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Preiskategorien Hotels

€ € € über 180 Euro
€ € 110–180 Euro
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Die Preise gelten für zwei Personen im Doppelzimmer mit Frühstück

Preiskategorien Restaurants

€ € € über 35 Euro
€ € 20–35 Euro
bis 20 Euro

Die Preise gelten für eine Vorund Hauptspeise ohne Getränke

Inhalt

Die Touren-App

zeigt, wo’s langgeht, mit Tourenverlauf und Offline-Karte

© huber-images: S. Kremer

Events & News

clever und schnell auf dem Smartphone – tagesaktuell. Events, News und neueste Insider-Tipps

Holen Sie mehr aus Ihrem MARCO POLO raus!

http://go.marcopolo.de/rom

© huber-images: B. Pipe

Die wichtigsten Marco Polo Highlights!

© huber-images: Gräfenhain

Campidoglio »

Den trapezförmigen Kapitolsplatz wie auch die Fassade der umliegenden Gebäude entwarf Michelangelo zur Karte (siehe auch »)

Colosseo »

Die größte Arena der antiken Welt, in der Gladiatoren mit den Bestien kämpften (Foto) zur Karte

Foro Romano »

Ruinen von Tempeln, Bögen und Basiliken auf dem Forum Romanum geben einen Eindruck vom antiken Machtzentrum zur Karte (siehe auch »)

Campo De’ Fiori »

Wo man sich trifft und wo die Römerin Obst und Gemüse kauft zur Karte (siehe auch »)

Pantheon »

Die Kuppel des römischen Tempels war Vorbild für zahlreiche Renaissancekirchen zur Karte (siehe auch »)

Piazza Navona »

Früher Kampfarena, heute barocker Showroom: mehr Abendunterhaltung geht nicht zur Karte (siehe auch »)

Caffetteria Chiostro Del Bramante »

Art-Café im Renaissancekloster: Kunst, Cappuccino und leckere Häppchen zur Karte (siehe auch »)

Fontana Di Trevi »

In den berühmten Barockbrunnen dürfen Sie nicht mal den großen Zeh tauchen, aber Münzen werfen alle zur Karte (siehe auch ») (siehe auch »1)

Galleria Borghese »

1000 Kunstwerke, unzählige Skulpturen Berninis und die strahlende Nacktheit der Paolina Borghese im barocken Lustschloss zur Karte

Scalinata Di Trinità Dei Monti »

Auf der Spanischen Treppe, einer der bekanntesten Freitreppen der Erde, trifft man zu jeder Uhrzeit Leute aus aller Welt zur Karte (siehe auch »)

Cappella Sistina »

41 m lang ist die Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, auf der Michelangelo innerhalb von vier Jahren die Schöpfungsgeschichte mit 340 Figuren malte zur Karte

San Pietro »

Hier, im größten Gotteshaus der Welt, schlägt das Herz der Christenheit (Foto) zur Karte

Maxxi »

Ein Schocker der Moderne im klassischen Rom: Zaha Hadids neues Museum des 21. Jhs.

Auditorium Parco Della Musica »

Das Auditorium von Renzo Piano beim Flaminiastadion sieht nicht nur aus wie ein Raumschiff, auch der Klang ist überirdisch

Via Appia Antica »

Straße der Katakomben – für Archäologen, Biker und Jogger

© R. Freyer

Die besten Marco Polo Insider-Tipps

Von allen Insider-Tipps finden Sie hier die 15 besten

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© huber-images: Serrano

Insider-Tipp Schöner wohnen auf Griechisch-Römisch »

Märchenhafte Fresken, Mosaike und Skulpturen aus den Gemächern Kaiserin Livias im Palazzo Massimo alle Terme

Insider-Tipp Endstation Gourmetbistro »

Im Mercato Centrale unter dem Dach des Bahnhofs Termini finden Sie römische Feinkost und das Bistro von Sternekoch Oliver Glowig

Insider-Tipp Echt römisch »

Sie lieben italienisches Essen? Mehr als 50 römische Gastgeber laden Sie über die Organisation www.ceneromane.com zum Abendessen ein

Insider-Tipp Speisen am Sarkophag »

