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Langenscheidt Frau-Deutsch / Deutsch-Frau von und mit Mario Barth Layout: Meißner & Reisser GbR Zeichnungen: Jörg Reymann © 2004 by Langenscheidt KG, Berlin und München ISBN: 978-3-468-69286-4 www.langenscheidt.de Software-Plattform und Umsetzung: textunes www.textunes.de support@textunes.de EPUB-Konvertierungle-tex publishing services GmbH www.le-tex.de
autor
Der Autor Der gebürtige Berliner Mario Barth ist Deutschlands erfolgreichster Comedian. Ob mit seinen Live-Programmen wie aktuell »Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch!«, seiner TV-Show »Willkommen bei Mario Barth« oder im Kino mit dem Film »Männersache« – er begeistert deutschlandweit Millionen von Fans. Der Höhepunkt: 2008 spielte er vor 70.000 Zuschauern im Olympiastadion Berlin. 2009 wurde er zum fünften Mal in Folge mit dem Deutschen Comedy Preis ausgezeichnet. Sein Bestseller »Frau–Deutsch/Deutsch–Frau« aus dem Jahre 2004 hat sich bis heute weit über 1.600.000-mal verkauft.
dank
Dieses Buch widme ich meinem Opa Prof. Dr. Karl Gellert. Er kannte mich nur als lernfaulen Chaoten, und was ist aus mir geworden? Ein schreibender Chaot! Danke für die schönen Stunden!
vorwort
Liebe Leser und Leserinnen, dieses Buch wurde einzig und alleine geschrieben, um das Verständnis zwischen Männern und Frauen zu verbessern. Immer öfter kommt es zu Schwierigkeiten zwischen Mann und Frau, und ich weiß, warum … Frauen sprechen einfach eine andere Sprache als Männer. Liebe Frauen, bevor ihr jetzt denkt: »Bohhh, wat iss dat denn für ein Arsch…!« – Stopp, das ist nicht böse gemeint, doch Frauen und Männer sprechen nicht dieselbe Sprache. Frauen benutzen ganz oft Subtexte. Männer wiederum sagen einfach das, was sie meinen, ohne Hintergedanken oder irgendwelche Anspielungen. Frauen denken um 16 Ecken, während wir Männer teilweise noch nicht mal bis 16 zählen können! Wir Männer sind halt einfach viel direkter. Ich möchte euch ein Beispiel geben. Nehmen wir mal das Thema »Eheliche Pflichten«: Meine Freundin liegt nackt im Bett, die Bettdecke über sich glatt gestrichen, die Arme rechts und links ganz gerade neben dem Körper. Als ich ins Bett komme, sagt sie plötzlich aus dem Nichts: »Schaaatz, wir sind jetzt schon so lange zusammen, du müsstest eigentlich ganz genau wissen, was ich jetzt gerne möchte. Wenn du das aber nicht mehr weißt, dann liebst du mich nicht mehr!« Das ist die Art von Frauen, einem Mann mitzuteilen, dass sie Lust haben auf körperliche Artistik (auch Sex genannt). Wir Männer hingegen liegen im Bett, die Socken noch an, und sagen einzig und alleine nur: »Eyhhhh und ???« Ich weiß, für Frauen ist es schwierig nachzuvollziehen, dass wir Männer nur das sagen, was wir auch meinen. Es liegt einfach daran, dass wir Männer primitiver sind als Frauen, was aber nicht heißt, dass wir weniger Spaß am Leben haben. Also, lieber Leser und liebe Leserin: Ihr seht, die Verständigung zwischen Männern und Frauen ist alles andere als einfach. Aber dafür gibt es ja jetzt diesen Sprachführer. Hier findet ihr die eigentliche Bedeutung von Wörtern und Redewendungen und bekommt auch wichtige Tipps für ein stressfreies Zusammenleben im Alltag. Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Spaß mit »Frau-Deutsch« und viel Erfolg beim Erlernen dieser Fremdsprache! PS: Für körperliche Reaktionen oder Veränderungen in einer oder mehreren Beziehungen wird nicht gehaftet … So, haben wir das auch geklärt!
