003A_12978_HANNI_NANNI_3.tif

001A_12978_HANNI_NANNI_3.tif

002A_12978_HANNI_NANNI_3.tifWiedersehen in Lindenhof

„Drei Wochen Ferien!“ Hanni Sullivan setzte sich im Bett auf. Es war der erste Morgen der Osterferien. „Hoffentlich haben wir schönes Wetter!“

Ihre Zwillingsschwester Nanni gähnte und drehte sich auf die andere Seite. „Herrlich, nicht so früh aufstehen zu müssen!“, sagte sie träge. „Ich schlafe noch ein Weilchen.“

„Ich nicht“, meinte Hanni und hüpfte aus dem Bett. „Nanni, draußen ist es so schön. Steh auf und komm mit in den Garten.“

Doch Nanni schlief schon wieder. Hanni zog sich an und rannte die Treppe hinunter. Sie war glücklich. Der erste Ferientag war immer irgendwie toll. Alles zu Hause schien neu und aufregend.

Ich gehe gern in die Schule – aber Ferien habe ich noch lieber, dachte Hanni. Ah, da ist die erste Osterglocke – und Veilchen gibt es auch schon!

Beide Schwestern genossen den ersten Ferientag, aber jede tat es auf ihre Weise. Nanni verbrachte die Zeit mit seligem Nichtstun, Hanni dagegen konnte nicht still sitzen und rannte überall herum. Die Mutter lachte, wenn sie ihre Zwillinge beobachtete.

„Ihr gleicht euch wie ein Ei dem anderen“, sagte sie, „dennoch seid ihr grundverschieden. Hoffentlich hält das gute Wetter an, dann werdet ihr schön braun. Genießt eure Ferien, bald sind die drei Wochen vorbei.“

„Aber Mutter – drei Wochen sind eine lange Zeit, fast eine Ewigkeit“, meinte Hanni.

Nun – die Ewigkeit schrumpfte schnell zusammen. Bald war eine Woche vorbei, dann die zweite und schließlich waren die letzten Ferientage da.

An einem besonders schönen Nachmittag besuchten die Zwillinge ihre Freundin Karin Johnston. Sie wollten zusammen Tennis spielen. Leider hatten sie nicht viel Freude am Spiel, denn das vierte Mädchen, Winnie, spielte miserabel.

Als Winnie für ein paar Minuten ins Haus lief, entschuldigte sich Karin: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, was sie heute hat“, sagte sie. „Sonst ist Winnie großartig. Anscheinend fühlt sie sich nicht wohl. Sie sprach von Kopfweh.“

Die arme Winnie fühlte sich wirklich nicht wohl. Noch am gleichen Abend bekam sie Mumps. Ihre Mutter rief bei Karins Eltern an. „Es tut mir sehr leid“, sagte sie, „Winnie hat Mumps bekommen. Hoffentlich hat Karin den schon gehabt, sonst muss sie eine Weile in Quarantäne bleiben, damit sie niemanden ansteckt.“

„Doch, Karin hat ihn gehabt“, erwiderte Frau Johnston. „Aber ich weiß nicht, wie es mit den Sullivan-Zwillingen steht. Ich will mich gleich erkundigen.“

Das Telefon läutete, als die Zwillinge ihr Abendbrot aßen. Frau Sullivan ging zum Apparat. Sie sah besorgt aus, als sie zurückkam.

„Was ist los?“, fragte Herr Sullivan.