Der Spaziergang auf der Via Appia Antica hat Sie hungrig gemacht? Dann besuchen Sie das Gartenlokal Antica Hostaria L’Archeologia, wo Brünnlein plätschern, Rosen blühen und die Pasta dampft

Insider-Tipp Goethe inkognito »

Er war schon zweihundert Jahre vor uns in Rom und genoss das Leben unter dem Pseudonym Filippo Moeller. Sie können den berühmten Aussteiger aus Weimar in der Casa di Goethe besuchen

Insider-Tipp Rundblick der Extraklasse »

Die Römer bezeichnen das klobige weiße Denkmal für König Vittorio Emanuele II. gern als Schreibmaschine. Doch von der allerobersten Tastenreihe, also von der Dachterrasse in 65 m Höhe, haben Sie den garantiert schönsten Panoramablick auf alle Epochen

Insider-Tipp Plaudertaschen aus Stein »

Sie sind aus Stein gemeißelt und können dennoch reden, die bizarren Statue parlanti. Früher hängte man Spottverse gegen die päpstlichen Herrscher um den Hals der an verschiedensten Stellen in Rom stehenden Figuren, bei Pasquino tun die Römer das noch heute

Insider-Tipp Nightlife am Schutthügel »

In der Antike war der Testaccio eine Öko-Müllhalde, wo die Römer die Tonscherben der Amphoren – Plastik und Jute gab’s noch nicht – anhäuften. Heute toben sich hier die ragazzi in den Diskos aus

Insider-Tipp Biobistro »

Ginger heißt der Treffpunkt für die hippe, fitnessgestählte Klientel der feinen Via Borgognona, wo es Biosäfte und -tees, Smoothies, Sojamilchshakes, Salate und leichte Pastagerichte gibt

Insider-Tipp Glasbedeckte Antike »

Den 2000 Jahre alten Friedensaltar Ara Pacis Augustae hat Richard Meier unter ein hypermodernes Glasdach gestellt (Foto)

Insider-Tipp Feenhäuser »

Im märchenhaften Coppedè-Viertel hat sich Jugendstilarchitekt Gino Coppedè zu Beginn des 20. Jhs. mit verwunschenen Villen und Pälasten verwirklicht

Insider-Tipp Eis aus Biofrüchten »

Wo das Eis wie früher schmeckt und die Früchte von Biobauernhöfen im Piemont bzw. aus den Tropen kommen: Grom

Insider-Tipp Original oder Kopie »

Falls Ihnen die hochglanzpolierte Reiterstatue auf dem Campidoglio etwas zu neu vorkommt, sie ist nur eine Kopie (Foto). Der echte Kaiser Marc Aurel hielt die ätzenden Abgase nicht mehr aus und residiert in den Musei Capitolini

Insider-Tipp Picknick im Park »

Gina, ein Edelimbiss an der Piazza di Spagna, stellt Ihnen ein lukullisches Picknick zusammen, und Sie suchen sich ein schönes Plätzchen im Park Villa Borghese

Insider-Tipp Ultimatives Restaurant »

Das Porto Fluviale in einem früheren Lagerhaus in Ostiense erscheint wie „Soul Kitchen“ auf Italienisch. Besonders gut: der Mittagstisch!

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© Look: Pompe

Best of ...
Tolle Orte zum Nulltarif

Neues entdecken und den Geldbeutel schonen

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Blick aufs Forum »

Zu Caesars Zeiten konnten Römer wie Reisende umsonst übers Foro Romano schlendern. Heute müssen sie Eintritt zahlen. Wenn Sie nur einen Blick riskieren wollen: Links vom Campidoglio gibt es eine Treppe mit Aussicht – am schönsten ist es abends

Mit der S-Bahn ans Mittelmeer »

Roms Strandbesucher und Diskogänger wissen, wie es läuft. Der Ausflug mit der S-Bahn vom Bahnhof Ostiense ins knapp 30 km entfernte Strandbad Lido di Ostia kostet nur 1,50 Euro, ist also fast umsonst. Archäologiefans steigen eine Station früher in der Ruinenstadt Ostia Antica aus

San Pietro durchs Schlüsselloch »

