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Produkt-ISBN: 9783956541636
Inhaltsverzeichnis
Zusätzliche Informationen
Languedoc-Roussillon: Die Vorschau
Hintergründe & Infos
Landeskunde & Reisepraktisches
Landschaft und Geographie
Klima und Reisezeit
Flora, Fauna und Naturschutz
Wirtschaft und Bevölkerung
Politik
Verwaltung
Brauchtum, Feste und kulturelle Veranstaltungen
Geschichte
Literaturtipps
Anreise
Mit dem Auto oder Motorrad
Mit dem Zug
Preise
Weitere Anreisemöglichkeiten
Unterwegs in der Region
Mit dem eigenen Fahrzeug
Mit der Bahn
Mit dem Bus
Mit dem Taxi
Mit dem Schiff
Mit dem Fahrrad
Übernachten
Hotels
Ferienhäuser und -wohnungen
Jugendherbergen
Camping
Essen und Trinken
Südfranzösische Tafelfreuden
Wein
Outdoor, Sport und Strände
Angeln und Fischen
Baden
Canyoning
Drachenfliegen und Gleitschirmfliegen
FKK
Golf
Kanu- und Wildwassersport
Klettern
Pétanque („Boule“)
Reiten
Segeln und Surfen
Skifahren
Strände
Tauchen
Tennis
Wandern und Bergsteigen
Wissenswertes von A bis Z
Adressen
Diplomatische Vertretungen
Dokumente
Feiertage
Fotografieren
Geld
Gesundheit
Haustiere
Heißluftballons
Information
Internet
Jagd
Kriminalität
Landkarten
Märkte
Menschen mit Behinderung
Notruf
Öffnungszeiten
Post (La Poste)
Radio
Rauchen
Reisegepäckversicherung
Rugby
Sprache und Sprachkurse
Stierkampf
Strom
Telefonieren
Thalassotherapie
Trinkgeld
Waldbrände
Zeitungen/Zeitschriften
Zollbestimmungen
Languedoc-Roussillon
Ardèche und Cèze
Gorges de l’Ardèche
Vallon-Pont-d’Arc
La Route des Gorges de l’Ardèche
Saint-Martin-d’Ardèche
Gorges de la Cèze
Bagnols-sur-Cèze
Chartreuse de Valbonne
La Roque-sur-Cèze
Goudargues
Cornillon
Montclus
Lussan
Château d’Allègre
Saint-Ambroix
Barjac
Labastide-de-Virac
Orgnac l’Aven
Im Tal der Rhône
Pont-Saint-Esprit
Vénéjan
Saint-Laurent-des-Arbres
Villeneuve-lès-Avignon
Beaucaire
Petite Camargue
Saint-Gilles
Vauvert
Le Cailar
Lunel
Aigues-Mortes
La Grande-Motte
Le Grau-du-Roi
Port-Camargue
Rund um Nîmes und Uzès
Uzès
Pont du Gard
Collias
Castillon-du-Gard
Nîmes
Sommières
Cevennen
Nordcevennen
Mende
Umgebung von Mende
Langogne
Châteauneuf-de-Randon
Lanuéjols
Marvejols
La Canourgue
Rund um den Mont Lozère
Le Pont-de-Montvert
La Garde-Guérin
Villefort
Génolhac
Florac
Gorges du Tarn
Ispagnac
Sainte-Enimie
Saint-Chély-du-Tarn
La Malène
Les Vignes
Le Rozier/Peyreleau
Chaos de Montpellier-le-Vieux
Causse Méjean
Millau
Roquefort-sur-Soulzon
Gorges de la Jonte
Meyrueis
Südcevennen
Alès
Château de Portes
Rousson
Vézénobres
Anduze
La Bambouseraie de Prafrance
Mas Soubeyran
Saint-Jean-du-Gard
Saint-Germain-de-Calberte
Mont Aigoual
Gorges de la Dourbie
Causse du Larzac
Sainte-Eulalie-de-Cernon
La Cavalerie
La Couvertoirade
Le Caylar
Le Vigan
Ganges
Gorges de la Vis
Cirque de Navacelles
Sauve
Saint-Hippolyte-du-Fort
Saint-Martin-de-Londres
Hérault
Montpellier
Umgebung von Montpellier
Palavas-les-Flots
Maguelone
Carnon-Plage
Castries
Sète
Bassin de Thau
Agde und Cap d’Agde
Pézenas
Abbaye de Valmagne
Saint-Pons-de-Mauchiens
Paulhan
Montagnac
Caux
Château-Abbaye de Cassan
Château de Grézan
Margon
Béziers
Umgebung von Béziers
Sérignan
Valras-Plage
Oppidum d’Ensérune
Capestang
Quarante
Abbaye de Fontcaude
Murviel-lès-Béziers
Lodève
Saint-Michel-de-Grandmont
Lunas
Lerab Ling
Saint-Guilhem-le-Désert
Clermont-l’Hérault
Villeneuvette
Cirque de Mourèze
Salasc
Lac du Salagou
Haut Languedoc
Bédarieux
Villemagne-l’Argentière
Hérépian
Lamalou-les-Bains
Gorges de Colombières
Gorges d’Héric
Bardou
Olargues
Roquebrun
Saint-Pons-de-Thomières
La Salvetat-sur-Agout
Minerve
Aude - im Katharerland
Narbonne
Die Küste vor Narbonne
Gruissan
Montagne de la Clape
Narbonne-Plage
Hinterland von Narbonne
Bize-Minervois
Le Somail
Abbaye de Fontfroide
Südlich von Narbonne
Sigean
Réserve africaine de Sigean
Port-la-Nouvelle
Peyriac-de-Mer
Bages
Carcassonne
Nördlich von Carcassonne
Conques-sur-Orbiel
Villeneuve-Minervois
Gorges du Clamoux
Gouffre Géant de Cabrespine
Lastours
Mas-Cabardès
Cascade de Cupserviès
Caunes-Minervois
Rieux-Minervois
Siran
Castelnaudary
Umgebung von Castelnaudary
Saint-Papoul
Bram
Fanjeaux
Montolieu
Saissac
Abbaye de Villelongue
Limoux
Alet-les-Bains
Lagrasse
Villerouge-Termenès
Cucugnan
Château de Quéribus
Château de Peyrepertuse
Duilhac
Gorges du Verdouble
Gorges de Galamus
Pic de Bugarach
Padern
Tuchan
Durban-Corbières
Quillan
Lapradelle/Puilaurens
Axat
Puivert
Chalabre
Montségur
Mirepoix
Rennes-le-Château
Musée des Dinosaures
Arques
Roussillon und Pyrenäen
Vallée de la Têt
Ille-sur-Têt
Prades
Molitg-les-Bains
Abbaye de Saint-Michel-de-Cuxa
Villefranche-de-Conflent
Olette
Corneilla-de-Conflent
Vernet-les-Bains
Abbaye de Saint-Martin-du-Canigou
Pic du Canigou
Les Aspres
Thuir
Castelnou
Prieuré de Serrabone
Cerdagne
Mont-Louis
Font-Romeu
Llívia
Dorres
Llo
Capcir
Formiguères
Lac des Bouillouses
Vallée du Tech
Céret
Amélie-les-Bains
Arles-sur-Tech
Prats-de-Mollo
Perpignan
Rund um Perpignan
Südlich von Perpignan
Cabestany
Elne
Les Albères
Saint-Génis-des-Fontaines
Saint-André-de-Sorède
Sorède
Saint-Martin-de-Fenollar
Prieuré Santa Maria del Vilar
Le Perthus
Fort de Bellegarde
Nördlich von Perpignan
Salses-le-Château
Fitou
Tautavel
Cirque de Vingrau
Côte Radieuse
Leucate
Port-Leucate
Port-Barcarès
Canet Plage
Saint-Cyprien-Plage
Côte Vermeille
Argelès-sur-Mer
Collioure
Port-Vendres
Banyuls-sur-Mer
Cerbère
Port Bou
Kleiner Wanderführer für Languedoc-Roussillon
Wanderung 1: Zum Pont du Gard
Wanderung 2: Auf dem Sentier des Menhirs
Wanderung 3: Über den Schluchten des Tarn und der Jonte
Wanderung 4: Durch das Chaos de Montpellier-le-Vieux
Wanderung 5: Zu den Przewalski-Pferden
Wanderung 6: Durch das Chaos de Nîmes-le-Vieux
Wanderung 7: Zur Quelle der Vis
Wanderung 8: Auf den Pic Saint-Loup
Wanderung 9: Durch den Cirque de l’Infernet zur Eremitage Notre-Dame-de-Grâce
Wanderung 10: Auf dem Sentier Cathare zum Château de Quéribus
Wanderung 11: Circuit du Moulin de Ribaute
Wanderung 12: Auf den Pic de Bugarach
Wanderung 13: Durch die Gorges de la Carança
Wanderung 14: Vom Lac des Bouillouses zum Pic Carlit
Etwas Französisch
Speiselexikon
Index
Alles im Kasten
Das Land der Troubadours
Das Nachleben der Katharer
Der Krieg der Winzer
Abstecher nach Lyon
Von den Beschwerden des Reisens
Freiheit für die Beine!
