auch in den Bergen kann es dann ungemütlich werden. Wer die Hitze nicht verträgt, macht in den Wintermonaten bis in den April hinein am besten einen Bogen um Bagan und Mandalay (denn dann ist es dort extrem heiß) und legt sich lieber mal an den Strand.

Image Muss man gefährliche Tropenkrankheiten fürchten?

Leider gibt einige davon, am bekanntesten sind Malaria und Denguefieber. Bitte macht euch im Kapitel Krankheiten am Ende des Buches schlau, lasst euch vom Arzt beraten und frischt auf jeden Fall alle Impfungen auf. Wer gut informiert ist und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen trifft, minimiert das Risiko zu erkranken.

Image Wann die Shwedagon-Pagode besuchen?

Direkt zu Beginn der Reise beeindruckt die Shwedagon-Pagode am meisten. Denn wer sich diesen Höhepunkt bis zum Ende aufspart, ist oft nicht mehr richtig begeisterungsfähig. Eine Mitreisende brachte es auf den Punkt, als sie sagte: „Ich bin komplett überpagodet“. Wir raten: Weniger ist mehr!

Image Kann man günstig wohnen?

Unterkünfte sind teuer und nicht selten ziemlich hässlich (im schlimmsten Fall verwohnt). Wer schöner wohnen will, sollte – vor allem in der Hauptsaison – vorbuchen. Dann gibt es noch passable Preise für recht gute Zimmer. Checkt unsere eXTras, dort zeigen unsere Fotos ungeschönt, wie es vor Ort aussieht; sofern man vorbuchen kann, ist es dort vermerkt. In der Nebensaison werden die Unterkünfte etwas günstiger.

Image Ist das Land sicher zu bereisen?

In den Touristenorten wie Yangon, Bagan, Mandalay, dem Inle-See und auch am Ngapali Beach ist es sicher. Doch je mehr man sich an die Grenzen vorwagt, desto unsicherer wird die Lage. Wir bereisen für das Buch einige dieser Gebiete und halten es folgendermaßen: nicht zu viel Angst haben, aber immer Obacht geben. Rumfragen und Warnhinweise der Einheimischen ernst nehmen. Immer. Zur Not einfach umdrehen und woandershin reisen.

Image Sind Kreditkarten üblich?

Eine Kreditkarte ist nützlich, denn damit bekommt man jederzeit Bargeld an einem der vielen Automaten. Bezahlen kann man mit Plastikgeld jedoch sehr selten.

Image Kann ich mein Smartphone zu Hause lassen?

Um mal richtig auszusteigen, wäre das sicher eine gute Idee. Wer sich aber nicht trennen mag vom Telefon, der kann sich vor Ort eine SIM-Karte besorgen (in Deutschland checken, ob fremde Karten eingelegt werden können). Es geht auch ohne Karte, denn WLAN wird immer öfter angeboten (nicht gut, aber immerhin vorhanden), und so kann man mit den Lieben zu Hause meist whatsappen oder auf anderen Web-App-Kanälen kommunizieren.

Noch Fragen?www.stefan-loose.de/globetrotter-forum

Strände zum Entspannen

Badestrände gibt es derzeit vorwiegend entlang der Westküste. Ngapali (siehe >>) ist Myanmars beliebtester, wenn auch hinsichtlich der Unterkünfte ziemlich teurer Strand. Westlich von Pathein liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt zwei weitere Strände am Golf von Bengalen. Chaungtha (siehe >>) hat lange vor allem Einheimische angezogen, wird aber nun auch bei Travellern immer beliebter. Ngwe Saung (siehe >>) lockt mit seinen schicken (und entsprechend teuren) Resorts die Erholungssuchenden. Einige neue, noch kaum erschlossene Strand-Destinationen gibt es in der Umgebung von Dawei (siehe >>) und auf den Inseln des Myeik-Archipels (siehe >>) zu entdecken.

Myanmar für Aktive

Trekking

Wanderfreunde können Touren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade um Kalaw (siehe >>), Pindaya (siehe >>), Kyaing Tong (siehe >>) oder vom Inle-See nach Kakku (siehe >>) unternehmen. Immer mehr Reisende verzichten sogar ganz auf Bus und Bahn und legen mehrtägige Strecken zu Fuß zurück. Beliebt sind Wanderungen von Kalaw zum Inle-See (siehe >>). Für Treks rund um den Mount Victoria im Natmataung-Nationalpark (siehe >>) empfiehlt sich eine Buchung vorab.