Eine ungewöhnliche Attraktion besitzt der Malteserorden auf der Piazza dei Cavalieri di Malta. Noch wird keine Gebühr für den überraschenden Blick durchs Schlüsselloch des Hauptportals, das Buco di Roma, verlangt, der direkt den Petersdom im Visier hat

Klassischer Klang in Kirchen »

Verwirrend ist der Blick in die Barockkuppel von Sant’Ignazio. Alles gemalte Illusion, nichts ist echt. Die klassischen Klänge internationaler Chöre, die Sie dort hören können, sind aber wirklich und wahrhaftig – bei freiem Eintritt auf den hintersten Plätzen 

Monatlicher Kultursonntag »

Am ersten Sonntag im Monat können Sie alle staatlichen Museen umsonst besuchen. Und die Vatikanischen Museen, die größten der Welt, öffnen am letzten Sonntag im Monat ihre Pforten. Natürlich sind Sie nicht die einzigen Besucher an diesen Tagen

Sixtinische Kapelle gratis »

Wenn Sie die größte Kunstsammlung der Welt, Raffaels Stanzen und die Sixtinische Kapelle umsonst erleben wollen: Am letzten Sonntag des Monats ist der Eintritt in die Musei Vaticani frei

Best of ...
Typisch Rom

Das erleben Sie nur hier

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Aus dem Brunnen trinken »

Schon das alte Rom besaß ein gutes Wassernetz mit elf Aquädukten. Noch immer sprudelt das Trinkwasser frei aus den vielen fontanelle, den Brünnlein des Centro Storico. Machen Sie es wie die Römer: mit einer Hand die Quelle zuhalten und mit dem Mund das Wasser aus dem oberen Loch auffangen

Wo die Politiker ihr Eis holen »

Rom hat ein Dutzend gute Eisdielen, aber die Gelateria Giolitti ist Kult, da müssen Sie hin. Der Preis ist heftig, die Bedienung oft maulig. Dennoch stehlen sich nicht nur Politiker jeder Couleur nach heißen Debatten im benachbarten Parlament gern an den Tresen mit über 40 kühlen Sorten 

Die Treppe der Treppen »

Auch wenn Sie die heiter beschwingten Stufen schon tausendmal auf Fotos gesehen haben, die Scalinata di Trinità dei Monti ist doch einer der schönsten und edelsten „Sitzplätze“ überhaupt. Hier wird geflirtet, gelacht, fotografiert, philosophiert und vor sich hin geträumt

Der Mund der Wahrheit »

Alle frisch verliebten Römer pilgern zum antiken Lügendetektor, zur Bocca della Verità. Bisher hat die mannshohe Marmorfratze im Atrium von Santa Maria in Cosmedin noch nie wirklich zugebissen, wenn ihr eine schöne Lügnerin oder ein abgekochter Macho die Hand ins Maul legte – doch man weiß ja nie

Auf der Piazza essen »

In Trastevere finden Sie noch die guten alten Trattorien wie Da Augusto auf der Piazza de’ Renzi. Hier gibt es keine Speisekarte, das Tagesmenü steht auf der Tafel am Eingang, und jeder kennt Augusto, der gleich mit Brot, Wasser und Hauswein anrückt und sofort die Bestellung aufnehmen möchte

Campo de’ Fiori: Markt der Blumen und der Eitelkeit »

Die alten römischen Marktfrauen treffen Sie am Vormittag zwar immer weniger auf dem Campo de’ Fiori, Roms beliebtestem Gemüsemarkt. Doch rund um die Uhr ist und bleibt der Platz ein Szenespot. Sehen und gesehen werden ist die Devise

Best of ...
Schön, auch wenn es regnet

Aktivitäten, die Laune machen

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Galleria Alberto Sordi »

Mögen Sie exklusive Boutiquen und schöne Cafés? Jahrzehntelang war das Belle-Époque-Gebäude verfallen, jetzt ist die Shopping-Mall ihren Mailänder Schwestern wieder ebenbürtig

MAXXImales Kunsterleben »

Zwischen alten Kasernen liegt Roms ultramoderner Museumsschocker der Architektin Zaha Hadid. Die gewagten Formen des Museums für zeitgenössische Kunst, kurz MAXXI genannt, lassen Sie Zeit und Raum vergessen 

