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Impressum:

Die Abrichtung | Erotischer SM-Roman

von Alexandra Gehring

 

Alexandra Gehring lebt im Südwesten Deutschlands und arbeitet in einem sozialen Beruf. Sie selbst lebt SM und hat darin eine neue Welt für sich entdeckt. Eines Tages begann sie, ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Daraus ist ihr erstes Buch „Die Abrichtung“ entstanden. Auch in ihrem zweiten Roman „Schläge der Lust“ ist so manches Erlebte in eine fiktive Handlung eingeflossen.

 

Lektorat: Nicola Heubach

 

 

Originalausgabe

© 2017 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © sakkmesterke @ istock.com

Umschlaggestaltung: Matthias Heubach

 

ISBN 9783862775873

www.blue-panther-books.de

Kapitel 1

»Ich gehe jetzt. Mach’s gut, Schatz. Ich habe dir einen Brief auf deinen Schreibtisch gelegt. Bin gespannt, was du dazu sagen wirst. Bis heute Abend«, rief Saris Mann Sven. Kurz darauf fiel die Haustür ins Schloss.

Sari biss gerade von ihrem Marmeladenbrötchen ab. Nur ein leise murmelndes »Tschüss« kam ihr über die Lippen. Nachdem sie, wie jeden Morgen, noch etwas in der Zeitung geblättert hatte, wurde sie nun doch neugierig. Seltsam. Er hatte ihr einen Brief geschrieben? Warum? Weshalb?

Sven war zweiundfünfzig Jahre, erfolgreicher Geschäftsmann, ihr liebenswerter Ehemann und Partner, und für sie immer noch ihre große Liebe. Ihre beiden Söhne studierten in Freiburg. Sie hatte sich damit arrangiert, die Jungs immer seltener zu sehen. Zum Glück gab es ja das Handy mit all den vielseitigen Kommunikationsmöglichkeiten.

Vor einigen Tagen feierten sie Saris vierundvierzigsten Geburtstag. Die vielen Komplimente, wegen ihrer tollen Figur und ihres jugendlichen Aussehens, waren für sie das schönste Geschenk gewesen.

Auch beruflich war sie mit sich voll im Reinen. Als Fotografin hatte sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. Landschaftsfotografie war schon immer ihre Leidenschaft gewesen. Ihre Fotos hatten inzwischen einen guten Marktwert. Auf Vernissagen und Ausstellungen hatte sie sich einen Namen gemacht.

Sie ging zum Schreibtisch. Mit einer inneren Unruhe öffnete sie den Brief und las.

»Das gibt’s doch nicht ...« Sie musste sich setzen. Das Papier in ihrer Hand zitterte, Schweißperlen glitzerten auf ihrer Stirn. Ihr Puls pochte deutlich ... »Das kann doch nicht wahr sein. So ein Mistkerl ...« Sie musste schmunzeln. »So ein verrückter Spinner.« Meinte er das wirklich mit vollem Ernst? Ihr Sven?

Sie musste diesen Brief teilen. Augenblicklich rief sie ihre Freundin Ina an, die versprach, sofort vorbeizukommen.

Kapitel 2

Keine zwanzig Minuten später klingelte sie an Saris Haustür.

»Erzähl, was ist los? Du siehst etwas mitgenommen aus.« Ina begrüßte ihre Freundin mit einer innigen Umarmung. »Ich bin wirklich gespannt!«

»Hier«, Sari hielt Ina den Brief hin, »lies mal! Den hat mir Sven heute Morgen auf den Schreibtisch gelegt. Ich brauch dich jetzt unbedingt zum Reden!«

Nach einigen Zeilen des Lesens schaute Ina sichtlich erstaunt hoch. Schnell vertiefte sie sich wieder in das Schreiben, um ab und zu mit dem Kopf zu schütteln und ihrer Verwunderung damit Ausdruck zu geben.