Unterkunftstipps von anno dazumal
Okzitanisch - eine tote Sprache?
Grotte Chauvet: Eine sixtinische Kapelle der Urzeit
Ein El Dorado für Höhlenliebhaber
Ein Konterrevolutionär
Die Rhône als Grenze?
Das Motto der Kartäuser: gemeinsam einsam
Ein Messebesuch mit Folgen
Straßen für die Ewigkeit
Das Massaker von Aigues-Mortes
Course Camarguaise - Stierkampf auf Französisch
Ausgedehntes Badevergnügen
Berühmte Dichter in Uzès
Wandern und Baden am Gardon
Sintflut in Nîmes
Denim - eine amerikanische Karriere
Wasser ist nicht gleich Wasser
Lawrence Durrell und die Magie des Südens
Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson durch die Cevennen
Hauptmann Merle bevorzugt die Nacht
Alfred Döblins Schicksalsreise
Die Bestie des Gévaudan
Aubrac - menschenleere Einöde
Parc National des Cévennes
Romantischer Zivildienstleistender statt Kreuzritter?
Die Legende der heiligen Enimie
Mongolische Einwanderer in den Cevennen
Durch das Hugenottenland nach Saint-Jean-du-Gard
Mit der Dampfeisenbahn von Saint-Jean-du-Gard nach Anduze
José Bové, der Asterix von Millau
Seide - der Goldfaden der Cevennen
Montpelliers schöne Frauen
Eine Universitätsstadt mit 800-jähriger Tradition
Aufstieg und Fall des Jacques Cœur
Georges Brassens - ein Volksheld aus Sète
Molière in Pézenas
Held der Résistance: Jean Moulin
Die Vision des Paul Riquet
Canal du Midi
Wandern am Canal du Midi
Abschwören oder Scheiterhaufen
Wandern durch das Katharerland
Proteste einer unerwünschten Minderheit
37,2° am Morgen
Die heilige Kunst der Zisterzienser
Die Dame Carcas und das Schwein
Austreten mit Henry Miller
Viollet-le-Duc - der Prophet der Gotik
Ein Klassiker: Cassoulet aus Castelnaudary
Sentier Sculpturel Mayronnes
Mit dem Zug durch das Katharerland
Die Endura - freiwillig auf den Weg zu Gott
Auf der Suche nach dem verlorenen Schatz
Das traurige Schicksal der schönen Königstochter Pyrène
Der Festungsbaumeister des Sonnenkönigs
Le Petit Train Jaune
Ein glücklicher Wanderer
Taillades Fluidaltheorie
Mit religiöser Inbrunst: Die Karfreitagsprozession von Perpignan
„Geistige Ejakulationen“ im Bahnhof von Perpignan
Konzentrationslager im sonnigen Süden
Raubtiere in Collioure
Kartenverzeichnis
Agde
Alès
Ardèche und Cèze
Aude Nord
Beaucaire
Béziers
Carcassonne
Castelnaudry
Céret
Collioure
Départements
Florac
Gard
Haut Languedoc
Hérault
Küste von Narbonne
Küste von Perpignan
Lodève
Massif du Canigou
Mende
Millau
Montpellier Übersicht
Narbonne
Narbonne Kathedrale
Nîmes
Nordcevennen
Perpignan
Petite Camargue
Pézenas
Prats-de-Mollo
Pyrenäen
Saint Gilles - Eglise Saint Gilles: Westfassade
Sète
Sommières
Südcevennen
Tal der Rhône
Uzès
Wanderung 1: Zum Pont du Gard
Wanderung 10: Auf dem Sentier Cathare zum Château de Quéribus
Wanderung 11: Circuit du Moulin de Ribaute
Wanderung 12: Auf den Pic de Bugarach
Wanderung 13: Durch die Gorges de la Carança
Wanderung 14: Vom Lac des Bouillouses zum Pic Carlit
Wanderung 2: Auf dem Sentier des Menhirs
Wanderung 3: Über den Schluchten des Tarn und der Jonte
Wanderung 4: Durch das Chaos de Montpellier-le-Vieux
Wanderung 5: Zu den Przewalski-Pferden
Wanderung 6: Durch das Chaos de Nîmes-le-Vieux
Wanderung 7: Zur Quelle der Vis
Wanderung 8: Auf den Pic Saint-Loup
Wanderung 9: Durch den Cirque de l'Infernet zur Eremitage Notre-Dame-de-Grâce
Weinanbaugebiete
Zusätzliche Informationen
GPS Mittels GPS kartierte Wanderung. Waypoint-Dateien zum Downloaden unter: www.michael-mueller-verlag.de/gps
Ökotipp: Mit diesem Hinweis haben unsere Autoren Betriebe hervorgehoben, die sich bemühen, regionalen und nachhaltig erzeugten Produkten den Vorzug zu geben.
Die in diesem Reisebuch enthaltenen Informationen wurden vom Autor nach bestem Wissen erstellt und von ihm und dem Verlag mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Dennoch sind, wie wir im Sinne des Produkthaftungsrechts betonen müssen, inhaltliche Fehler nicht mit letzter Gewissheit auszuschließen. Daher erfolgen die Angaben ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Autors bzw. des Verlags. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für mögliche Unstimmigkeiten. Wir bitten um Verständnis und sind jederzeit für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar.