Cappuccino mit Gipsbüsten »

Die Römer trinken ihren Espresso gern am Tresen, die Touristen im Freien. Wenn es aber nieselt, ist das ehemalige Atelier Canova Tadolini des Bildhauers Antonio Canova in der Via Babuino ein schöner Ort, um im caffè zu rühren

Ab in die Katakomben »

Entdecken Sie die kilometerlangen unterirdischen Gänge mit ihren Grabnischen, die entlang der Via Appia Antica vor über 2000 Jahren in den Tuffstein gehauen wurden. Die Katakomben geben nicht nur Regenschutz, sondern auch Einblicke in Roms frühe Geschichte

Alles Schokolade »

Im trendigen Loft der alten SAID-Antica Fabbrica del Cioccolato treffen sich Singles und Pärchen bei jedem Wetter auf eine Tasse Schokolade. Wer mehr Süßes sucht, findet am Eingang köstliche Pralinen

Tram fahren mit Jazzkonzert »

Tram fahren ist stets ein regensicheres Vergnügen. Das lässt sich noch steigern, wenn Sie samstagabends eine historische Straßenbahn zum Abendessen mit Live-Jazz von der Porta Maggiore bis zum Kolosseum schaukelt, wo Sie mit Blick auf die Arena dinieren

Best of ...
Entspannt zurücklehnen

Durchatmen, genießen und verwöhnen lassen

Diese Punkte zeichnen in den folgenden Kapiteln die Best-of-Hinweise aus

Wellness mit der Prominenz »

Im Wellnesscenter Benessere des Fünf-Sterne-Hotels De Russie relaxen Sie Seite an Seite mit der römischen Prominenz. Meerwasser-Whirlpool, Sauna und Shiatsu für Stars und gewöhnliche Sterbliche

Römische Szene ganz entspannt »

Eine ideale Mischung zwischen Kaffeehaus und römischer Bar. Lassen Sie in der Enoteca Il Piccolo zusammen mit der römischen Schickeria den Tag mit einem Absacker ausklingen

Relaxen in der Mittagspause »

Vielleicht möchten Sie nach dem Sightseeing Ihre Sinne verwöhnen? Möglich ist dies im Acanto Day Spa mit 30 Minuten Schwitzbad, einem kleinen orientalischen Snack und grünem Tee. Viel Spa(ß) ab 55 Euro

In der Book Bar surfen »

Book bars wie das Emporio alla Pace liegen im Trend. Machen Sie es wie die Römer, die sich schon morgens mit Cappuccino und Zeitung in den Clubsesseln räkeln und den lieben langen Tag im Netz surfen, um abends mit Aperitif und ein paar Häppchen abzusacken

Baden in der Ewigen Stadt »

Obwohl die alten Römer die Badekultur in den Thermen erfunden haben, sind Schwimmbäder heute rar und überteuert. Wenn Sie nicht in die exklusiven Pools der Luxushotels eintauchen wollen, können Sie von Juni bis September in die Piscina delle Rose gehen und dort auch gleich das Wellnesscenter nutzen

Die Lust auf der Piazza »

Pflastermüde? Dann ist es jetzt Zeit, um sich einen latte macchiato in einem der zahlreichen Cafés an der Piazza Navona zu gönnen. Es ist ein Platz der reichen Selbstdarsteller und armen Artisten, der Flaneure und Händler, denen die Flussgötter von Berninis Vierströmebrunnen seit Jahrhunderten ungerührt zuschauen 

Auftakt

Entdecken Sie Rom!

© huber-images: S. Kremer

Fontana di Trevi

Ganz großes Kino! Sie steigen aus dem dunklen, leicht schäbigen Schacht der Metrostation Linie B die Treppen hoch, drängen sich durchs Drehkreuz hinaus ins gleißende Tageslicht, und da liegt es plötzlich vor Ihnen: ein kompaktes vierstöckiges Gemäuer – das Kolosseum. Zum Anfassen! Auch wenn Geschichte nicht gerade Ihr Lieblingsfach war, die steinerne Präsenz des fast 2000 Jahre alten Amphitheaters, wo Tausende Gladiatoren und wilde Tiere auf ein Handzeichen des römischen Kaisers blutig niedergemetzelt wurden, lässt einen auch heute noch schaudern.