Zwar gibt es in Myanmar auch einige interessante Bergsteigergebiete, doch sind sie schwer zugänglich. Himalaya-Expeditionen im nördlichen Kachin-Staat bedürfen einer besonderen Erlaubnis. Ausgangspunkt ist Putao (siehe >>). Ohne Spezialveranstalter läuft hier allerdings nichts (bzw. niemand).

Radfahren

Mit reizvoller Landschaft bietet sich der südliche Shan-Staat für Radtouren an, etwa zwischen Aungban oder Kalaw und Pindaya. Wer hier in die Berge fahren will, sollte sich jedoch ein eigenes gutes Mountainbike mitbringen (siehe >>) oder sich an Spezialisten wenden. Schön sind auch Fahrradtouren rund um Mandalay (siehe >>) oder durch das Pagodenfeld von Bagan (siehe >>). In Bagan machen E-Bikes (eine Art Elektro-Roller) das Fahren zu einer sehr bequemen Methode der Fortbewegung angesichts des heißen Klimas.

Wassersport

Wassersportler sitzen in Myanmar weitgehend auf dem Trockenen. Auf dem Indawgyi- und dem Inle-See wurden allerdings erste Kajaks gesichtet. Zu den spannendsten Tauchrevieren Südostasiens zählt der Myeik-Archipel (siehe >>), der aber hauptsächlich von Thailand aus betaucht wird. Unter Wasser gehen kann man auch vor dem Strand von Ngapali (siehe >>).

Reiserouten

Myanmar ist eines der landschaftlich vielfältigsten Länder Südostasiens. Theoretisch könnten Touristen mit ihrem vierwöchigen Touristenvisum nicht nur unzählige Tempel und Pagoden erkunden, sondern auch tauchen, durch ursprünglichen Dschungel wandern, unter Palmen am Meer faulenzen oder Vier- bis Fünftausender besteigen. Tatsächlich jedoch ist das Reisen wegen der fehlenden touristischen Infrastruktur in vielen Landesteilen nur bedingt möglich, und manche Gebiete sind für Ausländer aus Sicherheitsgründen nach wie vor gesperrt (off limits), darunter weite Teile des Kayah- und Kayin-Staates, Gebiete des östlichen Shan-Staates und des Kachin-Staates sowie abgelegene Regionen der Sagaing Division. Auch einige Gegenden des Mon-Staates und der Tanintharyi Division sind Touristen nicht zugänglich.

Die meisten Touristen reisen über den Flughafen in Yangon ein und aus. Auch Mandalay wird inzwischen von internationalen Fluggesellschaften angeflogen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Grenze zu Thailand bei Tachileik im östlichen Shan-Staat, Myawaddy im Kayin-Staat oder Kawthoung im tiefen Süden für die Ein- oder Ausreise zu nutzen.

Die folgenden Routenvorschläge richten sich an Reisende, die so viel wie möglich sehen möchten. Nichts spricht jedoch dagegen, sich nur an einem Ort aufzuhalten. Allein in Bagan oder Mrauk U kann man problemlos mehr als eine Woche verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt, und nicht selten findet irgendwo ein Fest statt, das zum Verweilen einlädt.

Myanmar kompakt

Image eine Woche

Wer nur eine Woche Zeit hat, kann entweder viel hineinpacken oder sich gleich Zeit lassen mit dem Wissen, nur einen kleinen Ausschnitt des Landes, das immerhin doppelt so groß wie Deutschland ist, sehen zu können. Hier zwei Vorschläge:

Die Highlights

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Startpunkt ist Mandalay (siehe >>), wo in drei Tagen Stadt und Umgebung entspannt erkundet werden können. Sehenswert sind die einstigen Königsstädte Amarapura, Inwa (Ava) und Sagaing, die britische Sommerfrische Pyin U Lwin und Mingun. Alternativ zum halbstündigen Flug nach Bagan (siehe >>) kann man mit dem Schiff in die berühmte Tempelstadt fahren oder mit dem Mietwagen, der unterwegs einen Besuch am Mount Popa (siehe >>) möglich macht. Nach zwei Tagen in Bagan fährt man per Flieger oder Nachtbus nach Yangon (siehe >>), für dessen Besichtigung zwei Tage ausreichen, bevor es wieder nach Hause geht.