„Frau Johnston war am Apparat“, sagte die Mutter. „Hanni und Nanni waren heute Nachmittag bei Karin, um Tennis zu spielen. Winnie Vollmar war auch dort. Jetzt erfahre ich gerade, dass sie mit Mumps im Bett liegt – und unsere Kinder haben ihn noch nicht gehabt.“

„Wir haben uns sicher nicht angesteckt“, meinte Hanni. „Wir sind überhaupt nicht nahe an sie herangekommen.“

„Das ist ja ganz schön“, sagte die Mutter. „Trotzdem könnt ihr euch angesteckt haben. Und deshalb müsst ihr beide vorerst zu Hause bleiben. Ihr werdet ein oder zwei Wochen später zur Schule zurückkehren.“

Die Zwillinge starrten sie entsetzt an. „Das ist doch wohl nicht dein Ernst, Mami! Zu Anfang ist es immer am nettesten. Können wir nicht doch fahren?“

„Auf keinen Fall. Morgen werde ich den Arzt fragen, wann ihr fahren dürft.“

Der Arzt bestand darauf, dass sie eine Woche länger zu Hause blieben.

Der Vater lachte über ihre trübseligen Gesichter. „Ich hätte erwartet, dass ihr euch über eine Woche Sonderferien freut.“

„Nicht gerade bei Schulanfang“, sagte Hanni. „Die erste Woche ist immer die schönste. Warum musste Winnie nur ausgerechnet jetzt Mumps bekommen!“

„Da kann man nichts ändern“, erwiderte die Mutter. „Seid nicht traurig! Geht viel nach draußen und genießt die Sonne. Hoffentlich werdet ihr nicht krank.“

Zu ihrem Leidwesen durften die Zwillinge keine Besuche machen und niemanden einladen. Deshalb wurde es ihnen bald langweilig.

„Ob sie uns in der Schule wohl vermissen?“, fragte Hanni. „Natürlich“, sagte Nanni. „Sie werden im Zug sitzen und sich wundern, wo wir bleiben.“

„Ob Neue dabei sind?“, fragte Hanni. „Oder neue Lehrerinnen? Erinnerst du dich noch, wie Jenny die arme Mamsell reingelegt hat? Ich bin fast umgekommen vor Lachen.“

„Ich darf gar nicht daran denken, sonst ärgere ich mich nur!“, sagte Nanni. „Fühlst du dich eigentlich krank, Hanni? Hast du Kopfweh oder Halsschmerzen oder sonst irgendetwas?“

„Überhaupt nichts! Aber wäre es nicht schrecklich, wenn wir gerade am letzten Tag der Quarantäne den Mumps bekämen und dann erst recht nicht nach Lindenhof fahren könnten?“

„Man könnte fast meinen, dass ihr es zu Hause unerträglich findet!“, sagte Frau Sullivan, die in diesem Augenblick ins Zimmer kam. „Ich glaube übrigens nicht, dass ihr krank werdet. Ihr braucht euch also gar nicht aufzuregen.“

Die Zwillinge versuchten den Rat ihrer Mutter zu befolgen. Das Wetter war schön und sie verbrachten die meiste Zeit im Garten.

Endlich kam der letzte Tag der Quarantäne. Am Abend erschien der Arzt um sie noch einmal zu untersuchen. Er lächelte ihnen freundlich zu und sagte:

„Es tut mir leid, aber ich muss euch eine traurige Mitteilung machen – morgen müsst ihr in die Schule!“

Bei den ersten Worten des Arztes hatten die Zwillinge entsetzte Gesichter gemacht, aber als er geendet hatte, strahlten sie.

„Hurra, morgen geht es wieder in die Schule!“, riefen sie vergnügt. „Hurra! Mami, können wir jetzt packen?“

„Das habe ich bereits getan“, sagte Frau Sullivan lächelnd.

Am nächsten Tag fuhren die Zwillinge nach Lindenhof. Sie waren glücklich und aufgeregt.

„Es ist schön, wieder hier zu sein“, meinte Hanni, als sie auf das große weiße Gebäude zugingen. „Was wohl alle so treiben?“

Sie kamen gerade zum Nachmittagskaffee. Die Mädchen saßen im großen Speisesaal. Hanni und Nanni hörten schon von Weitem das Stimmengewirr. Sie öffneten die Tür und traten ein. Zuerst bemerkte sie niemand. Dann sah Jenny zufällig in ihre Richtung, entdeckte sie und schrie auf.