»Jetzt bin ich aber baff!« Ina ließ den Brief sinken. »Nun kann ich deine Erregtheit verstehen.«

»Das bleibt natürlich unter uns«, sagte Sari eindringlich, während ihre Freundin nickte. »Sven hat sich heute Morgen ganz normal verabschiedet. Das scheint kein Spiel oder Spaß von ihm zu sein. Ich glaube, er bietet mir das wirklich an.«

»Nun mal langsam! Zuerst reden wir nochmals darüber, was dein Mann von dir erwartet. Du sollst also laut seinem Wunsch für zehn Tage in ein Sex-Camp nach Südfrankreich. Dort handelt es sich um ein Elite-SM-Camp auf höchstem Niveau mit luxuriösem Ambiente in der Nähe von Montpellier.« Inas Gesicht hatte sich errötet.

Sari nickte.

Zunächst war Ina sprachlos. Nach einer Pause, in der sie tief durchatmete, überflog sie nochmals das Schreiben, jetzt aber mit einem Schmunzeln im Gesicht. »Sven betont ausdrücklich, dass es sich um ein Top-SM-Camp dieser Art in Europa handelt, obwohl das ja auch nichts an seinem verrückten Ansinnen ändert ...« Ina blickte ihre Freundin Sari prüfend an. »Du hast mir ja schon Andeutungen über eure, beziehungsweise deine, sexuellen Neigungen gemacht. Jetzt raus mit der Sprache! Werd mal bitte konkreter. Das macht mich ganz kribbelig. Es wirkt alles so unwirklich und verrückt auf mich. Also, rück jetzt raus damit!«

Sari atmete lang aus. »Also schön. Zu unserem Sexleben gehören Fesseln, die Augen verbinden, auch mal den etwas härteren Klaps auf meinen Po ... Sven genießt es, wenn ich mich devot verhalte, und mich törnt es unglaublich an, seinen Anordnungen Folge zu leisten. In diesen Momenten kann ich mich fallenlassen ... loslassen ... ich gehöre ihm ... Ich möchte diese Momente nicht missen. Ich denke, ohne solche Abwechslungen kann ich mir unseren Sex nicht mehr vorstellen. Sven ist ein gutaussehender, attraktiver Mann. Ich will ihm eine geile und willige Partnerin sein. Und er wiederum bemüht sich, mich immer zu befriedigen. Es ist ein Geben und Nehmen. Nur so, glaube ich, kann es über Jahre funktionieren. Natürlich habe ich auch sexuelle Sehnsüchte und Phantasien. Aber ich denke, das ist normal in einer langen Beziehung und wird bei dir nicht anders sein.«

Ina nickte.

»Trotzdem«, fuhr Sari fort und strich sich durch die Haare, »überrascht mich natürlich sein Ansinnen. Außerdem hat er nicht die kleinste Andeutung gemacht. Nichts!«

»Mein Gott, Sari, das haut mich richtig um!«, sagte Ina. »Hast du einen tollen Mann! Meiner hätte maximal die Idee, mich drei Tage mit Oma an den Bodensee zu schicken. Und du sollst ... Ich kann es nicht fassen!«

»Meinst du, er ist mit unserem Sexleben unzufrieden? Mit mir oder mit dem, was ich ihm biete? Haben wir vielleicht zu wenig Abwechslung? Schließlich kennen wir uns schon sehr lange. Wie siehst du das?«

Ina schüttelte den Kopf. »Wenn dem so wäre, würde er dich darauf ansprechen. Ich kenne Sven ja nun auch schon viele Jahre. Andere Männer würden sich mit einer anderen vergnügen, Sven ist nicht so. Ich glaube, er sieht es als eine Chance, in einen neuen Lebensabschnitt zu gehen. Ihr kennt euch viele Jahre. Die Kinder sind aus dem Haus. Warum nicht mit neuer Lust und Power in die nächsten Jahre gehen? Ich finde die Idee klasse! Andere trennen sich, ihr gebt euch einen positiven Schub. Ich denke, er meint es ehrlich mit dir. Natürlich ist das ein verrücktes, mehr als außergewöhnliches Angebot, aber es ist doch super, dass er auf eine solche Idee kommt!« Ina lachte.