Gemächlich

Als eine Art Einstiegsreise bietet es sich an, den Besuch auf Yangon (siehe >>) und Umgebung zu beschränken. Nach zwei Tagen Aufenthalt in der Metropole, einschließlich eines Abstechers nach Twante (siehe >>) oder Thanlyin (siehe >>), geht es nach Bago (siehe >>), der alten Hauptstadt der Mon. Wer will, kann dort übernachten oder nach der Besichtigung direkt zum Goldenen Felsen (siehe >>) von Kyaikhtiyo weiterreisen. Die Tour ist bis nach Mawlamyaing (siehe >>) verlängerbar – mit einem Aufenthalt in Hpa-an (siehe >>), das sich in besonders schöner Variante mit einer Bootspassage auf dem Thanlwin in den Reiseverlauf einbauen lässt.

Myanmar klassisch

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Image zwei Wochen

Von Yangon aus geht es zunächst nach Bagan und dann (evtl. per Flusschiff) nach Mandalay mit Ausflug in die alte britische Sommerfrische Pyin U Lwin (siehe >>). Auf der anschließenden Fahrt von der letzten Königsstadt zum Inle-See (siehe >>) bietet es sich an, den ehemaligen kolonialen Alterssitz der Briten, Kalaw (siehe >>), und die Höhlen von Pindaya (siehe >>) zu besuchen. Auch lohnt es sich, vom Inle-See einen Tagesausflug zum Pagodenwald von Kakku (siehe >>) oder Indein (siehe >>) zu unternehmen oder die südlich gelegene Seenlandschaft Samkar (siehe >>) zu erkunden.

Wer mehr von Zentral-Myanmar sehen möchte, fährt von Yangon zunächst nach Pyay (siehe >>) und dann weiter nach Magwe (siehe >>). Von dort geht es über die Ayeyarwady-Brücke nach Minbu (siehe >>), dann entlang der attraktiveren Westseite, bei Chauk wieder auf die Ostseite des Flusses und dann schließlich nach Bagan.

Sperrgebiete und Travel Permits

Noch immer gibt es Landesteile, die gar nicht oder nur im Rahmen organisierter Touren zu bereisen sind bzw. in denen es an (touristischer) Infrastruktur mangelt. Zudem kämpfen in vielen Grenzregionen diverse Schmugglerbanden, Befreiungs- und Drogenarmeen gegen die Regierung. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig vor Reiseantritt über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren (siehe >>). Für Gebiete, die nur mit einer Sondererlaubnis (Travel Permit) oder im Rahmen von Pauschaltouren bereist werden dürfen, wendet man sich ans Büro von MTT oder (besser und bequemer) an eine darauf spezialisierte Reiseagentur. Anfang 2017 wurden allerdings erstmalig gar keine Travel Permits mehr erteilt.

Myanmar intensiv

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Image ab drei Wochen

Wer drei und mehr Wochen Zeit hat, kann auch abgelegene Regionen erkunden. Die folgenden Tipps sind beliebig mit den Hauptreisezielen zu kombinieren.

Am Golf von Bengalen

Für all jene, die von Pagoden nicht genug bekommen können, ist Mrauk U (siehe >>), die alte Hauptstadt von Rakhine, mit ihren 70 Heiligtümern genau das Richtige. Bislang werden die Ruinen erstaunlich wenig besucht – zu Unrecht! Von Mrauk U aus können auch Tagesausflüge in die Umgebung unternommen werden, etwa per Boot zu Dörfern der Chin oder per Jeep zum ursprünglichen Sitz des heute in Mandalay verehrten Mahamuni-Buddha.

Am schnellsten ist der geschichtsträchtige Flecken mit dem Flugzeug über Sittwe (siehe >>) zu erreichen. Von dieser sympathischen Hafenstadt fahren Boote über den Kaladan nach Mrauk U. Falls Zeit keine Rolle spielt, besteht die Möglichkeit, mit dem Bus von Pyay über den Rakhine Yoma zunächst zum Ngapali Beach (siehe >>), dann nach Taunggok (siehe >>) zu fahren und von dort ein Boot nach Sittwe zu nehmen oder von Bagan aus über Magwe (siehe >>) nach Mrauk U zu reisen.