„Hanni! Nanni! Schau, Hilda! Katrin! Sie sind zurück! Hurra!“ Jenny sprang auf und lief auf sie zu, Katrin und Hilda hinterher. Sie zogen die Zwillinge an ihren Tisch und machten für sie Platz. Frau Roberts, ihre Klassenlehrerin, nickte den Schwestern zu und lächelte.

„Nett, dass ihr zurück seid! Hoffentlich haben die gefräßigen Mädchen noch etwas für euch übrig gelassen.“

„Ich bin froh, wieder in Lindenhof zu sein“, sagte Nanni und setzte sich zu ihren Freundinnen an den Tisch.

„Habt ihr uns ein bisschen vermisst?“, fragte Hanni.

„Ja, sehr sogar“, sagte Hilda, „aber am meisten habt ihr Mamsell gefehlt – nicht wahr, Mamsell?“

„Mamsell“ – die gewohnte Bezeichnung für die Französischlehrerin – klang den Zwillingen vertraut in den Ohren. Zu Hause hatten alle darüber gelacht. Frau Sullivan verbesserte ihre Töchter stets: „Sagt doch richtig ‚Mademoiselle’!“ Aber in Lindenhof sagte jeder „Mamsell“.

Mamsell also nickte und sagte dann mit ihrer tiefen Stimme: „Ohne euch beide kommt mir das Klassenzimmer ganz leer vor. Niemanden kann ich ausschimpfen – und zu keiner Arbeit kann ich ‚fürchterlich’ sagen.“

Die Zwillinge lachten; sie waren es ja gewesen, die der Französischlehrerin ihren Spitznamen gegeben hatten: „Mamsell Fürchterlich“.

Bald war eine lebhafte Unterhaltung im Gange. Nur vier oder fünf Mädchen saßen still daneben. Das waren die Neuen. Sie kannten die Zwillinge nicht, starrten nur stumm zu ihnen hinüber und wunderten sich über den begeisterten Empfang.

Der erste Tag im Internat

Voll Freude streiften Hanni und Nanni nach dem Kaffee durch den Garten. Unterwegs trafen sie Linda Turm. Sie leitete die Sportabteilung und die Zwillinge mochten sie sehr.

„Hallo, ihr beiden“, sagte Linda und blieb stehen. „Wie steht‘s mit eurem Tennis? Hoffentlich habt ihr in den Ferien geübt?“

„Nur ein bisschen“, antwortete Hanni ehrlich. „In unserer alten Schule haben wir recht gut gespielt, aber ich glaube nicht, dass es für die Mannschaft in Lindenhof reicht.“

„Wahrhaftig, ihr habt euch gründlich geändert, seit ihr hier seid.“ Jenny lachte. „Die hochnäsigen Zwillinge von früher hätten sicher behauptet, sie seien Meisterspielerinnen.“

„Fang nicht davon an, Jenny“, erwiderte Hanni verlegen. Sie mochte nicht gern daran erinnert werden, wie sie und Nanni sich zu Anfang aufgeführt hatten.

„Lass dich doch nicht von Jenny ärgern“, meinte Lucie Oriell und hakte sich bei Hanni unter. „Ihr wisst ja: Hunde, die bellen, beißen nicht! Hanni, hast du schon gehört, dass ich eine Klasse aufgerückt bin? Leider werde ich nun nicht mehr so viel mit euch zusammen sein können wie früher.“

„Das tut mir sehr leid“, sagte Hanni traurig. Sie und Nanni mochten die fröhliche Lucie sehr. Lucies Vater hatte sich bei einem Autounfall den Arm schwer verletzt und konnte deshalb seinen Beruf als Maler nicht mehr ausüben. Beinahe hätte Lucie Lindenhof verlassen müssen, weil ihre Eltern die Kosten für das Internat nicht mehr aufbringen konnten. Die Direktorin jedoch hatte Lucie für ein Stipendium vorgeschlagen.

„Margret ist auch aufgerückt“, berichtete Lucie. Die große schlanke Margret kam in diesem Augenblick hinzu. Sie gab den Zwillingen einen freundschaftlichen Rippenstoß.

