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Wolf G. Rahn

Sheriff Ames im Kreuzfeuer

Sheriff Ames im Kreuzfeuer

320 PS – JIM

Band 94

von Wolf G. Rahn


Der Umfang dieses Buchs entspricht 125 Taschenbuchseiten.


Sheriff Ames steht auf der Seite der Trucker, denn er weiß, wie andere Sheriffs sie immer wieder schikanieren. Doch dann steht Winston Golling in seinem Büro und zwingt Ames, für ihn zu arbeiten, denn er plant für sich Großes. Nicht nur sämtliche Aufträge des RTV-Konzern sollen mit ihm abgewickelt werden, er will noch viel mehr. Aber Ames will sich nicht beugen …


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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

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© dieser Ausgabe 2019 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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1

Howard Brennan hatte es eilig. Er hätte schon längst in Colorado Springs sein müssen. Er stierte geradeaus. Nur nicht nervös werden! Er musste es schaffen. Zu viel hing davon ab.

Der Trucker peitschte seinen sandfarbenen White vorwärts. Im 55-MeilenTempo ließ sich kein Blumentopf gewinnen. Also blieb dem Trucker nur eins übrig. Hammer down und full speed.

Gleich hatte er Kansas hinter sich. Dann kam ein gefährliches Stück. Das Cheyenne County. Es war berüchtigt. Sheriff Baxter war ein mieses Schwein. Er machte Jagd auf Trucker, als handelte es sich um zum Abschuss freigegebene Büffel. Für ihn war es ein Sport. Dass er mit seiner Gemeinheit manchen ehrlichen Mann um die Grundlage seiner Existenz brachte, interessierte ihn einen Dreck.

Weskan lag vor ihm. Ein kleiner, verträumter Ort. Die letzte Siedlung vor der Grenze.

Howard Brennan schaute in den Seitenspiegel. Hinter ihm röhrten Signalhörner auf. Zwei schwarze Trucks holten auf. Sie fuhren nebeneinander. Es waren Freightliner Conventional FLG 12064 T. Prächtige Maschinen, die jedem wahren Trucker das Herz im Leibe lachen ließen.

Howard Brennan aber lachte nicht. Er hatte schon viel von den schwarzen Teufeln gehört. Er ahnte, dass es ihm an den Kragen gehen sollte.

In der CB-Box knackte es.

„Mach Platz, Opa!“, näselte eine Stimme, deren Besitzer fraglos in der Fahrerkabine eines der beiden Freightliner saß. „Sonst blasen wir dich von der Piste. Weißt du nicht, dass wir Vorfahrt haben?“

Brennan langte zum Mikrofon und drückte die Sprechtaste.

„Was soll das, Buddy? Der Highway ist breit genug für uns beide. Wenn du’s noch eiliger hast als ich, kannst du ja überholen. Dem steht nichts im Wege.“

„Doch. Du stehst im Wege. Kannst du nicht bis drei zählen? Mein Freund und ich, wir sind unzertrennlich. Für einen Dritten ist da kein Platz. Also verdrück dich gefälligst, sonst müssten wir nachhelfen!“

Sie schoben sich noch dichter heran. Wie bösartige Rächer wirkten sie. Aggressiv. Kampfbereit. Es waren keine friedlichen Trucker, die nichts im Sinn hatten, als ihre Fracht möglichst ungehindert an den Bestimmungsort zu bringen. Sie wollten Stunk.

Howard Brennan zählte nicht zu den Feiglingen. Aber auch nicht zu den Dummköpfen. Er konnte sich leicht ausrechnen, dass er den beiden unterlegen war. Sie brauchten ihn nur in die Zange zu nehmen. Dagegen konnte er gar nichts machen.

Es sei denn, er war schneller als sie. Sein Gasfuß senkte sich. Die Tachonadel zitterte nach rechts. Die Freightliner blieben dran und kamen sogar noch näher.