Gehen Sie entspannt weiter vom Kolosseum über die breite Via dei Fori Imperiali bis zur Piazza Venezia. Ob zu Fuß, mit dem Linienbus, mit dem Fahrrad oder dem Segway: Wieder tauchen Sie ganz nebenbei in die Geschichte ein und kreuzen die Wege von Caesar und Cicero, die sich einst zu ihrem Arbeitsplatz im Senat des Forum Romanum begaben. In den Sommernächten werden die Ruinen der Regierungszentrale des alten Roms magisch erleuchtet, vielleicht klingen die Musikfetzen eines Rockkonzerts aus dem Circus Maximus herüber, wo einst die großen, wilden Wagenrennen wie im Hollywoodfilm „Ben Hur“ stattfanden. Was die PS-Wagenrennen von heute betrifft: Weite Teile der Via dei Fori Imperiali sind für den Autoverkehr gesperrt. Deshalb promenieren die Römer so gern abends an diesem historischen Hotspot vorüber, um dann in die Gassen des hippen Nachtviertels Monti, das gleich hinter den Säulen des Augustus-Forums liegt, einzutauchen: um eine knusprige Pizza im Freien zu essen, um in einer green bar wie Aromaticus mit veganen Häppchen zu chillen oder in einer der super Eisdielen ein gelato al limone zu probieren. In Rom liegt alles greifbar nebeneinander: das Erhabene und das Banale, Schönheit und Nepp, 3000 Jahre stolze Geschichte, antiker Marmor und hin und wieder stinkender Müll an den Straßenecken.

Die Piazza liefert das pralle römische Leben

Schicke, flache Sandalen oder Laufschuhe? Das holperige römische Kopfsteinpflaster ist nichts für Highheels oder zu hohe Plateaupumps. Aber es lohnt sich, Rom zu Fuß zu erobern. Entdecken Sie „La grande Bellezza“, wie der oscarprämierte italienische Kultfilm heißt: die große dekadente Schönheit Roms. Und wo findet man die? Auf der Piazza. Sie ersetzte den Römern schon immer das Wohnzimmer, denn viele junge Leute leben in Plattenbauten an der Peripherie oder eng an eng bei der mamma oder Schwiegermutter, weil sie sich die Mieten im historischen Zentrum nicht mehr leisten können. Die Piazza aber liefert das pralle römische Leben: Markt, Jahrmarkt, Café-Bar und Nachrichtenbörse, Flirtplatz, Showroom des guten Geschmacks und Circus Maximus der Eitelkeit. Hier können die Italiener einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen und bella figura machen. Das ist die römische Art von supercool: mit unnachahmlicher Eleganz dem banalen Alltag enthoben herumzustehen und beiläufig hübschen Touristinnen nachzuschauen.

© huber-images: J. Lawrence

Die riesige Rotunde des Pantheon: klassische Architektur in Perfektion

Papst Franziskus, der neue Magnet im Vatikan

Finden Sie die Piazza, die zu Ihnen passt. Die größte, pompöseste und meistfotografierte Piazza ist natürlich der Petersplatz – und Papst Franziskus der neue Magnet im Vatikan. Wenn der argentinische Oberhirte zu Ostern und an Weihnachten vom Balkon seinen feierlichen Segen urbi et orbi, zu Deutsch „für die Stadt und den Erdkreis“ spricht oder nach Generalaudienzen im Papamobil scherzend über den Petersplatz fährt, fühlen sich auch nicht so religiöse Menschen von der heiteren Atmosphäre berührt. Zum Heiligen Jahr 2016 schritten allein 20 Millionen Pilger durch die Heilige Pforte, die nur alle 25 Jahre geöffnet wird und sonst vermauert bleibt. Selbst die Fußballer der Deutschen Nationalmannschaft mit Trainer Jogi Löw machten jüngst einen spirituellen Besuch bei Franziskus, der selber ein bekennender Fußballfan ist.