„Hallo“, sagte sie. „Habt ihr schon die traurige Neuigkeit gehört? Lucie und ich sind jetzt in der dritten Klasse – und wir arbeiten verflixt hart. Stimmt‘s, Lucie?“

Lucie nickte. Margret war ihre Freundin. Die beiden Mädchen waren sehr froh, dass sie zusammen in die dritte Klasse aufgerückt waren. „Aber sonst sind wir doch noch alle zusammen?“, fragte Nanni, als sie zum Gemeinschaftsraum gingen.

„Ja“, nickte Jenny. „Ein paar Neue sind dazugekommen. Übrigens hat sich eure Cousine mit einer von ihnen angefreundet – es ist eine Amerikanerin, steinreich, sie heißt Sadie Greene. Da drüben steht sie.“

Die Zwillinge schauten zu Sadie hinüber. Mit ihrer eleganten Kleidung stach sie alle anderen aus.

„Liebe Zeit!“, meinte Hanni staunend. „Was für ein Modepüppchen!“

„Wahrhaftig“, sagte Jenny. „Sie denkt nur an ihr Aussehen und bringt mit ihrem französischen Akzent die arme Mamsell schier zur Verzweiflung. Und sie redet wie eine verhinderte Filmschauspielerin. Für eure alberne Cousine ist sie nicht das Rechte. Sobald die beiden zusammen sind, sprechen sie nur von Kleidern, Frisuren und Filmstars – etwas anderes interessiert sie nicht.“

„Wir werden uns Elli einmal vorknöpfen“, meinte Hanni. „Ich habe schon gemerkt, dass sie sich jetzt noch alberner benimmt als sowieso schon. Aber – wer ist das da drüben? Diese Wilde da?“

„Das ist Carlotta“, sagte Jenny grinsend, „eine halbe Spanierin. Sie hat ein noch hitzigeres Temperament als Mamsell. Und das will schon was heißen. Von der Schule hat sie ganz seltsame Vorstellungen – aber sie ist ein lustiger Kerl. Sie und Mamsell werden sich noch einmal ganz fürchterlich in die Haare kriegen, darauf möchte ich wetten.“

Ist das schön, wieder hier zu sein, dachte Hanni. Aufregungen wird es in den nächsten Monaten garantiert genug geben. Nur schade, dass Margret und Lucie nicht mehr in unserer Klasse sind!

An ihrem ersten Schultag hatten Hanni und Nanni noch keine Hausaufgaben. Aber sie mussten auspacken und ihre Sachen einordnen. Deshalb verließen sie bald den Gemeinschaftsraum und gingen in den Schlafsaal hinauf.

„Ihr seid jetzt in Nummer sechs“, rief ihnen Hilda nach. „Ich bin auch dort, außerdem Jenny, Helene Arnold – eine Neue – und Carlotta Braun. Dann noch Katrin und Suse. Ihr merkt schon, welches eure Betten sind.“

„Komm, beeil dich“, forderte Hanni ihre Schwester auf. „Ich möchte möglichst schnell wieder unten sein. Es gibt noch so viel zu fragen. Eine von den Neuen hat mir ganz gut gefallen – ich meine die mit der Himmelfahrtsnase und den spitzbübischen Augen.“

„Ja, die mag ich auch“, sagte Nanni. „Sie sieht aus, als hätte sie es faustdick hinter den Ohren. Da passt sie gut zu Jenny.“

„Wir müssen die Hausmutter und Frau Theobald begrüßen“, erinnerte Hanni, als sie mit dem Auspacken fertig waren. Sie gingen also zur Hausmutter hinüber. Sie sortierte gerade die Wäsche, „Herein“, rief sie mit fröhlicher Stimme, als die Zwillinge anklopften. „Da sind ja die beiden Tunichtgute wieder“, sagte sie und lächelte. „Und ich hatte es so friedlich!“

Die Zwillinge grinsten. Wie alle Mädchen mochten sie die Hausmutter gut leiden. Sie besaß viel Humor und hatte Verständnis für alle Nöte. Aber wehe, wenn jemand seine Sachen nicht in Ordnung hielt oder nachlässig war! Dann brach ein gehöriges Donnerwetter los!