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Vielen Dank! Der Autor dankt Patricia de Pouzilhac, Mélanie Boisset, Aurélie Mailhac, Laurent Château, Caroline Ducasse, Elisabeth Robert, Françoise Cros, Pascale Gimenez und Brigitte Donnadieu sowie für Tipps und Briefe von: Charly Amend, Dr. Bruno Bartscher, Matthias Bauer, Britta Baumann, Sabine Becht, Axel Becker, Ruth Bipp, Harald Bittner, Detlef Bluhm, Martin Blust, Stefan Böhm, Andreas Bonnat, Dr. Gislinde Bovet, Andrea Bremer, Johannes Brenner, Silvia Bürer, Dorothea und Reiner Cattarius, Brigitta Derenthal, Georg Derks, Philomena Desax-Simeon, Petra Deutsch, Heinz Dörr, Jochen Eberle, Olga Feger, Sybille Feith, Dr. Thomas Gall, Achim Ginsberg, Mechtild Gunkel, Barbara Granderath, Kuno Gurtner, Hendrik Justi, Wolfgang Hänisch, Christian Haider, Christine Heinkele, Jan Peter Henkels, Viola Hoyer, Frank Hummel, Axel Holst, Claudia Horst, Olaf Hopfgarten, Simon Jörg, Frederiko Jones, Petra Jung, Dr. Monika Kepples, Nadin Klomke, Lisa Kniesburgers, Tilmann Köhler, Helene Körner, Stefan Kotzur, Monika Krämer, Renate Krath, Dominik Krill, Evelyn Kröger, Karin Künstner, Stefan Kuhlen, Fabian und Dr. Katrin von Laffert, Dirk Lange, Sabine Lauble, Toralf Laue, René Lemaire, Christian Lenneis, Andrea Lindner-Dieroff, Rosemie Mailänder, Sonja Meschede, Anne Möbert, Hildegard und Hans-Dietrich Münstermann, Jürgen Münzer, Monika Neuner, Susanne Neynaber, Julia Niedermeyer, Klaus Nitz, Roswitha Och, Elke und Claude Olinger, Ursula und Klaus Oplik, Angelika, Orth, Roland Otte, Dr. Georg Pahlke, Udo Parnitzke, Dorothee Patzwahl, Margit Pfefferkorn, Anja Pielhau, Heide Rehbock, Joseph Reich, Klaus Reiß, Wolfgang Röhrig, Bernd Schenk, Jörg Schlecht, Clemens Schmahl, Dr. Christoph Schmidt, Uwe Schmidt, Isabel Schmidt-Mappes, Marian Schneider, Uwe Schumacher, Christian Schuster, Nanette von Schwanenflügel, Silvia Schwer, Horst Siegel, Dieter Sindlinger, Prof. Dr. Hubert Speidel, Stefanie Spitzner, Dr. Christl und Kurt Stark, Fiete Stegers, Dr. Ronald in der Stroth, Michael Take, Rainer Thoma, Katrin und Jens Thomas, Dr. Gérard Turbanisch, Dieter Vogel, Paul Vogt, Elfriede Voller, Prof. Dr. Friedrich Ernst Wagner, Robert Weber, Ildiko Weiß, Joseph Weiß, Barbara Wellner, T. Wend, Clemens-Walter Werner, Anja Wessel, Andreas Wiegel, Alexander Willig, Stephan Winiger, Rainer Winkler, Achim von Winterfeldt, Georg Wittmann, sowie Rainer Ziegler.
Impressum
Text und Recherche: Ralf Nestmeyer Lektorat: Carmen Wurm, Sabine Senftleben (Überarbeitung) Redaktion: Annette Melber Layout: Mirko Graf Karten: Judit Ladik, Benedikt Neuwirth, Michaela Nitzsche Fotos: Ralf Nestmeyer GIS-Consulting: Rolf Kastner Grafik S. 12/13: Johannes Blendinger Covergestaltung: Karl Serwotka Covermotive: oben: Gorges de Galamus unten: Abbaye de Saint-Martin-du-Canigou gegenüberliegende Seite: Brücke von Le Pont-de-Montvert
7. Komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage 2015
Unterwegs mit Ralf nestmeyer
Noch immer gibt es sie, die verträumten kleinen Dörfer in den Corbières oder in den Cevennen, wo ein klappriger R 4 um die Ecke biegt, während man sich auf der Terrasse eines Landgasthofs an einem bodenständigen Menü erfreut und das letzte Stückchen Käse mit einem Schluck Rosé genießt. La France profonde, die Seele des bäuerlichen Frankreichs, ist im Languedoc-Roussillon noch gegenwärtig. Die Landschaft der spärlich besiedelten Cevennen mit ihren Causses und den Gorges du Tarn begeisterten mich schon bei meiner ersten Reise auf Anhieb. Andere Regionen wie den Haut Languedoc und die Täler der Pyrenäen lernte ich erst Jahre später kennen und lieben, ebenso die Gegensätze zwischen dem quirligen Montpellier und der Kleinstadtidylle von Sommières. Ich schätze die Spaziergänge an den schier endlos langen Sandstränden, doch zum Baden ziehe ich die Vis oder die Ardèche vor - es gibt wohl keine andere französische Region, die mit so vielen glasklaren Flüssen aufzuwarten weiß. Da träumt man dann schon mal unter den schattigen Arkaden von Uzès, wie es wohl wäre, dauerhaft in diesem von Sonne und Kultur verwöhnten Landstrich zu leben ...
Bon voyage!
Languedoc-Roussillon: Die Vorschau
Reizvolle Städte und Dörfer
Nicht nur die benachbarte Provence, auch das Land zwischen Pyrenäen, Cevennen und dem Mittelmeer besitzt eine urbane Tradition, die bis in die Römerzeit zurückreicht. In Narbonne und vor allem in Nîmes ist diese große Vergangenheit noch deutlich zu spüren. Freunde des Mittelalters werden an dem Städtchen Carcassonne, das schon Walt Disney inspiriert hat, ihre helle Freude haben, und Perpignan darf sich stolz rühmen, früher die Residenz der mallorquinischen Könige gewesen zu sein. Zu den eindrucksvollsten Festungsstädten zählen der Kreuzfahrerhafen Aigues-Mortes, eine mittelalterliche Planstadt, sowie Villefranche-de-Conflent, ein Bollwerk aus der Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Zum Pflichtprogramm gehören auch Uzès und Sommières, die mit kleinstädtischem Flair bezaubern und einen Gegensatz

zum quirligen Montpellier mit seinem postmodernen Antigone-Viertel bilden. Nicht zu vergessen verträumte kleine Städte und Dörfer wie La Canourgue, Saint-Chély-du-Tarn oder das für seinen Wein bekannte Minerve. Wer ans Meer fährt, sollte den Fischereihafen Sète und das katalanische Banyuls-sur-Mer besuchen.