Übrigens, auch die heute von eleganten Straßencafés gesäumte Piazza Navona ist ein Werk der Päpste. Ein geglücktes Stück Architektur, lang gestreckt und doch geschlossen, lebenslustig, farbig und Emotionen weckend. Papst Innozenz X. schenkte seiner geliebten Schwägerin Olimpia nicht nur den Pamphilj-Palast, wo heute die brasilianische Botschaft sitzt, sondern legte ihr gleich die ganze Piazza Navona zu Füßen – gebaut auf den Ruinen einer antiken römischen Wettkampfarena. Reiche Adelige und Kirchenfürsten setzten die antiken Wettspiele im 17. Jh. fort. Auch die Geliebte des Papsts feuerte aus den Fenstern ihres Palasts die Kampfspiele an. Wo Sie heute Kaffee trinken, rasten Reiter wie beim Palio in Siena über die Bahn, Stierkämpfe tobten nach klassischem Vorbild, und für Seeschlachten mit Miniaturschiffen wurde die Piazza gewässert. Donna Olimpia aber besaß nicht nur die Gunst ihres Papsts, sondern auch einen guten Geschmack. Sie war es, die das Barockgenie Gianlorenzo Bernini mit dem Bau des eleganten Vierströmebrunnens beauftragte. Gönnen Sie sich ein paar Augenblicke vor dem plätschernden Prunkstück der Piazza. Abend für Abend entfaltet sich hier eine Bühne für Straßenkünstler, Porträtmaler, Kartenleser oder goldbemalte Artisten, die reglos wie ein Standbild in der schönen Szenerie verharren.

Auf der nächtlichen Piazza della Rotonda vor dem Pantheon treffen sich römische Schickeria, Stars, A- bis C-Promis und Politiker ganz leger, in schwarzem Hemd und weißem Sommerleinen, um nach einem aperitivo in den teuren Restaurants zu verschwinden. Die ragazzi aus der Vorstadt decken sich lieber vorher in der Via del Seminario mit tramezzini (Sandwiches) und panini (Brötchen) ein und setzen sich vor den ältesten Tempel Roms, laut Inschrift von Konsul Agrippa zu Zeiten Kaiser Augustus’ gebaut. In Wirklichkeit ist nur die Inschrift echt, das Monument mit der Kuppel, das so gravitätisch vor Ihnen liegt, wurde 100 Jahre später errichtet. Aber was machen schon die paar Jährchen bei einer fast 2000 Jahre alten Schönheit aus?

Abends trifft man sich am Campo de’ Fiori

Vielleicht zieht es Sie mehr zum Campo de’ Fiori, dem bunten Obst- und Gemüsemarkt Roms, der immer mehr von Klamottenständen bedrängt wird. Die fiori, Blumen, gibt es hier auch, aber vorherrschend ist der Duft von Orangen, Zitronen, Fisch und Meeresfrüchten. Abends, wenn der Markt abgebaut ist, dominieren orangefarbene Aperitifs in den Gläsern: Bei Sonnenuntergang trifft man sich hier und in den umliegenden Gassen zum Campari oder Aperol Spritz, worüber sich besonders die Mailänder Spirituosenfirma Cinzano alias Gruppo Campari freut. Auch in den Gassen um den Campo de’ Fiori kann man gut sitzen und speisen.

Roms größtes Dorf Trastevere, also jenseits des Tibers, lohnt nicht nur für einen Trattoriabesuch oder einen Ausflug ins Nachtleben. Auch wenn Trastevere durch die Gentrifizierung etwas von seiner Patina verlor, Sie finden noch immer viele romantische Ecken mit plätschernden Brunnen, gescheckten Katzen, die auf Mauern und Mülltonnen Siesta halten, und alten Römern, die in Sommernächten in Bademantel und Pantoffeln vor ihrem Haus sitzen und plaudern. Ansonsten boomt das einstige Arbeiterviertel bei jungen Selbstständigen, die sich ihre winzigen Wohnungen modern ausgebaut haben und doch den römischen Lebensstil pflegen: Sie holen sich morgens trotz iPad die Zeitung am Kiosk, trinken ihren Espresso nur bei ihrem barista und kaufen nicht im Supermarkt, sondern beim kleinen alimentari oder gleich auf dem Fressalienmarkt Piazza S. Cosimato ein.