»Ja, ich sehe es ja auch so. Trotzdem muss ich das alles erst mal verdauen. Danke für deine Meinung, Ina. Du weißt, deine Meinung ist mir wichtig.«

Kapitel 3

Als Ina gegangen war, setzte sich Sari vor den Computer. Sie war neugierig auf die Internetseite des SM-Camps. Und kaum hatte sie diese geöffnet, saß Sari mit offenem Mund davor. Die Beschreibung des Camps war professionell gemacht. Es wirkte schlicht und sachlich. So, als sei es das Normalste, das Selbstverständlichste der Welt, als sei es ein gewöhnlicher Urlaubstrip, mehr nicht.

Fotos des Camps und ein deutlicher Text ließen sie unruhig auf ihrem Stuhl werden. Was für ein Tag! Wenn sie daran dachte, tatsächlich in das Camp zu gehen ... Sie, die konservative, wohlerzogene und anständige Ehefrau und Mutter ... Wenn sie nur daran dachte ... Vor und mit fremden Männern!

»Das ist doch verrückt!«, sagte sie laut zu sich selbst, als sie den Text fasziniert, aber auch ungläubig, durchlas. Konnte ihr Mann das tatsächlich wollen? Er, der so seriös war? Er, den sie nach den vielen gemeinsamen Jahren immer noch aufrichtig liebte?

Wenn Sven auf längerer Geschäftsreise war, befriedigte sie sich oft selbst. Jetzt schaltete sich ihr Kopfkino ein. Dieses Angebot, diese Seite ... Wörter wie Abrichtung, Erziehung, Erniedrigung, Benutzung ließen sie in einen Taumel fallen.

»Ich soll das erleben«, murmelte sie vor sich hin.

Am meisten erstaunte sie, dass ihr Mann auf so eine Idee kam. Irgendwie machte sie das aber auch gleichzeitig stolz, und sie spürte, wie sie das alles natürlich nicht unberührt ließ. Sie sollte mit fremden Männern ficken ... ihre Schwänze lecken ... In ihrer Fantasie sah sie sich im Camp von Männern umgeben. Sie hatte schon solche Gangbang-Videos im Netz angeschaut. Mehrere Männer nahmen eine Frau so richtig ran. Das hatte was! Aber es war eben nur für ihre Fantasie. Jetzt sollte sie das real erleben ...

Zwischen ihren Beinen spürte sie deutlich Nässe. Sie nahm zwei Finger, führte sie hin. Patschnass.

Keine fünf Minuten später kam es ihr so stark, dass der Vibrator polternd auf den Boden fiel. Mit zusammengepressten Beinen, die Finger in ihrer nassen geilen Votze, schüttelte es sie durch. So stark hatte sie es schon lange nicht mehr erlebt. Sie atmete heftig, ihr Puls raste.

Na immerhin, das hat er damit schon mal erreicht, dachte Sari aufgewühlt.

Kapitel 4

Die Cola schmeckte ausgesprochen gut. Lautstark erklang Silbermond aus dem CD-Player: »Wann reißt der Himmel auf.« Sari summte die Melodie lächelnd mit und fragte sich, ob sie nach dem Camp noch in den Himmel käme. Sie hatte ihre Zweifel.

Noch dreißig Minuten bis Montpellier, informierte sie das Navi. Von dort waren es dann nur noch ein paar Kilometer zu ihrem Ziel.

Sari hatte nach mehreren Gesprächen mit ihrem Mann und ihrer Freundin den Entschluss gefasst, das vorher Undenkbare, tatsächlich erleben zu wollen.

Sven sagte dazu, dass es sie beide enger verbinden würde. Es wäre kein Fremdgehen. Das Risiko wäre eher auf seiner Seite. Er hoffte, sie würde nicht nach drei Wochen wieder ins Camp wollen ... Das meinte er mit einem süffisanten Unterton.