„Hier sind eure Laken und Handtücher“, sagte die Hausmutter. „Geht achtsam damit um. Denkt immer daran, dass ihr die Risse selber stopfen müsst. Und jetzt verschwindet – falls ihr nicht einen Schluck aus meiner schönen Arzneiflasche haben wollt!“

Die Zwillinge lachten. Die Hausmutter besaß die größten Arzneiflaschen, die sie je gesehen hatten. Auf dem Kaminsims stand eine riesige, bis an den Rand gefüllte. Die Hausmutter nahm sie in die Hand und schüttelte sie. „Wollt ihr mal versuchen?“, fragte sie. Die Zwillinge flüchteten. Sie rannten die Treppe hinunter, um Frau Theobald, die freundliche Direktorin, zu besuchen. Frau Theobald saß an ihrem Schreibtisch. Sie schaute auf und lächelte den Zwillingen zu. Hanni und Nanni wurden ein bisschen rot. Sie verehrten ihre Direktorin; aber ein klein wenig Angst hatten sie doch vor ihr.

„Nun, Zwillinge“, sagte Frau Theobald, „ich weiß immer noch nicht, wer wer ist. Bist du Hanni?“, sie schaute Nanni an, als sie das sagte, und Nanni schüttelte den Kopf.

„Nein, ich bin Nanni“, erwiderte diese lachend. „Ich habe ein paar Sommersprossen mehr als Hanni. Das ist die einzige Möglichkeit, uns auseinanderzuhalten.“

Frau Theobald lachte. „Das ist ja ganz einfach, wenn ihr beide vor mir steht“, meinte sie. „Aber was mache ich, wenn ich nur eine von euch sehe? Nun, ich hoffe, ihr strengt euch in den nächsten Monaten an. Ihr seid nicht dumm; und wenn ihr euch bemüht, könnt ihr die Besten der Klasse werden.“

Die Zwillinge waren sehr stolz auf das Lob. Sie verließen die Direktorin mit dem festen Vorsatz hart zu arbeiten. „Ein Glück, dass wir keinen Mumps bekommen haben!“, sagte Hanni. „Wie würden wir da hinter den anderen herhinken!“

Es war Zeit zum Abendessen, als sie in den Gemeinschaftsraum zurückkamen. Die Mädchen strömten schon in den Speisesaal. Jenny kam mit dem Mädchen mit der Himmelfahrtsnase.

„Hallo Hanni, hallo Nanni“, rief sie. „Darf ich euch das schwarze Schaf der Klasse vorstellen – Bobby Ellis!“

Bobby grinste und ihre Augen wurden noch spitzbübischer. Sie sah wirklich vorwitzig aus und sie benahm sich sehr unbekümmert. Das gefiel den Zwillingen sofort.

„Heißt du wirklich Bobby“, fragte Hanni, „oder ist das dein Spitzname?“

„Eigentlich heiße ich Roberta“, erwiderte Bobby. „Aber das ist so ein langer, langweiliger Name. Alle nennen mich Bobby. Das ist viel lustiger. Übrigens habe ich eine Menge über euch beide gehört.“

„Hoffentlich nur Gutes“, sagte Nanni lachend.

„Das möchtest du wohl wissen!“, erwiderte Bobby und grinste. Dann ging sie mit Jenny weiter.

Nach dem Abendessen kehrte die Klasse in den Gemeinschaftsraum zurück. Das Radio wurde angestellt und der Plattenspieler lief. Einige Mädchen strickten, andere lasen und ein paar faulenzten herum. Als es Zeit zum Schlafengehen war, fühlten sich die Zwillinge schon wieder ganz zu Hause. Sie konnten sich gar nicht vorstellen, dass sie erst ein paar Stunden hier waren.