Im Kayah-Staat

Seit der Öffnung von Loikaw (siehe >>) für den Tourismus sind erste Schnuppertouren möglich. Die Anreise geschieht vom Inle-See her oder – einfacher – per Flieger ab Yangon.

Im östlichen Shan-Staat

Von Kengtung (siehe >>) aus lassen sich wunderbare Ausflüge in die Berge der Umgebung unternehmen. Allerdings kommt man hier aus den anderen Landesteilen Myanmars nur per Flugzeug hin. Denkbar ist es allerdings, einen Besuch hier an den Schluss der Reise zu legen und via Tachileik (siehe >>) nach Thailand auszureisen.

Im nördlichen Shan-Staat

Dem Shan-Staat mit seiner ganz eigenen Atmosphäre lässt sich in dessen Nordteil nachspüren. Von Mandalay (siehe >>) aus geht es per Bus, Pick-up oder Taxi nach Pyin U Lwin (siehe >>), der legendären Sommerfrische der britischen Kolonialherren. Noch heute herrscht dort koloniales Ambiente. Empfehlenswert ist die Weiterfahrt mit dem Zug über den berühmten Gokteik-Viadukt (siehe >>) in die alte Fürstenstadt Hsipaw (siehe >>). Bereits chinesisch-geschäftig und eher gesichtslos mutet Lashio (siehe >>) an, die größte Stadt im nördlichen Shan-Staat.

Im Chin-Staat und in der Sagaing Division

Wer sich in Monywa (siehe >>) auf die Fähre (oder in einen Bus) setzt und nach Norden aufbricht, lässt alle touristischen Bequemlichkeiten hinter sich. Intensive Erlebnisse sind garantiert, sei es bei einem Abstecher in den nördlichen Chin-Staat, z. B. nach Tedim (siehe >>) oder einem Besuch im Nagaland von Hkamti (siehe >>) aus.

Auf Myanmars Wasserstraßen

Auf über 8000 km sind die Flüsse Myanmars schiffbar und für den Transport von Waren und Menschen von großer Bedeutung. Was liegt da näher, als auf einem Boot das Flussleben kennenzulernen? Dazu eignen sich folgende Routen.

Ayeyarwady

Der Abschnitt zwischen Mandalay und Bagan gehört mittlerweile zu den „Rennstrecken“ – auch wenn die Landschaft eher eintönig ist. Viel schöner, aber auch abenteuerlicher ist die Fahrt zwischen Bhamo und Mandalay auf einer der Fähren der Inland Water Transportation (IWT). Hier geht es durch schroffe Schluchten, vorbei an Bambuswäldern und lauschigen Orten. Literaturfans können die Fahrt in Katha unterbrechen und in Orwells Fußstapfen treten, der sich dort zu seinem kolonialkritischen Buch Tage in Burma inspirieren ließ. Je nach Wasserstand brauchen die Boote mindestens drei Tage (siehe >>).

Ayeyarwady-Delta

Dank besserer Straßen stellen immer mehr Fähren ihren Dienst ein. Noch regelmäßig verkehren Linienschiffe von Yangon nach Bogale (siehe >>). Interessant sind organisierte Bootstouren nach Meinmahla Kyun (siehe >>) und durch die Kanäle rund um Pyapon (siehe >>) und Pathein (siehe >>).

Chindwin

Zu den spannendsten Flussreisen zählt die Fahrt auf dem Chindwin von Monywa flussaufwärts nach Homalin und Hkamti. Hier sind Touristen noch rar und man erlebt ursprüngliches Flussleben mit einem Hauch Abenteuer (siehe >>).

Kaladan

Mit Privatbooten geht es von Sittwe nach Mrauk U. Die Holzkähne sind bis zur alten Arakan-Metropole mindestens 5 Std. unterwegs. Als Alternative bieten sich die öffentlichen Fähren an (siehe >>).

Thanlwin

Die Strecke zwischen Mawlamyaing und Hpa-an ist landschaftlich sehr schön. Boote können vor Ort gechartert werden (siehe >>).

Bitte beachten!

Etwa ab Februar bis zum Einsetzen der Regenzeit können der niedrige Wasserstand und Sandbänke die Fahrzeiten erheblich verlängern.