Kunst und Kultur
Die Region Languedoc-Roussillon, die sich westlich der Rhône bis hinunter zu den Pyrenäen erstreckt, ist eine der ältesten französischen Kulturlandschaften. Freunde klassischer Altertümer finden nirgendwo außerhalb Italiens mehr römische Bauten vor als in Südfrankreich; manche Monumente wie der Pont du Gard sind gar einzigartig, doch auch das sehr gut erhaltene Amphitheater von Nîmes vermittelt einen un-

vergesslichen Eindruck von der Baukunst der Römer. Sieht man von der Antike ab, so hat vor allem die Romanik ihre Spuren im Languedoc und noch stärker im Roussillon hinterlassen. Berühmt für ihre Formensprache sind die Wallfahrtskirche Saint-Gilles sowie das Kloster Saint-Guilhem-le-Désert und die Abbaye de Fontfroide. Fantastisch ist auch die Ingenieursleistung des zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Canal du Midi, der sich mit seinen Platanenalleen und Schleusen wie ein überdimensionales Landschaftskunstwerk von Castelnaudary bis ans Meer erstreckt. Liebhaber der Modernen Kunst pilgern nach Céret und Collioure, wo sich Matisse und Derain vom klaren Licht der Côte Vermeille inspirieren ließen und der Fauvismus das Licht der Welt erblickte. Das schönste Kunstmuseum und zugleich der schönste postmoderne

Bau ist das Carrée d’Art in Nîmes, das Norman Foster dem römischen Tempel Maison Carrée kongenial gegenüberstellte.
Einzigartige Landschaft
Den großen Reiz der Region Languedoc-Roussillon machen die geographischen Kontraste aus, die auf engem Raum vereint sind. Eingegrenzt von den sich im Norden erhebenden Höhenzügen der Cevennen und den alpinen Gipfeln der Pyrenäen, erstreckt sich eine Vielfalt von Landschaften: Da gibt es die kargen Plateaus der Causses mit ihren formenreichen Tropfsteinhöhlen, die trockene Garrigue-Landschaft nördlich von Nîmes und die sumpfige Kleine Camargue neben den ausgedehnten Weinfeldern des Hérault und den dichten Wäldern der Montagne Noir. Faszinierend sind

auch viele Naturdenkmäler, so die Cirque de Navacelles, ein imposanter Felskessel, der durch den veränderten Lauf der Vis entstanden ist, oder das bizarre Felsenmeer Montpellier-le-Vieux. Zudem haben zahlreiche Flüsse, beispielsweise der Tarn, die Cèze und der Hérault, sich ein tiefes Bett in das Gestein gegraben und reizvolle Panoramen hinterlassen. Wanderfreunde finden im Haut Languedoc und in anderen Gebirgszügen ein reiches Betätigungsfeld. Ein National- sowie ein Regionalpark helfen, den Erhalt der mediterranen Flora und Fauna langfristig zu sichern. Die Vegetation ist nicht nur vom Mittelmeer geprägt: In der Bambouseraie de Prafrance bei Anduze glaubt man sich nach Asien versetzt, mehrere Meter hoch ragen hier mächtige Bambusstauden in den Himmel.
Sonne und Wasser
Mehr als 200 Küstenkilometer warten im Sommer alljährlich auf die sonnenhungrigen Nord- und Mitteleuropäer. Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die Badeorte vom Delta der Camargue bis zur spanischen Grenze. Fast alle Küstenabschnitte besitzen eine hervorragende Wasserqualität, das einzige Manko sind manche auf dem Reißbrett entworfene Tourismuszentren, denen es an Charme fehlt. Doch Platz gibt es genug: Die Plage de l’Espiguette ist der zweitlängste Sandstrand der Camargue und bietet reichlich Bademöglichkeiten jenseits der organisierten Strandfreuden.
Überall an der Küste finden sich ausgewiesene Strandabschnitte, an denen Mann und Frau alle Hüllen fallen lassen können. Wer nach Cap d’Agde fährt,


muss sich nicht einmal beim Einkaufen oder auf dem Postamt mit Textilien bekleiden. Den Süßwasserfans sei der Lac de Salagou oder einer der zahlreichen Flüsse wie Cèze, Hérault oder Vis empfohlen. Besonders pittoresk ist natürlich das Baden unterhalb des berühmten Pont du Gard oder in einer der zerklüfteten Schluchtenlandschaften wie den Gorges de Galamus.
Aktivurlaub für Groß und Klein
Languedoc und Roussillon sind geradezu ideal für einen Aktivurlaub: Kanutouren auf der Ardèche und dem Tarn, Wanderungen durch die Pyrenäen und über die Höhenzüge der Cevennen oder eine gemütliche Bootstour auf dem Canal du Midi - alles ist möglich. Wer sich lieber den kulturellen Highlights zuwendet, darf einen Abstecher


nach Montpellier und Nîmes nicht versäumen. Sandburgen bauen und im Meer planschen gehört für
Kinder zu den Lieblingsbeschäftigungen im Sommer, wird mit der Zeit dann aber doch etwas langweilig. Bestens auf den kindlichen Aktionsdrang zugeschnitten ist ein Bootsausflug entlang der Côte Vermeille oder eine Tour mit dem Hausboot auf dem Canal du Midi. Kids, die abenteuerliche Herausforderungen lieben, werden noch monatelang von einer Kanufahrt schwärmen. Das Interessante am Meer sind neben den Badefreuden natürlich die Meeresbewohner. Da man weder vom Boot noch vom Strand aus viele Fische zu Gesicht bekommt, darf ein Besuch in einem der zahlreichen Aquarien nicht fehlen. Faszinierend für die Kleinen ist auch eine Besichtigung des Schildkrötentals bei Sorède.
Hintergründe & Infos
Landeskunde & Reisepraktisches
Inhaltsverzeichnis
Landschaft und Geographie
Klima und Reisezeit
Flora, Fauna und Naturschutz
Wirtschaft und Bevölkerung
Politik
Verwaltung
Brauchtum, Feste und kulturelle Veranstaltungen
Landschaft und Geographie
Wegweisend
Das Landschaftsbild des Languedoc und Roussillon ist sehr vielfältig: Tief eingeschnittene Täler und karge Hochebenen im Norden, üppige Obstplantagen im Hinterland von Perpignan und ausgedehnte Weinkulturen im Hérault, ganz im Süden ragen die Gipfel der Pyrenäen empor, die bis weit in den Frühsommer hinein schneebedeckt sind.
Vom Delta der Rhône bis zur spanischen Grenze erstreckt sich die Mittelmeerküste der Region und öffnet sich wie ein Amphitheater zum Golfe du Lion. Das Mündungsgebiet der Rhône, die kaum besiedelte Camargue, steht naturgemäß dem Meer am nächsten und bildet zwischen Großer und Kleiner Rhône gewissermaßen ein Dreieck. Als eines der größten Feuchtgebiete Europas stellt die Camargue ein wahres Refugium für seltene Wasser- und Wattvögel dar. Touristen schätzen vor allem die ausgedehnten Sandstrände. In Küstennähe schließt sich eine von Überschwemmungsbereichen geprägte Landschaft an, in welcher sich vor Jahrtausenden die so genannten Etangs gebildet haben. Die größten Salzseen, beispielsweise der Etang de Leucate oder das Bassin de Thau, weisen beachtliche Ausmaße auf. Die kleineren Salzlagunen sind oft von weiten Grasflächen umgeben und sind daher nur zu Fuß zu erreichen. Doch kein Etang gleicht dem anderen: Während einige hochgradig salzig und von Algen überwuchert sind, besitzen andere erstaunlich frisches, klares Wasser und eine reizvolle Uferzone.