„Treibt es nicht zu weit!“, warnte er. „Irgendwo hört der Spaß auf.“

„Wer redet von Spaß, du Vogel? Wer nicht kapieren will, muss reparieren. Das ist ein altes amerikanisches Sprichwort, das du anscheinend noch nicht kennst.“

„Kannst du mir mal verraten, wohin ich ausweichen soll, du Oberschlauer? Ihr nehmt ja die ganze Breite der Straße ein.“

„Daneben ist noch ’ne Menge Platz für solche Schrotthaufen wie deine Mühle“, höhnte der andere.

Howard Brennan versuchte, dessen Gesicht zu erkennen. Er wollte sich diese Visage merken. Irgendwann würde er nicht seinen Kumpel in der Nähe haben, und dann sollte er die Antwort auf diese Lumperei erhalten.

Die Sonne reflektierte auf den Windschutzscheiben. Deshalb konnte er seine Widersacher nicht erkennen. Er fuhr so weit rechts, wie das nur möglich war. Daneben befand sich unbefestigtes Grasland. Riesige Reklametafeln drückten ihr Bedauern aus, dass die Benutzer des Highways im Begriff standen, den prächtigsten aller Bundesstaaten zu verlassen. Andere erinnerten an die gesunden Rinder von Kansas und empfahlen, auch jenseits der Grenzen auf Steaks aus Kansas zu bestehen.

Die Freightliner schlossen mit dem White auf.

„Runter von der Straße!“, befahl die näselnde Stimme.

„Ihr habt sie ja nicht mehr alle“, zürnte Howard Brennan. Er dachte nicht daran, bei diesem Tempo den Asphalt zu verlassen.

Da halfen sie nach. Der Truck auf der linken Spur setzte sich ein Stück neben Brennans Auflieger und lenkte nun nach rechts herüber. Mit der kantigen Stoßstange drängte er den Auflieger zur Seite. Howard Brennan merkte es in der Lenkung.

Das waren Kriminelle! Die machten tatsächlich ernst. So etwas hatte er noch nicht erlebt. Er konnte nur hoffen, dass sie in Kansas blieben. Knapp vor ihnen lag die Grenze nach Colorado.

Brennan fuhr jetzt mit Bleifuß. Es gelang ihm, sich von den Freightliners abzusetzen, aber gleich würden sie ihn wieder eingeholt haben.

Da tauchte vor ihm ein Polizeiwagen auf. Die winkende Kelle, die er sonst wie die Pest hasste, erschien ihm diesmal wie ein Rettungsanker.

Er drosselte sein Tempo, damit er rechtzeitig zum Stehen kam. Am Auflieger spürte er noch einen tüchtigen Schlag. Dann zogen die beiden schwarzen Trucks vorbei. Hintereinander.

Howard Brennan blickten ihnen verdutzt nach. Keiner der Smokeys kümmerte sich um sie. Niemand stoppte sie. Ungehindert setzten sie ihre Fahrt fort.

„Aussteigen!“, herrschte ihn ein Uniformierter an. „Du warst eine Kleinigkeit zu schnell. Außerdem hast du andere Verkehrsteilnehmer rücksichtslos behindert. Das wird teuer.“

„Behindert?“, empörte sich der Trucker. „Ich? Das soll wohl ’n Witz sein?“

„Sehen wir so aus, als wollten wir dich zum Lachen bringen?“

Nein, so sahen sie wirklich nicht aus. Die beiden Smokeys machten grimmige Mienen. Direkt zum Fürchten.

Howard Brennan fürchtete sich nicht. Er dachte lediglich an seinen Termin, den er einhalten musste. Er wollte die Sache möglichst schnell hinter sich bringen.

„Wieviel?“, fragte er und griff nach seiner Geldtasche.

Die Smokeys sahen sich grinsend an.

„Fünfhundert“, forderte der Sprecher.

Der Trucker bekam runde Augen.

„Ihr meint fünfzig“, vermutete er.