Im hohen Norden

Myitkyina (siehe >>), die Hauptstadt des Kachin-Staates, ist nur mit dem Zug und dem Flugzeug erreichbar. Die Stadt bietet abgesehen vom jährlichen Manao-Fest nur wenige Sehenswürdigkeiten. Unweit entfernt liegt Myitson (siehe >>), der Ursprung des Ayeyarwady (der aus dem Zusammenfluss der Flüsse Mekha und Malikha besteht). Zum größten Binnengewässer des Landes, dem idyllisch gelegenen Indawgyi-See (siehe >>), führt ein Abstecher von der Bahnlinie Mandalay–Myitkyina. Aufgrund des blutigen Konfliktes zwischen der dort aktiven Kachin Independence Army (KIA) und der Zentralregierung sollten die Reisemöglichkeiten in dieser Region unbedingt aktuell überprüft werden. Noch weiter im Norden liegt das (wenn überhaupt) nur auf dem Luftweg erreichbare Putao (siehe >>), dessen umgebendes Hochland ein Paradies für Naturfreunde ist. Das einstige Fort Hertz ist auch Ausgangsbasis für Trekkingtouren rund um Südostasiens höchsten Berg Hkakabo Razi (siehe >>). Diese sind allerdings nur mit Genehmigung möglich und bedürfen längerer Vorbereitung.

Im Süden

Einzigartige Eindrücke vom Süden Myanmars kann eine Schlaufe bescheren, die Bago (siehe >>) und den legendären Goldenen Felsen von Kyaikhtiyo (siehe >>) verbindet mit Hpa-an (siehe >>) und seiner reizvollen Umgebung aus Reisfeldern, Felsen- und Höhlenheiligtümern sowie mit Mawlamyaing (siehe >>). Von dieser charmanten Hafenstadt am Thanwlin empfiehlt sich eine Tagestour zum größten liegenden Buddha der Welt in Mudon (siehe >>) inkl. Visite am Setse Beach und in Thanbyuzayat (siehe >>) – Endpunkt der berüchtigten „Todes-Eisenbahn“. Die Rückreise kann über Thaton (siehe >>) nach Yangon erfolgen oder man reist über den Grenzübergang Myawaddy/Mae Sot nach Thailand aus.

Im tiefen Süden

Der schmale Küstenstreifen in Myanmars tiefem Süden dürfte vor allem Reisende anlocken, die auf Ursprünglichkeit und Abenteuer aus sind. Die seit 2013 auch für Ausländer nutzbaren Grenzübergänge von/nach Thailand haben das Bereisen dieser Region ebenso erleichtert wie die Öffnung weitläufiger Sperrgebiete bzw. die Freigabe der Landrouten für Ausländer (siehe >>). Als Zwischenstation von Mawlamyaing auf dem Weg zu den beiden wenig besuchten Küstenstädten Dawei (siehe >>) und Myeik (siehe >>) empfiehlt sich das noch völlig untouristische Ye (siehe >>). Myeik eignet sich als Ausgangspunkt für Tauch- und Schnorcheltouren in den Myeik-Archipel (siehe >>), der als größte und unbekannteste Inselgruppe Südostasiens immer noch meist vom thailändischen Phuket bzw. dem Grenzübergang Ranong/Kawthoung (Victoria Point) im südlichsten Zipfel Myanmars erkundet wird.

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Klima und Reisezeit

Myanmar liegt in der tropischen Klimazone und unterliegt dem Einflussbereich der Monsunwinde. Es werden daher drei Jahreszeiten unterschieden. Eine Reise ist jederzeit möglich, doch der Radius der Tour wird in der Regenzeit durch schlammige Straßen und unpassierbare Wege eingeschränkt. Die richtige Reisezeit ist somit von den geplanten Reisezielen abhängig.

Reisezeit

Die beste Reisezeit ist der birmanische Winter, also die trockenen, kühlen Monate von November bis Februar. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei 20–30 °C, die Luftfeuchtigkeit ist gemäßigt und es fällt nur gelegentlich Regen. In den Bergregionen, etwa im Shan-Staat, kann es nachts empfindlich kalt werden und sogar zu Frost kommen. Aber selbst in Bagan und Mandalay ist es dann morgens und abends ziemlich frisch. Im nördlichen Kachin-Staat gibt es zuweilen weiße Weihnachten. Auch Ausflüge nach Mrauk U sind in dieser Zeit nur mit warmem Pullover anzuraten.