kap01
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Mann und Frau am Frühstückstisch, der von der Frau liebevoll gedeckt worden ist. Er setzt sich einfach hin und fängt an zu essen – was man halt so am Frühstückstisch macht. Es dauert keine fünf Minuten, da hört man von der Frau: »Na toll!!!« Mehr kommt nicht, einfach nur »Na toll!«. Der Mann guckt kurz hoch und isst weiter. Es vergehen keine fünf Minuten, da steht sie auf, schmeißt die Serviette hin und geht. Was ist passiert? Sie hatte erwartet, dass er trotz Mörderhunger erst ausgiebig den tollen und vor allem liebevoll gedeckten Tisch bewundert, bevor er anfängt zu essen. O.K., am Anfang einer Beziehung kann ich das auch noch verstehen; da tun wir Männer alles für eine Frau. Doch nach mehreren Ehejahren sieht es leider (für manchen auch zum Glück) anders aus. Der Knaller ist, dass er es noch nie gesagt hat, sie es aber immer wieder von ihm hören möchte. Bei wem liegt nun der Fehler? Ich glaube, Frauen denken allen Ernstes, dass wir Männer unser Gedächtnis nach einem bestimmten Zeitabschnitt verlieren und alles bei uns von vorne anfängt. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Frauen es immer und immer wieder erwarten. Liebe Frauen, wir Männer sind einfach ein wenig doof, aber glücklich. Weiter: Sie ist also sauer und verlässt das Esszimmer. Er frühstückt in Ruhe zu Ende, geht dann zu ihr und fragt ganz direkt: »Was ist denn?« Sie antwortet: »Nichts, schon gut!« Laut Duden bedeutet diese Aussage, dass alles in Ordnung ist und er sich weiter keine Gedanken zu machen braucht. Neeeeiiiiinn, wie gesagt: nur laut Duden, aber nicht laut Frau-Deutsch! Jetzt geht es erst richtig los, jetzt wird es kompliziert: Sie meint nämlich gar nicht: »Nichts, schon gut!«, sondern: »Frag doch nicht so blöde, du weißt genau, was nicht in Ordnung ist. Auch wenn ich jetzt zwar sage, es ist in Ordnung, erwarte ich von dir, dass du mich mindestens noch dreimal fragst, ob auch wirklich alles in Ordnung ist«. Dies nennen die Frauen Subtext. Subtext ist, wenn Frauen das eine sagen, aber eigentlich etwas anderes meinen. Um das genauer zu erklären, gebe ich euch ein Beispiel aus meiner Beziehung: Es ist noch nicht so lange her, da bin ich nach Hause gekommen, bin zu meiner Freundin und hab gefragt: »Schatz, hast du was dagegen; ich wollte mit einem Freund ein Bier trinken gehen … zwei Wochen ... auf Mallorca?«Darauf sie: »Fahr doch!!!« Ich denk, die ist ja geil drauf, die kannst du weiterempfehlen. Ich nach oben, meinen Koffer gepackt, die Treppe wieder runter, will gerade aus dem Haus – da steht sie schon an der Haustür, die Arme ausgebreitet und mit fragendem Blick. »Wo willst du denn hin?« Ich darauf: »Wat … wie ...? Ich hab dich doch gefragt. Ich muss los. Meine Kumpels warten schon auf mich. Heute Abend wird druckbetankt.« Da steht sie noch immer vor der Tür und sagt: »Nööö.« Ich bin total überfordert und sage: »Hör mal, ich hab dich gefragt. Du hast Ja gesagt, und nun muss ich los!« Darauf steht sie da, leicht in den Knien gebeugt, mit verschränkten Armen, und spricht im Singsang: »Jaaahhaaa« – das Wort total lang gezogen. »Jaaahhaaa, ich hab zwar Ja gesagt, aber Nein gemeint. Du musst mir auch mal richtig zuhören. Typisch Mann!« Da frag ich mich allen Ernstes: Wenn es so typisch für uns Männer ist, warum wundern sich denn dann die Frauen über uns? Nächstes Mal frag ich erst gar nicht, sondern fahr einfach nach Mallorca. Und wenn ich dann zwei Wochen später wiederkomme und sie mich fragt, wo ich war, sag ich: »Zigaretten holen!« Na toll! Du Idiot bekommst mal wieder nicht mit, was um dich rum passiert! Typisch Mann! Hierbei handelt es sich um eine Redewendung, die über 2684 Bedeutungen hat. Daher kann ich sie hier nicht mal eben übersetzen. Sorry! Nichts, schon gut! Frag doch nicht so blöde! Subtext Hierbei handelt es sich um keine Vokabel, sondern eher um eine genetische Lebenserhaltungstaktik einer Frau. Sie benutzt den angeblichen Subtext, um sich immer ein Hintertürchen offen zu halten. Frauen nennen das intelligent. Wir Männer sagen dazu »Scheiße, warum ist uns das nicht eingefallen?« Jaaahhhaaa! Warte noch einen Augenblick, ich versuche gerade, den Spieß umzudrehen! Nööö. Ich weiß, dass ich vorher etwas anderes gesagt habe, doch das ist mir jetzt egal. Fahr doch! Wehe, du fährst! Viel Spaß! Na super, ist der doch gefahren! Wäre schön, wenn du dich meldest. Wehe, du rufst nicht an! Brauchst dich nicht melden. Ich werde dich jeden Tag mit Kontrollanrufen nerven. Du musst mir mal richtig zuhören. Ich versuche, meinen Meinungswechsel zu vertuschen.
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