Der überwiegende Teil der Küste des Languedoc besteht aus ausgedehnten, oft mehr als 100 Meter breiten Sandstränden, die zum Baden geradezu einladen; nur an den Caps ändert sich das Landschaftsbild: Das schwarze Cap d’Agde ist beispielsweise der Ausläufer eines erloschenen Vulkans und wird gerne als „schwarze Perle des Languedoc“ bezeichnet. Ganz im Süden hinter Argelès wird das Küstenprofil der Côte Vermeille felsiger, teilweise fallen die Klippen schroff ins Meer ab und bilden kleine idyllische Buchten, während an den Hängen die grünen Weinberge mit der rötlich schimmernden Erde herrlich kontrastieren.
Schließlich darf eine Landschaft nicht vergessen werden, die im eigentlichen Sinne gar keine ist: Das Mittelmeer. Fernand Braudel (1902-1985), einer der renommiertesten französischen Historiker, der die Fachwelt 1947 mit seinem bahnbrechenden Werk „Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipp II.“ begeisterte, charakterisierte die Bedeutung des Mittelmeers für Südfrankreich folgendermaßen: „Sein Leben ist mit dem Land verbunden, seine Dichtkunst mehr als nur zur Hälfte ländlich, seine Seeleute können sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten auch zu Bauern wandeln; es ist das Meer der Weinberge und Olivenbäume ebenso wie das Meer der langrudrigen Galeeren und der Galeonen der Kaufleute, und seine Geschichte lässt sich ebenso wenig vom Land, das es umgibt, trennen wie der Ton von den Händen des Töpfers, der ihn formt.“
Einen krassen Gegensatz zur lieblichen mediterranen Landschaft bilden die Cevennen mit ihren beiden höchsten Erhebungen, dem Mont Lozère (1699 Meter) und dem windumtosten Mont Aigoual (1567 Meter). Geographisch gesehen stellen die Gipfel der zum Massif Central gehörenden Cevennen eine Wetter- und Wasserscheide dar. Durch die reichhaltigen Niederschläge entspringen hier mehrere Flüsse, so der zum Atlantik zustrebende Tarn sowie Vidourle, Hérault, Ardèche und Gardon, die ins Mittelmeer münden. Größtenteils liegen die Cevennen im Département Lozère, dessen nördliche Teile weit in das südliche Zentralmassiv hineinragen. In den tief eingeschnittenen, Gorges genannten Schluchten, wie den Gorges du Tarn, ist nur wenig Platz für Ackerland, so dass im Laufe der Jahrhunderte ausgedehnte Terrassenkulturen mit Stützmauern, Treppen und Wasserkanälen angelegt wurden, um Gemüse und Wein anbauen zu können. Geographisch besonders eindrucksvoll sind die Causses, kaum besiedelte steinige Hochebenen, in deren porösem Kalkstein sich riesige Höhlen verbergen. Ganz im Nordwesten des Département Lozère erhebt sich das Aubrac, ein mehr als 1.200 Meter hohes vulkanisches Hochplateau mit kahlen Kuppen, das größtenteils als Rinder- und Schafweide genutzt wird. Nach Südwesten setzt sich das Massif Central als Montagne Noire und in den Monts de l’Espinouse fort. Weite Teile dieses über 1000 Meter aufragenden, waldreichen Granitgebirges mit seinen Steineichen-, Buchen-, Tannen- und Fichtenwäldern wurden zum Parc Régional du Haut Languedoc erklärt und stehen unter Naturschutz.
Zwischen Narbonne und Carcassonne breitet sich zu beiden Seiten des Flusses Aude eine Ebene aus, durch die auch der Canal du Midi hindurchführt; sie gilt als die Kornkammer der Region. Vor Urzeiten war das fruchtbare Schwemmland eine Sumpflandschaft. Weiter südlich erheben sich die steinigen Berge Corbières, ein bekanntes Weinanbaugebiet. Ganz im Süden liegt das Roussillon, das von den Pyrenäen abgeschlossen wird; das zweithöchste Gebirge Europas bildet eine „natürliche“ Grenze zu Spanien. Unter den zahlreichen Gipfeln der Pyrénées Roussillon sticht der markante Pic du Canigou hervor. Er ist der Namenspate des gesamten Gebirges; die an der Costa Brava siedelnden Griechen nannten ihn Pyrene, da er die Bergketten des Fenouillèdes, des Albères und der Aspres wie eine Pyramide überragt. Teilweise vollzieht sich im Roussillon der Wechsel von der mediterranen Landschaft hin zur alpinen sehr abrupt. Innerhalb kürzester Zeit weicht die steinige Heidelandschaft grünen Wiesen und dichten, hohen Nadelwäldern. Im Westen, dem Département Pyrénées Orientales, erstreckt sich eine weite, von Granitmassen umragte Hochebene: die Cerdagne. Dank ihrer geschützten Lage sowie aufgrund ihrer fetten Weiden und der fruchtbaren Getreidefelder bildete die Cerdagne im Mittelalter das Herz einer eigenen Grafschaft. Das benachbarte, von dichten Tannenwäldern eingerahmte Capcir ist schon wesentlich stärker vom Gebirgsklima geprägt und eine beliebte Wintersportregion. Deutlich mildere Temperaturen und eine mediterrane Flora findet man in den beiden breiten sich zur Küste hin öffnenden Tälern der Têt und des Tech. Ersteres wird auch als Conflent bezeichnet und präsentiert sich als ein wahrer Obstgarten, während das vom Tech durchflossene Vallespir große Weiden und ausgedehnte Buchen- und Kastanienwälder besitzt.
Klima und Reisezeit
Dank eines gemäßigten Klimas erstreckt sich die Reisezeit in Südfrankreich von März bis Oktober. Den Dichter Jean Racine quälte 1662 bei einem Aufenthalt in Uzès die furchtbare sommerliche Hitze, die er kaum auszuhalten wusste: „Die Luft ist so heiß wie in einem Backofen und diese Hitze hält den Tag so gut wie die Nacht über an.“
Stillleben am Mont Lozère
Die Region Languedoc-Roussillon ist geprägt von einem milden, mediterranen Klima, selbst im Winter zeigt sich die Küste zwischen Perpignan und Montpellier von ihrer angenehmsten Seite. Das Thermometer klettert hier häufig auf Werte über 10 °C, selbst 20 °C sind keine Seltenheit. Die Temperaturen im Hinterland sowie in den höheren Lagen verleiten im Winterhalbjahr allerdings kaum zum Sonnenbaden, die Berggipfel der Pyrenäen liegen bis weit in das Frühjahr hinein unter einer Schneedecke begraben. An der Küste beginnt der Frühling schon im Februar mit der Blüte der Mandel- und Mimosenbäume, im hügeligen Landesinneren erst Wochen oder Monate (Cevennen) später. Der Sommer zeichnet sich vor allem durch seine trockene Hitze aus. Der Herbst wird dagegen geprägt von plötzlich einsetzenden, heftigen Regenschauern, die des Öfteren zu Überschwemmungen führen. Bei dem katastrophalen Hochwasser im September 2002 fielen in 24 Stunden mehr Niederschläge als in einem Jahr in Paris! Über das ganze Jahr gesehen, ist die Region Languedoc-Roussillon aber ein von der Sonne verwöhnter Landstrich: Durchschnittlich scheint sie zwischen 2400 und 2600 Stunden pro Jahr. Bis weit in den Herbst hinein sorgt ihre Kraft für angenehme Temperaturen. Schneebedeckte Dörfer und Straßen sind in den flacheren Regionen selbst im Winter extrem selten. Ausnahmen sind allerdings möglich: So kam es Ende Februar 2001 zu einem folgenreichen Wintereinbruch in Südfrankreich. Der Schnee lag im Languedoc stellenweise bis zu 70 Zentimeter hoch und bedeckte Olivenhaine, Zypressen und Zedern mit einer weißen Haube. Die Stromversorgung brach zusammen und mehr als 4000 Autofahrer mussten die Nacht in ihrem Wagen verbringen.