Mit Tagestemperaturen von 30–40 °C kann das Reisen während der heißen Jahreszeit von März bis Mai recht beschwerlich werden. In Ober-Myanmar, etwa in Bagan und Mandalay, klettert die Quecksilbersäule in der zweiten Aprilhälfte häufig auf 45 °C. Dafür weht in den Bergen ein angenehmes kühles Lüftchen. Für ausgiebige Bergwanderungen im Shan-Staat oder Bootsfahrten am Golf von Bengalen bietet sich daher die heiße Jahreszeit an.

In der Regenzeit zwischen Ende Mai und Oktober ist es bei 25–35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit oft schwül-warm. Abends kühlt es meist auf etwa 20 °C, in Nord- und Zentral-Myanmar auch schon mal auf 10 °C ab. Der Südwestmonsun bringt heftige Regenfälle mit sich und betrifft vor allem die Küstenregionen. Dort beträgt die jährliche Niederschlagsmenge etwa 5000 mm. Badeurlauber sollten die Regenzeit daher meiden. In Ober-Myanmar fällt weitaus weniger Regen, da sich die Wolken schon am Rakhine Yoma abregnen; morgens und mittags lacht meist die Sonne. Viel Regen fällt im Juli und August. Im Oktober lockt dann das frische Grün vor allem Naturliebhaber ins Land.

Monsun

Der Name leitet sich von dem arabischen Wort mausim ab und bedeutet „Saison“ oder genauer: „wiederkehrende Festzeiten“. Damit bezeichneten die arabischen Seefahrer jene in Asien halbjährlich wechselnden Winde, die zwischen Mai und Oktober von Südwest nach Nordost und November bis März in umgekehrte Richtung wehen. Ursache ist ein zwischen März und Mai über Süd- und Zentralasien dominierendes umfangreiches Hitzetief, das dem Indischen Ozean feuchte Luftmassen entnimmt und zu ergiebigen Regenfällen führt. Es wird ab November von einem kräftigen Kältehoch mit trockenen Luftmassen über Sibirien abgelöst, die sich erwärmen und Richtung Südwesten wandern.

Als ab dem frühen 16. Jh. die Portugiesen die Weltmeere beherrschten, verwandelten sie den arabischen Terminus in monção. In seiner 1596 publizierten Reisebeschreibung Itinerario verwendet der holländische Seefahrer Jan Huyghen van Linschoten die Begriffe monssoyn und monssoen. Über diesen Weg fand vermutlich der „Monsun“ Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch.

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Reisekosten

  Tagesbudget

  Eintrittsgelder und Guide-Gebühren

  Übernachtung

  Transport

  Rabatte

Tagesbudget

Das Budget richtet sich natürlich stark nach der Anzahl der Reisenden. Wer allein unterwegs ist, spürt die höheren Kosten vor allem bei den Übernachtungen. Aufgrund des Tourismus-Booms ist Myanmar verglichen mit anderen Ländern Südostasiens derzeit um einiges teurer, was vor allem eine Folge der teils völlig überzogenen Unterkunftspreise ist. Aber da ist mittelfristig Entspannung in Sicht. Zum einen wird kräftig gebaut, zum anderen gewähren die Hotels und Gästehäuser in der Nebensaison erhebliche Preisnachlässe. Sparfüchse sollten also nicht unbedingt im November und Ende Dezember das Land bereisen.

Wer mit einfachsten Unterkünften zufrieden ist, dem Essen am Straßenstand standhält sowie einheimische Lokale und öffentliche Verkehrsmittel vorzieht, kommt am Tag locker mit 25–35 € aus, hauptsächlich in Landeswährung. Reisende, die zeitweilig einen Fremdenführer buchen, in besseren Hotels schlafen und die eine oder andere Strecke mit dem Taxi oder Flugzeug zurücklegen, benötigen durchschnittlich 50–80 € am Tag, den größten Teil davon in US-Dollar.

Darüber hinaus kann man in Myanmar natürlich auch sehr luxuriös reisen und wohnen. Mehrtägige Schiffsreisen, Übernachtungen im Edelresort oder Expeditionen in entlegene Gebiete können schnell einige tausend Euro kosten.

Was kostet wie viel?