Und wo wandelt das geistliche Rom? Gleich hinterm Pantheon in der Via Santa Chiara, zwischen der efeuumrankten Piazza dei Caprettari und der Piazza di Minerva, wo ein kleiner Elefant von Barockgenie Bernini einen viel zu großen Obelisken trägt. Hier liegt der Showroom der geistlichen Mode, denn es gibt hier alles, was das fromme Herz begehrt: von lilafarbenen Bischofsroben über dezente graue Dessous für Nonnen bis zu kleidsamen Kutten mit eingenähter Handy-Tasche. „Seit über zweihundert Jahren zu ihren Diensten“, wirbt etwa Annibale Gammarelli, die Hofschneiderei des Vatikans in der Via Santa Chiara. Auch Papst Franziskus lässt hier seine Soutanen nähen, aber beim viel beschäftigten Oberhirten kommt Gammarelli gern ins Haus, also in den Vatikan.

Bei so viel Traditionen hat die Moderne es schwer. In einer Stadt, in der sich ein Barockpalast an den anderen reiht, und wo Marmor, Schutt und Scherben der Jahrtausende konkurrieren, müssen sich avantgardistische Bauten erst einmal gegen Berninis Kolonnaden auf dem Petersplatz oder gar das Kolosseum beweisen. Immerhin, das MAXXI, Zaha Hadids revolutionäres Museum des 21. Jhs., das wie eine Sommerwolke über dem alten Kasernengelände im Flaminioviertel schwebt, hat es geschafft. Ähnlich wie das futuristische Auditorium Parco della Musica von Renzo Piano, das – einst belächelt – heute Musikfans aus aller Welt anzieht. Auch mit dem gläsernen Überbau des Friedensaltars von Kaiser Augustus, den der amerikanische Stararchitekt Richard Meier entwarf, haben sich die Römer arrangiert. Aber ein Arrangement bedeutet nicht unbedingt die große Liebe.

Es gibt die eine, von allen heiß geliebte Piazza in Rom, der auch Sie sich schwer entziehen können, obwohl sie klein, unscheinbar und schrecklich voll ist. Denn hier ergießt der wohl berühmteste Brunnen Italiens, die Fontana di Trevi, seine sprudelnden Wasser ins weite, flache Becken. Vom ersten Morgenlicht bis spät in die Nacht drängen sich Menschen mit glücklichen Gesichtern vor der barocken Gischt. Liegt es am Mythos des Films dolce vita, wo sich Marcello Mastroianni und Anita Ekberg in einer kalten Februarnacht in die tosenden Fluten stürzten oder an dem Brauch, eine Münze in den Brunnen zu werfen, um wiederzukehren? Finden Sie es heraus!

© DuMont Bildarchiv: Zolten Nagy

Rudern im Park Villa Borghese, der grünen Lunge Roms, kann sehr romantisch sein

Im Trend

In Rom gibt es viel Neues zu entdecken. Das Spannendste auf diesen Seiten

Radfahren alla romana

Ciclisti

„Das Fahrrad für die sieben Hügel“ lautet die clevere Werbung für Elektroräder, die von der Firma Ecovia neuerdings vermietet werden. Die flotte Vespa ist und bleibt das liebste Fahr- und Spielzeug der Römer, aber es verpestet halt die Luft. Fahrradfahren ist sportlich angesagt, aber die Tour der sieben Hügel bergauf, bergab war vielen Römern bisher zu mühsam. Doch auf dem E-Bike geht’s ohne Schweißperlen auf der Stirn, ob auf dem Weg ins Büro, zum Markt oder beim Ausflug ins Grüne. Rom hat gegenüber anderen europäischen (Fahrrad-)Metropolen enorm aufgeholt. Es gibt jetzt Radwege längs des Tibers, Bikesharing (www.bikesharing.roma.it) und Radverleihe. Prachtstraßen wie die Via dei Fori Imperiali oder die Via Appia Antica werden besonders an Sonn- und Feiertagen konsequent verkehrsberuhigt. Fahrradkarten unter www.romainbici.it.