Herrlich baden am Oberlauf des Tarn
Und schließlich wäre da noch der Mistral, ein durch das Rhônetal kommender Fallwind, dessen starke Böen Spitzengeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometer erreichen können. Innerhalb von Stunden sorgt der Mistral, der am häufigsten im Frühjahr weht, zwar für einen empfindlichen Temperatursturz von rund 10 °C, zum Ausgleich zeigt sich aber der Himmel in strahlendem Blau, die Fernsicht ist überwältigend. Dieses Schauspiel begeisterte bereits Vincent van Gogh: „Wenn der Mistral weht, ist das hier freilich alles andere als ein ‚mildes Land’, denn der Mistral ist sehr aufreizend. Aber wie wird man dafür entschädigt, wenn ein windstiller Tag ist! Welche Leuchtkraft der Farben, welch reine Luft, welch stille Beschwingtheit.“ Die Kraft des Mistral ist noch für eine andere Charakteristik der Region verantwortlich: Die südfranzösischen Kirchtürme besitzen keine schiefergedeckten Dächer, weil diese dem Wind nicht standhalten könnten. Die Glocken baumeln daher zumeist in einem Käfig unter freiem Himmel. Weiter in Richtung Westen bestimmt der aus den Cevennen kommende Tramontane das Klima. Ähnlich wie der Mistral bewirkt auch dieser Fallwind, dass die Wolken verschwinden und der Himmel sein schönstes Blau präsentiert. Das Gegenstück zum Mistral und Tramontane ist der Autan, ein turbulenter, aber warmer Südostwind, der von der Mittelmeerküste bis in die Gegend von Toulouse und dem Tarn weht.
Perpignan
Mont Aigoual (1567 m)
Ø Lufttemperatur (Min./Max. in °C)
Ø Niederschlag (in mm),
Ø Tage mit Niederschlag
>= 1 mm
Ø Lufttemperatur (Min./Max. in °C)
Ø Niederschlag (in mm),
Ø Tage mit Niederschlag >= 1 mm
Jan.
4,4
12,3
62
6
-3,6
0,8
216
13
Febr.
5,1
13,4
41
4
-3,6
0,7
168
12
März
7,0
15,7
38
4
-2,4
2,4
135
11
April
8,9
17,6
49
6
-0,8
4,2
180
12
Mai
12,4
21,3
49
6
3,4
8,8
173
12
Juni
16,1
25,3
33
5
6,7
12,7
108
9
Juli
18,8
28,8
14
3
9,9
16,4
59
7
Aug.
18,8
28,4
32
4
10,1
16,3
78
7
Sept.
15,6
25,1
48
4
7,2
12,7
167
9
Okt.
11,9
20,4
68
5
3,5
8,1
289
13
Nov.
7,6
15,6
49
4
-0,7
3,9
244
13
Dez.
5,3
13,2
62
6
-2,4
2,3
228
13
Jahr
11,0
19,8
547
56
2,3
7,5
2046
133
Daten: Météo France
Reisezeit: Die Saison in der Region Languedoc-Roussillon beginnt an Ostern und endet im Oktober. Die günstigste Reisezeit variiert je nach Interessenlage. Die Monate April, Mai und Juni eignen sich vorzüglich für einen Entdeckungsurlaub, aber auch für Besichtigungen der bekannten Sehenswürdigkeiten sowie für Streifzüge durch die in der Hochsaison überlaufenen Tourismuszentren. Zudem zeigt sich im Frühling die gesamte Region in ihrer schönsten Blütenpracht. Die Wassertemperaturen erreichen allerdings erst im Juni die magische 20-Grad-Grenze. Im Juli und August, wenn die Franzosen Ferien machen, platzt die Küstenregion aus allen Nähten. Die Hotels und Campingplätze sind im Sommer restlos ausgebucht, die Strände überfüllt, die Kellner gestresst und die Preise klettern teilweise in schwindelerregende Höhen. Einzig im Hinterland geht es im Juli und August etwas geruhsamer zu. Allerdings lähmen die hohen Temperaturen hier den Drang zur Aktivität. Im September und Oktober kehrt dann allmählich wieder Ruhe ein, die Abende werden kühler, tagsüber heizt die Sonne aber noch kräftig ein. Wasserratten kommen bei Temperaturen um die 20 °C noch immer auf ihre Kosten. Das Wetter ist im Herbst allerdings nicht mehr so beständig, mit heftigen Regenschauern muss vor allem in der zweiten Septemberhälfte gerechnet werden. Hierbei ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten: Die wolkenbruchartigen Regenschauer sorgen in kürzester Zeit für meterhohe Flutwellen, da der ausgedörrte Garrigueboden steinhart ist und kein Wasser aufnehmen kann; die großen Unwetterkatastrophen von 1988, 1992 und 2002 forderten allein in Nîmes und Umgebung mehrere Todesopfer. Dennoch ist das Languedoc eine vergleichsweise niederschlagsarme Region, so werden in Perpignan durchschnittlich nur 547 Millimeter Niederschläge pro Jahr gemessen. Der Winter wird in den letzten Jahren wieder als Reisezeit entdeckt. Dank der Kraft der südlichen Sonne kann man selbst im Januar noch häufig im Freien sitzen und Kaffee trinken oder - als Kontrastprogramm für Aktivsportler - die Pisten in den Skigebieten der Pyrenäen hinunterwedeln oder mit den Langlaufskiern durch die Loipen der Cevennen touren. Ein Tipp: Wer in der Küstenregion im Winter ein Quartier sucht, sollte darauf achten, dass das Hotel über eine Heizung verfügt. Nachts können die Temperaturen nämlich empfindlich kalt werden.
Wettervorhersagen von Météo France nach Region oder Département geordnet können Sie im Internet unter www.meteo.fr abrufen.
Flora, Fauna und Naturschutz
Languedoc und Roussillon können nicht unbedingt als letztes Refugium für bedrohte Tier- und Pflanzenarten bezeichnet werden. Dennoch findet sich hier eine außerordentliche Bandbreite mediterraner Pflanzen; Tierfreunde werden hingegen eher im heimischen Zoo auf einen Steinbock treffen als in den Pyrenäen.