Achtung: Bedingt durch die hohe Inflationsrate sind die in diesem Buch angegebenen Preise möglicherweise nicht mehr aktuell.

Trinkwasser ab 300 Kyat
Softdrink (importiert) 1000–1500 Kyat
Großes Bier ab 2000 Kyat
Kaffee (lokal) ab 300 Kyat
Kaffee (aus Maschine) ab 1500 Kyat
Mohinga-Frühstück ab 500 Kyat
Currygericht ab 2000 Kyat
Essen (westl. Standard) ab 3000 Kyat
Hotelzimmer
   einfach bis US$35
   Mittelklasse US$35–80
1 Liter Benzin ab 850 Kyat
Taxifahrt (3 km) 2000 Kyat
Mietwagen mit Chauffeur je nach Entfernung US$80–180 pro Tag
Eintrittsgebühren US$2–20

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Viele Airlines setzen im Inland auf die bewährten ATR-72 Turboprop-Maschinen.

Eintrittsgelder und Guide-Gebühren

Für viele Sehenswürdigkeiten, darunter Tempel, Parks und Museen, wird von Ausländern eine Eintrittsgebühr verlangt. So kostet der Eintritt zur Shwedagon saftige 8000 Kyat. Die Archäologische Zone von Bagan wird pauschal mit 20 000 Kyat berechnet, für Bago, den Inle-See und Mandalay sind jeweils 10 000 Kyat zu berappen. Sagaing und Mingun kosten zusammen 3000 Kyat, der Goldene Felsen 6000 Kyat. Hinzu kommen in vielen Pagoden und Tempeln Gebühren fürs Fotografieren und Filmen.

Fremdenführer verlangen die Bezahlung in US-Dollar. Ein Deutsch sprechender Führer kostet am Tag etwa US$35, ein englischsprachiger US$20–30. Trekking-Guides in den Bergen nehmen im touristisch erschlossenen Raum Kalaw/Inle-See etwa US$15–20 am Tag, in abgelegeneren Regionen wie Loikaw oder Kengtung auch US$35–40, ganz weit draußen in den Chin-Bergen oder der Sagaing Division bis zu US$80.

Übernachtung

Die einfachsten Unterkünfte sind je nach Ort für US$10–20 pro Doppelzimmer zu haben und verfügen über Ventilator und Gemeinschaftsbad. Das meist aus ein paar Toastscheiben, Eiern, Saft und Kaffee bestehende Frühstück ist nicht immer inklusive. Ein Zimmer in einem einfachen Hotel mit Dusche und WC, Ventilator oder Klimaanlage kostet bis zu US$35 pro Doppelzimmer mit Frühstück. Für ein Zimmer der Mittelklasse ist mit US$35–80 zu rechnen. Gehobenen Ansprüchen werden Zimmer ab etwa US$80 gerecht. Luxus kann jenseits der US$150-Marke erwartet werden. Im Gegensatz zu allen Gästehäusern addieren die meisten Hotels zur Rechnung 10 % Mehrwertsteuer (VAT) und 10 % Service Charge. Auch in Myanmar gilt: Konkurrenz drückt die Preise. In Orten mit wenigen Unterkünften muss man daher für den gleichen Standard mehr bezahlen als etwa in Bagan oder Mandalay.

Transport

Lokale Busse und Pick-ups sind sehr billig. Fast alle Langstrecken kosten weniger als 20 €, Pick-ups für kurze bis mittlere Strecken oft wenige hundert Kyat. Auf den Hauptrouten zahlen Touristen mehr als Einheimische. Bahnfahrten sind relativ günstig und in Kyat zu bezahlen, Flüge hingegen recht teuer und in US$ zu begleichen. Je nach Entfernung belasten Letztere die Reisekasse mit bis zu US$190 pro Strecke.

In den großen Städten bieten Taxis ihre Dienste an. Im Schnitt kostet ein Wagen mit Fahrer zwischen US$80 und US$180 am Tag, abhängig von Wagenqualität, Strecke, Reiseverlauf und aktuellem Spritpreis.

Rabatte

Studenten und Rentner können kaum mit Vergünstigungen rechnen. Kinder bis zwölf Jahre zahlen in der Regel keinen Eintritt. Für ältere Kinder gibt es vereinzelt vergünstigte Eintrittspreise, etwa im Botanischen Garten in Pyin U Lwin.

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