„Hast du Schmieröl in den Ohren? Fünfhundert habe ich gesagt. Und wenn du noch lange einen auf taub markierst, wird es noch teurer. Dann beschlagnahmen wir deine Kiste und lochen dich ein. Hast du das jetzt verstanden?“

„Aber ihr haltet euch an den Falschen. Die beiden schwarzen Freightliner haben mich regelrecht bedroht. Die waren noch schneller als ich und wollten mich von der Straße werfen. Habt ihr das nicht gesehen?“

„Für deine Frechheit zahlst du jetzt einen Hunderter mehr. Steig mal aus und zeige uns deine Ladung! Ich schätze, bei dir ist noch mehr nicht in Ordnung.“

„Was soll denn an meiner Ladung nicht in Ordnung sein?“, begehrte Brennan auf. „Wollt ihr die Frachtpapiere sehen? Da steht drin, dass ich Fräsköpfe geladen habe. Riesige Dinger für Portalbohrwerke. Da ist nichts ...“

„Aussteigen, du Strolch!“, brüllte der Smokey und riss die Tür auf.

Der andere packte das linke Bein des Truckers und drehte es herum, als wollte er es auskugeln.

Howard Brennan spürte einen heftigen Schmerz. Und noch schlimmere Wut über diese Schikane. Er biss die Zähne zusammen und drehte sich auf dem Bock. Dann ließ er seinen freien Fuß vorschnellen und traf seinen Peiniger unterhalb des Kinns.

Anschließend sprang er aus der Kabine und packte den anderen am Kragen. Ruckartig riss er sein Knie in die Höhe und ließ den Smokey aufwimmern. Er setzte seine Faust nach und knallte sie seinem Gegner in die Magengrube.

Jetzt hatten sie beide genug.

Schleunigst nahm er wieder seinen Platz ein und gab Gas. Er kurbelte das Lenkrad nach rechts und schob den Streifenwagen in den nahen Graben. So schnell würde er da nicht wieder herauskommen. Als das erledigt war, kehrte er wieder auf die Straße zurück und erhöhte das Tempo.

Er sah gerade noch, wie die Smokeys hinter ihm herfluchten und die Fäuste schüttelten. Einer rannte zum Wagen und riss den Hörer des Funksprechgerätes ans Ohr. Ganz klar, dass er Meldung erstattete. Es würde noch gewaltigen Ärger geben.



2

„Hier spricht Baxter. Richtig. Sheriff Baxter vom Cheyenne County. Ich ersuche Sie um Amtshilfe, Kollege Ames. Meine Männer haben mir gerade einen Trucker-Rowdy gemeldet, der sich tätlich an ihnen vergriffen hat. Er fährt einen sandfarbenen White. Ich versuche, dass ich ihn selbst noch schnappe. Falls das nicht mehr möglich ist, müssen Sie ihn stellen. Der Kerl gehört ins Jail. Haben wir uns verstanden?“ Der Sheriff zerknüllte vor Zorn ein Protokoll, das er eben erst aufgenommen hatte. Er war außer sich.

Ephraim Ames nahm die Stiefel nicht von seinem Schreibtisch. Er paffte einen ansehnliche Zigarre und fühlte sich sauwohl.

„Ein Trucker, der sich Ihren Leuten widersetzt hat?“, wiederholte er verwundert.

„Was heißt widersetzt?“, brüllte Baxter. „Zusammengeschlagen hat er sie. Alle beide. Das lassen wir nicht durchgehen.“

„Natürlich nicht, Kollege. Weshalb wurde er denn gestoppt?“

„Weshalb schon? Er ist wie ’ne Rakete gefahren. Außerdem hat er andere am Überholen gehindert. Das erfüllt den Tatbestand der Nötigung. Er fährt auf Highway 40 und wird mit Sicherheit hinter Aroya auf die County Street 94 gehen. Das ist der direkte Weg nach Colorado Springs. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie ihn stoppen und einbunkern. Seinen Truck lasse ich abholen. Alles klar?“

„Alles klar, Baxter.“

Sheriff Ames vom Lincoln County legte den Hörer auf und stieß noch eine graublaue Rauchwolke zur Decke seines Office. Gemächlich nahm er nun doch die Stiefel vom Tisch und setzte sich in Bewegung. Er ging nach nebenan und erklärte seinem Deputy Victor Natwick, dass er dringend weg müsse.