Besonders charakteristisch für den Süden Frankreichs ist die Garrigue, eine typische mediterrane Landschaft mit immergrünen Zwergsträuchern, die vor allem auf trockenen, felsigen Kalkböden prächtig gedeihen und beispielsweise nördlich von Nîmes vorzufinden sind. Der Platz zwischen den Sträuchern wird von den berühmten Herbes de Provence genutzt: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Estragon, Fenchel, Basilikum und Salbei verbreiten ihren unwiderstehlichen Duft, Zistrosen setzen bunte Akzente. Vielerorts ist die Garrigue bedingt durch zahlreiche Waldbrände von der Aleppokiefer, einer sich schnell ausbreitenden Pionierpflanze, verdrängt worden. Ein weiterer typisch mediterraner Baum ist die immergrüne Steineiche, die sich an den Südhängen der Cevennen besonders wohl fühlt. Weiter nördlich in Richtung Massif Central dominiert die Kastanie, der „Brotbaum der Cevennen“; sie ist eine der wenigen Baumarten, deren Wurzeln im Schiefergestein der Berghänge Halt finden. Über Jahrhunderte hinweg ernährte sich die Bevölkerung von der Frucht der Kastanie, sie wurde geröstet oder zu Mehl gemahlen, um daraus Brot zu backen. Ein altes okzitanisches Sprichwort besagt: „Der Mensch braucht die Kastanie und die Kastanie braucht den Menschen.“ Erst durch die regelmäßige Pflege wird die Kastanie zu einer produktiven Naturpflanze. Es dauert ungefähr 15 Jahre, bis eine Kastanie das erste Mal Früchte trägt, nach weiteren 25 Jahren erreicht sie ihre volle Produktivität (rund 35 Kilogramm pro Baum), die dann bis zu 100 Jahre anhält. Die Ernte beginnt traditionell nach Allerheiligen.
Ein wirtschaftlich ebenfalls sehr bedeutendes Gewächs ist der auch heute noch häufig anzutreffende Maulbeerbaum. Seit dem frühen 18. Jahrhundert wurde er in großem Maßstab gepflanzt, da seine Blätter das wichtigste Futter zur Aufzucht der Seidenraupen bildeten. Knapp zwei Jahrhunderte lang stellte die Seidenherstellung den bedeutendsten Wirtschaftszweig der Cevennen dar. Über 1450 Metern beginnt dann eine subalpine Zone mit ausgedehnten Grassteppen, in deren Nischen Moose oder der Insekten fressende Sonnentau vorzufinden sind. In den Hochlagen der Pyrenäen lassen sich die im satten Gelb blühende Pyrenäen-Lilie oder der purpurne Pyrenäen-Steinbrech entdecken. Typisch für die Bergwelt sind auch der blassblaue Rittersporn, die Alpenrose und der Enzian. Sieht man jedoch von dem Département Lozère und den höheren Regionen der Pyrenäen ab, so ist die Vegetation im Languedoc-Roussillon deutlich vom mediterranen Klima geprägt. Neben Weinreben wird die Landschaft von Oliven- und Feigenbäumen als typischen Pflanzen des Südens bestimmt. Selbst Zitrusfrüchte gedeihen am Küstensaum zwischen Perpignan und der spanischen Grenze. An manchen Stellen duldet das „Imperium der Sonne“ allerdings nur trockenes Kraut: Thymian, Serpolet, Rosmarin und unendlich weite, dornige Felder von Brombeersträuchern. Ende September zeigt sich die Flora von ihrer lebendigeren Seite: wilde Feigen, Quitten und die obligatorischen Brombeeren fallen satt und reif auf den steinigen Boden. Typisch sind auch die genügsamen Kieferngewächse, die markante Schirmpinie und die Zypresse.
Der Rosaflamingo ist das Symboltier der Camargue
Hinzu kommen zahlreiche Pflanzenarten, die ursprünglich nicht in Frankreich heimisch waren. Während die Olivenbäume und die Weinstöcke bereits in griechischer Zeit eingebürgert worden sind, führten die Engländer im 19. Jahrhundert zahlreiche exotische Pflanzen ein. Am auffälligsten sind wahrscheinlich die diversen Palmenarten, die einige Strandpromenaden zieren; sie stammen zumeist aus dem Südosten der USA (Washingtonia und Sabal-Palme) oder von den Kanarischen Inseln (Kanarische Dattelpalme). Doch auch Kakteen und anderen Sukkulenten, wie beispielsweise der Agave, bekommt das milde Küstenklima prächtig.
Weniger vielfältig ist es um die Fauna bestellt. Die französische Jagdleidenschaft hat dazu geführt, dass kein Großwild, sondern nur noch Rebhühner, Fasane, Hasen und Füchse in der freien Natur anzutreffen sind. Eine Ausnahme bilden die in den nördlichen Cevennen wieder angesiedelten Wölfe, die allerdings in einem umzäunten Terrain leben. Von den größeren Tieren ist neben den schwarzen Stieren und den weißen Camarguepferden vor allem der Rosaflamingo als Symboltier der Camargue zu nennen. Die Population der fast ausschließlich in Gruppen auftretenden Vögel zählt zwischen 25.000 und 50.000 Tiere. Mit dem auffällig nach unten gebogenen klobigen Schnabel durchseiht der Flamingo das Wasser der flachen Lagunen und filtert kleine Krebstiere heraus, darunter den Salinenkrebs Artemia salina, dessen Farbstoff Canthaxanthin die rosa Färbung des Gefieders verursacht. Gleich hinter den Dünen tummeln sich im seichten Binnengewässer allerlei Vogelarten wie Reiher, Rohrdommeln, Blauracken und bunte Bienenfresser. Neben Bussarden und Habichten sollte man den Himmel im Tal der Jonte sowie den Pyrenäen nach den dort lebenden Gänsegeiern absuchen. Im Hochgebirge kann man auf die Pyrenäen-Gämse oder - mit sehr viel Glück - auf einen Steinbock treffen.
Mont Aigoual: Beliebte Viehweide
Wie ein Damoklesschwert schwebt alljährlich in den heißen Sommermonaten die Waldbrandgefahr über der Region Languedoc-Roussillon. Unterstützt durch starke Winde, vernichtet die sich schnell ausbreitende Feuerwalze wertvolles Busch- und Heideland. Angepasste Pflanzenarten überstehen die Brandkatastrophe zwar relativ gut, die Auswirkungen auf die Tierwelt sind jedoch fatal. Es dauert Jahrzehnte, bis sich die Landschaft von den Folgen erholt hat. Den Behörden gelingt kaum, die drohende Waldbrandgefahr in den Griff zu bekommen. Dies liegt allerdings nicht nur an der groben Fahrlässigkeit mancher Einheimischer und Touristen, sondern auch an der kriminellen Natur des einen oder anderen Bauunternehmers, der auf diesem Wege erfolgreich versucht, an billiges Bauland heranzukommen. Zwar wurde 1990 per Gesetz die Bebauung von verbranntem Grund und Boden für mehrere Jahre untersagt, doch fallen nach wie vor im Sommer zigtausend Hektar Wald durch Brandstiftung den Flammen zum Opfer.
Aber nicht nur die Waldbrandgefahr macht umfassende Naturschutzmaßnahmen erforderlich. Die natürlichen Ressourcen des Landes werden besonders durch die ständig anwachsende Bebauung bedroht. Um der Nachwelt eine möglichst intakte Umwelt und kulturelle Tradition zu erhalten, wurden im Süden Frankreichs bisher zwei große Naturschutzgebiete eingerichtet. Eine als besonders schützenswert eingestufte Region wurde sogar schon 1970 zum Nationalpark erklärt: der 900 Quadratkilometer große Parc National des Cévennes. Hinzu kommen der Parc Naturel Régional du Haut-Languedoc, der Parc Naturel Régional de la Narbonnaise en Méditerranée, der Parc Naturel Régional des Pyrénées Catalanes und der sich westlich an das Département Lozère anschließende Parc Naturel Régional des Grands Causses. Um das Gleichgewicht der Natur hat sich das in Montpellier ansässige Conservatoire National du Littoral seit Jahren verdient gemacht. Die gemeinnützige Organisation kauft unbebaute Flächen zwischen den Badeorten auf. Schilder mit dem Zeichen der Distel und der Aufschrift Espace Naturel Protégé zeigen an, dass das jeweilige Areal unter besonderem Schutz steht.