Bei wichtigen Entscheidungen konnte sie sich auf ihren Mann verlassen. Warum also jetzt nicht auch! Dass es ihr Leben verändern könnte, war ihr bewusst. Besonders wichtig war auch, dass im Camp kein Jugendwahn herrschte. Eine große Anzahl der Frauen waren über vierzig, nach oben offen. Ihre Neugierde und die Lust, es zu erleben, hatten über Vernunft und Ängste gesiegt.

Beim Ficken hatten Sven und Sari gespürt, wie das Thema beide aufputschte. So intensiv, so geil, so dirty hatten sie es lange nicht mehr getrieben.

Und nun war sie bereits auf dem Weg ins Camp!

Mit bloßer Vernunft war das nicht zu erklären. Aber musste denn alles immer vernünftig und rational erklärbar sein? Dieses Camp war ein Ausbrechen aus dem Alltagstrott. Ein Kick für sie beide, für ihre gemeinsame Zukunft.

Von Saris Seite war es eine Bauchentscheidung gewesen. Bisher war sie damit gut gefahren. Sie wollte über ihren Schatten springen, sich lösen von anerzogenen Tabus, ausbrechen aus dem Gleichmaß des Alltags, einfach dem Trott entfliehen.

Während der Tage vor ihrer Abfahrt war Sven sehr aufgewühlt gewesen. Immer wieder sagte er ihr, wie gespannt und neugierig er auf ihre Rückkehr wäre und wie er ihren Entschluss bewunderte. Er gab aber auch zu, dass er das Ganze noch nicht einordnen konnte, nicht wusste, wie seine Empfindungen während ihrer Abwesenheit sein würden.

Sari blickte auf ein hölzernes Tor. Das Camp lag etwa zwölf Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt an einem Waldrand. Sie drückte auf einen Klingelknopf und wartete. Eine Stimme fragte durch eine Gegensprechanlage nach ihrem Namen. Mit leicht zitternder Stimme nannte sie ihn. Dann öffnete sich das hölzerne Camptor. Mit Herzklopfen parkte sie ihren Wagen in einem Carport.

Die Kleiderordnung erlaubte ihr, mit nur einem kleinen Koffer anzureisen, für sie als Frau ein absolutes Novum.

Sari stieg aus und betrat ein großes Haus. Hinter einem breiten Tresen saß eine etwa 25jährige Schönheit und strahlte sie an.

»Willkommen in unserem Camp«, sagte sie. »Ich hoffe, du hattest eine gute Fahrt. Freut mich, dich hier begrüßen zu dürfen. Ich bin Sofia, komme aus der deutschsprachigen Schweiz. Wir erledigen kurz die Formalitäten, dann kannst du auf dein Zimmer.«

Über die deutsche Begrüßung war Sari nicht erstaunt. Die Besitzer und Betreiber waren Deutsche. Auch ein Grund, weshalb sie hier war.

»Fühl dich wie in einem ›All Inclusive Hotel‹. Komm bitte zur Einweisung in einer Stunde in das ›Chefzimmer‹.« Sofia zeigte auf eine der Türen. »Privatkleidung ist ab sofort nicht mehr erwünscht. Die näheren Informationen findest du in unserer Infobroschüre auf deinem Zimmer. Dann wünsche ich dir eine aufregende Zeit hier im Camp.«

Sari bedankte sich und fuhr mit dem Fahrstuhl nach oben. Das liebevoll eingerichtete Zimmer war ganz nach ihrem Geschmack. Vom Balkon aus hatte sie eine herrliche Aussicht auf die Umgebung. Sie war mehr als zufrieden.

Als sie unter der Dusche stand und das warme Wasser ihren Körper umspielte, fühlte sie sich angekommen. Es kribbelte in ihr. Die Anspannung ging in Neugierde über. Ihr verrücktes Abenteuer war Wirklichkeit geworden.

Sie öffnete einen Umschlag, der auf dem Bett lag. Er ent­hielt klare Anordnungen über den Ablauf des Camplebens. Männer wie Frauen hatten im Intimbereich perfekt rasiert zu sein. Das empfand sie als selbstverständlich. Ihre Haare mussten hochgesteckt werden. Zum Frühstück und Abendessen war die Kleiderordnung vorgegeben. Die Männer in dunkler Hose und weißem Hemd, die Frauen in vom Camp gestellten sommerlichen, kurzen Kleidchen. Für sie als Neuling lag ein rotes Kleid auf ihrem Bett. Das Tragen von BH und Slip war grundsätzlich verboten.