Lowbrow-Art

Alltagskultur und Antikultur

Kunsttrends für jedermann, ohne aufwendigen Showstyle und Galeristen mit hochgezogener Braue! Lowbrow – englisch für „anspruchslos", aber auch "geschmacklos“ – entstand als eine weltweite Kunstbewegung aus dem Underground, die sich aus der Welt der Comics, Punkkultur und anderen Subkulturen bedient. Neben digitalter Kunst und Skulpturen gibt’s gedruckte Lowbrow-Werke auch auf T-Shirts und Spielzeugen. Ganz dem Pop-Surrealismus widmet sich die Dorothy Circus Gallery (Via dei Pettinari 76 | www.dorothycircusgallery.com) von Alexandra Mazzanti und Jonathan Pannacciò. Vertreter des Genres sind insbesondere Mauro Sgarbi (www.maurosgarbi.com) und Ania Tomicka (www.aniatomicka.com), die ihre Illustrationen u. a. in der Mondo Bizzarro Gallery (Via degli Equi 18A) präsentiert.

Bei Römern zu Gast

Cene romane

Sie suchen echte römische Atmosphäre? Der neuste Trend heißt: römische Gemütlichkeit. Über 50 Römer bieten neuerdings ihre Gastfreundschaft (ab 30 Euro/Pers.) in den eigenen vier Wänden an. Die Internetplattform www.ceneromane.com koordiniert das Abendessen, Sie als Gast bewerten hinterher die interkulturelle Initiative. Auch in römischen Literaturcafés kann man gemütlich abhängen, etwa im Libreria Caffè Bohemien (Via degli Zingari 36). Und im Emporio alla Pace (Via della Pace 28 | www.lemporioallapace.com) machen es sich die jungen Römer schon morgens mit ihrem Laptop in den plüschigen Sesseln bequem, lesen alternative Zeitschriften, essen mittags einen Snack oder Salat und bleiben mit einem Mojito oder Glas Rosé bis spät in die Nacht sitzen.

Duftes Rom

Die Welt des Parfüms

Die L’Olfattorio Bar à Parfums (Via di Ripetta 34 | www.olfattorio.it) sieht aus wie eine moderne Bar, aber statt Drinks werden hier Duftnoten gereicht. Rose, Moschus, Sandelholz – schnuppern Sie sich durch rund 200 Proben und stellen Sie Ihren persönlichen Duft zusammen. Die erste Parfümgalerie Roms heißt Campomarzio70 (Via di Campo Marzio 70 | www.campomarzio70.it). Hier können Sie das Parfümeur-Handwerk in einem Workshop einmal selbst ausprobieren. Ihre Nase hat noch nicht genug? Dann geht es jetzt noch in den Duftgarten des L’Orto Botanico di Roma (Largo Cristina di Svezia 24). Der insgesamt zwölf Hektar große botanische Garten ist ein Genuss für sämtliche Sinne.

Fakten, Menschen & News

Hausboote, Monarchie und die Snackkultur: Charakteristisches, Bemerkenswertes und Kurioses in der Grachtenstadt

© R. Freyer

Kolonnaden der Piazza San Pietro

Brautpaare Auf Dem Kapitol

„Wo wollen wir den glücklichsten Moment unseres Lebens erleben?“ ist die Frage aller Fragen bei vielen Heiratswilligen. Früher gaben sich die römischen Brautpaare in einer der vielen Kirchen Roms das Jawort, heute bevorzugen die meisten ein matrimonio civile, zumal das beliebteste römische Standesamt im Senatorenpalast auf dem Kapitol, einem der magischsten Plätze der Welt, liegt; hier heiraten auch Stars und Politiker, oft ist es die zweite Ehe, bei Italienliebhaber Joschka Fischer war es sogar Hochzeit Nr. 5.

2016 zelebrierte Bürgermeisterin Virginia Raggi die erste Homo-Ehe zwischen dem türkischen Filmregisseur Ferzan Özpetek und seinem italienischen Gefährten, nachdem das italienische Parlament Homo-Ehen legitimiert hatte. Hübsch für die Fotografen wie für Zuschauer: Wenn sich das Brautpaar nach der Eheschließung unter der segnenden Hand des römischen Kaisers Mark Aurel küsst. Das echte Standbild steht zwar in den Kapitolinischen Museen gleich nebenan, aber die Bronzekopie ist auch fotogen.