Wirtschaft und Bevölkerung
Das Languedoc und das Roussillon gehören zu den französischen Regionen, deren küstennahe Städte in den letzten Jahren vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren konnten. Die Bedeutung der traditionellen Landwirtschaft nimmt weiter ab; die fortschreitende Entvölkerung der Cevennen gehört zu den Folgen dieser Entwicklung.
Die traditionelle Ökonomie des Languedoc beruhte auf einer Trias: Weizen, Strauchkulturen (Oliven, Mandeln, Wein) und kleine Viehzucht (Schafe). Die Strauchpflanzen passen sich dem kargen, steinigen und trockenen Boden an; die Frühjahrsregen begünstigen den Weizen, und im Herbst lässt der Regen die Sträucher der Heide und der Garrigue emporschießen, so dass dort das Kleinvieh weiden kann. So viel zur Tradition. Fakt ist, dass die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten auch im Languedoc und Roussillon viel von ihrer einstigen Bedeutung eingebüßt hat, wenngleich der traditionelle Wein- und Weizenanbau sowie die Ölbaumkulturen an der Küste und im Hinterland weiterhin florieren. Knapp ein Drittel der Gesamtfläche der Region Languedoc-Roussillon wird derzeit landwirtschaftlich genutzt, wobei kleinbetriebliche Strukturen dominieren. Mehr als die Hälfte aller Betriebe bewirtschaften weniger als fünf Hektar, etwa ein Drittel weniger als zwei Hektar Nutzfläche. Überwiegend handelt es sich dabei um Nebenerwerbswirtschaften, denn selbst bei intensiver Nutzung sind solche Betriebe nicht lebensfähig.
Der umsatzstarke Obst- und GemüseanbauOlivenbaumWeinanbaugebiete
Fischerei
Hightech-Industrieroute des hautes technologies
Tourismus(résidences secondaires).
Mit einer Bevölkerungsdichte von rund 93 Einwohnern pro Quadratkilometer gehört die Region Languedoc-Roussillon zu den durchschnittlich besiedelten Gegenden Frankreichs, wobei die meisten Menschen in den Küstengebieten leben. Dies ist weniger auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen, als vielmehr auf die besondere mediterrane Lebensqualität, die seit Jahren unverändert hoch im Kurs steht. Seit 1982 nahm die Bevölkerung der Region um mehr als 17 Prozent auf derzeit knapp über 2,5 Millionen zu, seriösen Prognosen zufolge sollen es bis 2030 sogar über 3,1 Millionen sein. Der Grund ist einfach: Jeder dritte Franzose wird dann älter als 60 Jahre sein, und nicht wenige davon werden sich den Wunsch erfüllen, ihren Lebensabend im sonnigen Süden zu verbringen.
Politik
Im Südosten Frankreichs haben zwei besondere politische Strömungen ihre Heimat: Auf der einen Seite die eher unbedeutenden Vertreter einer linken okzitanischen Regionalpolitik, die vehement gegen den Pariser Zentralismus eintreten; sie empfinden ihre Politik gar als Fortsetzung des antikolonialen Kampfes der Völker der Dritten Welt. Auf der anderen Seite ist in der Region der Rechtsradikalismus à la Jean-Marie Le Pen stark vertreten. Bei den Wahlen zum Regionalparlament im Jahr 2010 sowie bei den Kommunalwahlen 2014 konnte der rechtsradikale Front National sich mit 17,9 Prozent als drittstärkste politische Kraft behaupten.
Chirac - ein kleines Dorf
am Rand der Cevennen
(rapatriés d’origine nord-africaine)
Infolge der Revolution wurde Frankreich 1790 in zahlreiche kleine Verwaltungseinheiten, die so genannten Départements, eingeteilt, denen allerdings erst durch das Reformgesetz von 1982/83 mehr Entscheidungsmöglichkeiten zugestanden wurden. Neben den alten Zuständigkeiten, wie beispielsweise der für die Départementstraßen und Sozialwohnungen, erhielten die Départements durch die Reform auch die Verantwortung für den größten Teil des Sozial-, Gesundheits- und Transportwesens, den Schulbereich sowie für Kultur und Sport. Die amtierenden Generalräte der Départements sind ein fast reiner Männerzirkel, nur knapp zehn Prozent der gewählten Volksvertreter sind weiblichen Geschlechts. Dies ist jedoch für Frankreich nicht untypisch; was die Anzahl von Frauen in den Parlamenten angeht, so sind in der Europäischen Union nur noch in Griechenland weniger Frauen vertreten. Neben den 101 Départements (fünf davon in Übersee) gibt es seit 1964 noch 27 so genannte Regionen (fünf davon ebenfalls in Übersee), an deren Spitze erst ein Regionalpräfekt (préfect de région) stand, dessen Amt heute der gewählte Präsident des Generalrats ausübt.
Languedoc-Roussillon
, und kulturelle
Februar/März Jeden Sonntag ziehen die Narren beim Karneval durch die Straßen von Limoux. Am letzten Sonntag des Monats wird unter großem Geschrei eine lebensgroße Puppe auf dem Marktplatz verbrannt.
Die legendäre Karfreitagsprozession der Bruderschaft des Blutes in Perpignan ist ein eindrucksvoller Beweis für die katalanischen Wurzeln der Region gerade in religiöser Hinsicht.
in Nîmes (Anfang April).
Cerfvolantissimo
Mondial du Vent
: Alle zwei Jahre (2016, 2018 etc.) werden Mitte April die maritimen Traditionen des Hafenortes mit als 100 historischen Segelbooten in Erinnerung gerufen. www.escaleasete.com.
Auf dem Aubrac wird mit der (um den 25. Mai) der traditionelle Viehauftrieb gefeiert.
Während der steht Nîmes vier Tage lang Kopf. Auch wer dem Thema Stierkampf nichts abgewinnen kann, wird von der ausgelassenen Stimmung begeistert sein.
Fête de la musique
Festival DanseTheaterfestival Printemps des Comédiens
Les Estivals
Festival Uzès Danse
Feux de la Saint-Jean)
Beim in Carcassonne beleben Musik, Oper, Tanz und Theater vier Wochen lang die alten Festungsmauern. Am Nationalfeiertag (14. Juli) erleuchtet ein riesiges Feuerwerk den Himmel über der Cité.
In Montpellier liegt der Schwerpunkt des Festival de Radio France et de Montpellier auf der Musik, vor allem Klassik und Jazz (zweite Julihälfte).
Nuits Musicales
Soirées du Villaret
mit mittelalterlichem Markt, Feuerwerk und Musik (ab 21. Juli).
Festival de Béziers
Festival Pablo Casals
in Uzès am ersten Augustwochenende.
Mittelalterlichen Festivals
Féria de Béziers
Fête de Saint Louis
Festival International de danses de Sardanes
In der ersten Septemberhälfte findet in Perpignan das Internationale Festival der Foto-Reportage mit zahlreichen kostenlosen Ausstellungen statt.
Fête de Saint-Gilles.
Im Oktober treffen sich die Cineasten in Montpellier zum