So langsam wurde es ernst. Sari spürte ihre innere Unruhe, als sie das enge, knappe Kleid anzog. Prüfend betrachtete sie sich im Spiegel. Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht.

Mit einem flauen Gefühl im Magen verließ sie das Zimmer. Das Abenteuer begann.

Kapitel 5

Ein etwa 55jähriger großer, sportlicher Mann stellte sich vor.

»Herzlich willkommen. Ich bin Tim Meisner und leite seit sechs Jahren das Camp. Ich erkläre dir deinen Tagesablauf und einige Regeln für deinen Aufenthalt. Unsere Jungs kommen aus verschiedenen Ländern, sprechen aber alle Deutsch, da der größte Anteil unserer Gäste deutschsprachig ist.

Dein Handy bleibt in unserem Tresor. Wir werden deinen Ehemann von daher umgehend über deine Ankunft im Camp verständigen. Außenkontakte sind verboten. Falls du etwas auf dem Herzen hast, wende dich bitte an mich oder an Sofia.

Alle hier reden sich nur mit dem Vornamen an. Wie du mit deiner Unterschrift in unserem Vertrag bestätigt hast, befolgst du alle Anweisungen unserer Mitarbeiter. Aus deiner Akte kann jeder der Jungs deinen tagesaktuellen Ausbildungsstand nachlesen. Unsere Wortwahl ist deutlich. Kuschelbegriffe wie Muschi und Brüste oder Popo passen nicht zu unserer Philosophie.

Auf deinem Zimmer liegt ein Umschlag, den du bestimmt schon gesehen hast. Darin ist dein Codewort. Falls du eine Session abbrechen willst, schreist du es raus. Im Abschlusszertifikat an deinen Mann wird dies natürlich festgehalten. Also überlege dein Verhalten sehr genau. Bedenke dabei, dass diese Session nicht wiederholt wird.

Weiter findest du in deinen Unterlagen eine Übersicht über SM-Begriffe, wie zum Beispiel: Gagging oder Rimjob. Lies das bitte durch, damit die Jungs nicht noch langwierige Einweisungen durchführen müssen. Wenn du etwas total ablehnen möchtest, sag das rechtzeitig. Alle hier haben Verständnis dafür.

Auf deinem Zimmer liegt außerdem noch ein Fragebogen. Kreuze an, welche Bereiche und welche Sessions deiner Neigung entsprechen. Daraus erstellen wir deinen Tagesplan. Solltest du gesundheitliche Probleme haben, sag das unserem Team. Letztendlich bist du unser Gast und sollst dich trotz deiner Ausbildung wie im Urlaub wohlfühlen.

Unsere Aufgabe besteht darin, dich für deinen Mann als perfekte Sub und Sexgespielin abzurichten. Du wirst lernen, eine perfekte Fick- und Lecksklavin zu sein. Peitsche und Rohrstock wirst du lieben und verfluchen. Du wirst eine andere Frau sein, wenn du das Camp verlässt.

Es gibt hunderte von Kursen, wie Kochkurse, Schwimmkurse, Tanzkurse, Yoga, und so weiter. Millionen betätigen sich in ihrer Freizeit, um etwas zu erlernen und sich weiterzubringen. Nur im Bereich Sex, dem so wichtigen zwischenmenschlichen Bereich, ist das ein Tabuthema. Dabei ist guter Sex optimal für unsere Gesundheit. Die Hormonausschüttung bei einem Orgasmus ist für uns ein Jungbrunnen. Kreislauf, Blutdruck und Puls erreichen bei aktivem Sex die Werte von Spitzensportlern. Du siehst, du tust hier etwas für deine Gesundheit.«