„Sie schmeißen den Laden hier schon“, meinte er zuversichtlich und verließ das Office. Er wollte sich persönlich um diese Angelegenheit kümmern.



3

Howard Brennan gönnte sich keine Pause. Er hätte schon längst in Colorado Springs sein müssen. Durch den Zwischenfall an der Grenze hatte er aber eine Menge Zeit verloren. Die musste er nun wieder aufholen.

Noch neunzig Meilen. Rechter Hand lag Aroya. In einer guten Stunde musste er es geschafft haben. Sonst war er aus dem Wettbewerb. Die Western Tool Company gab nur solchen Fahrern eine Chance, die besser waren als alle anderen. Wenn er wenigstens im Convoy hätte fahren können. Doch seine Funksprüche waren nicht angenommen worden.

Kein Wunder! Die Kollegen freuten sich zwar, dass er zwei Smokeys eins auf die Unterlippe gegeben hatte, doch die Konsequenzen wollte keiner mit ihm teilen. Jeder konnte sich ausrechnen, dass die Burschen das nicht hinnehmen würden. Die holten längst zum Gegenschlag aus.

Trotzdem versuchte er es immer wieder und bearbeitete die CB-Box. Schließlich erhielt er auch Antwort.

Über die freute er sich aber nicht, denn die näselnde Stimme kannte er schon zur Genüge.

„Wenn mich nicht alles täuscht, bist du das kleine Miststück, das sich vor ’ner Stunde mit uns anlegen wollte. Jetzt kriegst du wohl Fracksausen? Recht hast du. Wir warten schon auf dich. Deinetwegen wären wir fast den Smokeys in die Hände gefallen. Das zahlen wir dir heim. Du kannst natürlich auch einen Umweg machen, wenn du nicht lebensmüde bist. Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Wir zwingen dich zu nichts.“

Umweg kam nicht in Frage. Dafür hatte er keine Zeit. Er fragte sich nur, warum die beiden auf ihn warteten, obwohl sie es doch anscheinend so eilig gehabt hatten. Das sah doch ganz so aus, als wären sie auf ihn angesetzt worden.

Er musste sich in Acht nehmen. Gegen zwei Trucks kam er nicht an. Da zog er auf alle Fälle den Kürzeren.

Howard Brennan schwitzte Blut und Wasser. Das Cheyenne County lag hinter ihm. Die Männer von Sheriff Baxter waren miese Schweine. Und Baxter selbst war der Schlimmste von allen.

Aber diesmal hatte er ihn nicht erwischt. Diesmal nicht. Bei der nächsten Fahrt hatte er wahrscheinlich weniger Glück. Doch daran dachte er noch nicht. Es würde kein nächstes Mal geben, wenn er heute versagte. Nicht durch eigene Schuld, aber wer fragte schon danach? Die Leute von Western Tool bestimmt nicht.

Er befand sich jetzt im Lincoln County. Zweifellos hatte Baxter seinen Kollegen scharfgemacht. Der würde schon auf der Lauer liegen.

Verdammt! Da standen sie schon. Er hatte es ja gewusst. Jetzt war er geliefert.

Howard Brennan überlegte flüchtig, ob es einen Sinn hatte, das Stoppsignal einfach zu übersehen. Er wusste aber, dass sie darauf wahrscheinlich nur warteten. Vermutlich schossen sie dann.

Es knarrte in der Box.

„Sie haben es wohl eilig, nach Colorado Springs zu kommen, Mister?“

Das war triefender Hohn. Natürlich hatte er es eilig.