Sari lachte. »Ist ja super. So habe ich das bisher nicht gesehen!«

»Also«, fuhr Tim Meisner weiter fort, »was machen wir hier mit dir? Wir trainieren dich und bilden dich aus. Natürlich ist uns bewusst, dass du viel Lebenserfahrung hast und selbstverständlich sexuell keine Anfängerin bist. Um es noch etwas deutlicher zu sagen, sicherlich bist und warst du immer eine geile Partnerin für deinen Mann. Ihr kennt euch schon eine lange Zeit, jeder hat seine Vorlieben im Sex, seine Praktiken. Das ist allen hier bewusst. Uns geht es darum, Details deiner Sexpraktiken zu verbessern und dich für Neues zu öffnen. Unser wichtigstes Ziel in den nächsten Tagen ist: Eine deutliche Steigerung deines Lustgefühls, deiner Geilheit, deiner sexuellen Offenheit. Nur wenn du es für dich selbst willst, dich fallenlassen und genießen kannst, hat dein Partner den vollen Genuss. Du willst devot sein, weil es dich geil macht. Du willst gefickt werden, weil du es liebst und es brauchst! Du spürst die Peitsche auf deiner Haut, weil du es zulässt, weil du dich spüren möchtest! Dein Orgasmus ist das größte für dich! Geh aus dieser Welt, begebe dich ins Traumland! Intensiver hast du dich noch nie erlebt! Wenn du diese »Ichbezogenheit« bewusst zulässt, haben wir unseren Job gut gemacht. Das spürt dein Partner und geilt ihn auf. Er genießt dich. Du ziehst ihn mit. Lebe deine Geilheit und zeige es.

Auch wenn dir manches nicht als lusterzeugend vorkommt, du machst es für dich und deinen Mann. Aus den vielen Spielformen, die du hier erleben wirst, könnt ihr Zuhause die Elemente verwenden, die euch antörnen. Wenn wir diese erreichen, haben wir alles richtig gemacht.

Wir sind hier eine große, exzentrische Familie. Freue dich auf eine tolle Zeit. Übrigens: Hier sind alle gleich, egal, in welchem Alter. Euch alle als ›Mädel‹ zu bezeichnen, hat einen einfachen Grund. Wir sehen diese Gleichbehandlung als eine prägende, sehr positive Lebenserfahrung an.« Tim Meisner machte eine kleine Pause und blickte Sari ein paar Sekunden lang an. Dann sagte er: »Ich würde gern ein Kompliment loswerden: Du bist eine sehr attraktive Frau und wirst einigen hier den Kopf verdrehen. Wir werden auf dich aufpassen müssen.«

Sari stieg die Röte ins Gesicht.

»Also schön, geh jetzt auf dein Zimmer. Wir sehen uns später beim Abendessen.«

Den Kopf voller Neuigkeiten ging Sari langsam auf ihr Zimmer, das musste sie alles erst einmal verarbeiten. Sie ließ sie sich auf ihrem Bett nieder. Da lag noch immer der Brief. Sie öffnete ihn erneut und zog den Zettel heraus. Sie war jetzt neugierig auf die SM-Liste. Nur wenige der Begriffe kannte sie. Mit einem Seufzen ließ sie ihren Kopf nach hinten aufs Bett sinken und schloss die Augen. Es war alles unglaublich aufregend.

Kapitel 6

Pünktlich erschien Sari in ihrem neuen roten Kleid, ohne etwas drunter zu tragen, zum Abendbuffet. In dem Kleid kamen ihre prallen Brüste voll zur Geltung. Die Nippel zeichneten sich deutlich ab. Der Saum bedeckte gerade eben ihren Po. Sie spürte die vielen Blicke auf sich. Neuankömmlinge wurden nun mal fixiert.