„Es hängt für mich ’ne Menge davon ab, Sheriff“, antwortete er mit verhaltener Wut. „Ich hatte unterwegs Pech. Es passiert nicht oft, dass man von den eigenen Kollegen ’nen Tritt in den Hintern kriegt.“

„Halten Sie sich genau an meine Anweisung und bleiben Sie auf Empfang! Folgen Sie uns!“

Der Polizeiwagen setzte sich in Bewegung. Die Armbewegung des Mannes am Steuer unterstrich noch den Befehl, hinter ihm herzufahren.

Wohin würde er ihn bringen? Nach Boyero? Oder gleich nach Hugo, wo der Sitz des Sheriffs war? Auf jeden Fall bekam er jetzt eine Rechnung präsentiert, die höher ausfiel als fünfhundert Bucks.

„Hören Sie, Sheriff“, versuchte der Trucker sein Glück. „Ich glaube, es handelt sich hier um Missverständnis. Lassen Sie mich fahren. Ich ...“

„Sie sollen ja fahren. Halten Sie sich dicht hinter uns, und stellen Sie keine Fragen!“

Der Polizeiwagen raste an der Abzweigung nach Boyero vorbei und machte einige Zeit später auch keine Anstalten, nach Hugo zu fahren. Jetzt verstand Howard Brennan überhaupt nichts mehr.

Er schielte zum Tacho und stellte fest, dass er mit siebzig Meilen pro Stunde fuhr. Und das im Schlepp eines Polizeiwagens, der ihm freie Fahrt verschaffte.

Irgendwann tauchten die beiden schwarzen Freightliner auf. Als die Fahrer den Streifenwagen erkannten, machten sie schleunigst Platz und mussten auch den White passieren lassen. Sie hefteten sich zwar an seine hintere Stoßstange, wagten es aber nicht, massiv zu werden.

Auf diese Weise preschte Brennan durch das ganze Lincoln County. Kurz vor Rush ließ sich die Stimme des Sheriffs wieder hören:

„Ich empfehle Ihnen, auf den nächsten vierzig Meilen Ihr Tempo ein wenig zu drosseln, Mister. Halten Sie sich an das vorgeschriebene Limit. Weiterhin gute Fahrt!“

Brennan schnappte nach Luft. Er wollte es noch immer nicht glauben. Das würden ihm die Kollegen nicht abnehmen.

Gleichzeitig aber dachte er an die beiden Typen im Freightliner. Sobald der Polizeiwagen zurückfiel, würden sie wieder zuschlagen.

Aber auch diese Sorge war unbegründet. Er sah im Außenspiegel, wie die Freightliner anhalten mussten. Der Sheriff, der seinen Wagen zum Halten gebracht hatte, marschierte zu ihnen hinüber und ließ sich ihre Papiere zeigen. Mehr konnte Howard Brennan nicht erkennen. Die Trucks blieben zurück, und sie holten ihn auch bis Colorado Springs nicht mehr ein.

Er lieferte seine Fracht ab und erzählte dem ersten Kollegen, den er traf, was ihm unterwegs Erstaunliches passiert war.

Der andere Trucker zögerte nicht. Er tippte sich mit dem Zeigefinger gegen die Stirn und erklärte ihn für verrückt.

„Ein Smokey ist mit dir im Siebzig MeilenTempo durchs ganze Lincoln County gekachelt, ohne dich kräftig zur Kasse zu bitten? Wem willst du das weismachen, Buddy? Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Die Smokeys sind allesamt Blutsauger. Soviel ich weiß, hat im Lincoln County Sheriff Mulligan das Sagen. Der alte Knochen hat der Staatskasse noch nie ’nen Dollar entgehen lassen.“

„Mulligan soll nicht mehr im Amt sein“, erinnerte Brennan. „Der war doch schon fast siebzig.“

„Die jüngeren sind noch schlimmer. Erzähle mir nichts! Wenn du mich verscheißern willst, drücke ich dir die Nase platt.“