Das Ambiente des Außenbereiches war traumhaft. Die Werbung hatte absolut nicht übertrieben. Im Gegenteil. Bäume und Sträucher, die den Bereich begrenzten, waren alle mit blauen Strahlern erhellt. Im Innenbereich wurde alles rot ausgeleuchtet. Angrenzend war ein herrlicher Pool, der von antiken Statuen umgeben war. In einer großen Felsengrotte war eine Bar integriert, zusätzlich standen Sitz- und Liegeflächen zur Verfügung. Viele Fackeln erzeugten ein warmes Wohlgefühl. Der Brunnen im Mittelteil war ein echter Hingucker. Aus einer Vagina plätscherte das Wasser, was Sari ein Lächeln entlockte. Auf allen Tischen standen Windlichter. Gedämpfte Musik ertönte. Es war ein warmer Sommerabend. Das aufgebaute Buffet bot alles vom Allerfeinsten. Mengen von Eis kühlten die Leckerbissen. Servicemädels, wie sie hier genannt wurden, im engen Latexoberteil und kurzem blauen Rock, der wenig verhüllte, begrüßten freundlich die neuen Gäste. Die gute Laune und die Freundlichkeit aller, bestärkten den positiven Eindruck, den Sari schon von der ersten Minute an hatte.

Tim trat auf sie zu. »Hallo Sari, komm, ich begleite dich an deinen Tisch. Zurzeit sind wir um die fünfundvierzig Personen, inklusive dem Personal. Ehemalige Ausbilder und Kundinnen befinden sich ebenfalls hier im Camp. Sie können bei uns buchen und einige Tage hier verbringen. Wir freuen uns, ständig Gäste zu haben. Fremde bekommen allerdings keinen Zutritt. Nur wer Mitglied unseres Ausbilderteams war, oder aktive Gäste wie du, kann uns erneut besuchen. Inzwischen haben wir sogar Wartelisten, so groß ist die Nachfrage. Jeder hier kennt die Regeln und hält sich daran. Wir fühlen uns alle als ein großes Team.«

Sari wurde von Tim an einen Tisch geführt, an dem drei Frauen das gute Essen in vollen Zügen sichtlich genossen.

»Hi, ich bin Sari«, stellte sie sich vor.

Tim erklärte den Frauen, dass Sari heute angekommen war. Dann stellte er Sari die Frauen vor: Susan, Carla und Svenja.

Svenja schien in Saris Alter zu sein, die anderen beiden wirkten etwas jünger. Schon auf den ersten Blick waren ihr die drei Mädels sympathisch.

Tim verabschiedete sich von den Frauen und wünschte ihnen einen guten Appetit.

»Dann hole ich mir doch gleich mal mein Essen. Sieht ja alles sehr lecker aus«, sagte Sari und ging unter dem Zuspruch der Frauen zum Buffet.

Beim Essen war eine lockere, entspannte Stimmung spürbar. Sari freute sich sehr, dass die drei Frauen auch erst heute angekommen waren.

»Da sind wir ja eine verschworene Gemeinschaft«, sagte Carla.

Alle lachten und prosteten sich zu.

»Ich bin echt gespannt und neugierig, was da alles auf mich zukommt. Also vorstellen kann ich mir das nicht«, sagte Svenja in die Runde.

»So aufgeregt war ich seit meinem ersten Date nicht mehr, und das ist schon ein paar Jährchen her«, meinte Susan und musste laut lachen.

»Machen wir das Beste draus! Lasst uns anstoßen, und zwar auf eine tolle Zeit hier im Camp«, rief Sari.

Kapitel 7

Später an der Bar trat Tim zu den sich lebhaft unterhaltenden Mädels. Er prostete ihnen zu und wünschte allen eine gute Zeit. »Außerdem«, fügte er hinzu, »geht heute nicht zu spät auf eure Zimmer. Morgen beginnt der Ernst des Lebens. Ihr werdet den Schlaf brauchen! Ich wünsche euch jetzt schon eine gute Nacht.«

Die Frauen bedankten sich und redeten aufgeregt weiter.

»Ich muss euch gestehen«, sagte Sari, »ich erkenne mich selbst kaum wieder. Schon während der Anfahrt war ich so was von angespannt! Ich hoffe, das legt sich irgendwann ...«

»Mir geht es auch nicht anders«, gab Carla zu. »Seit ich das Camp gebucht habe, verspüre ich eine dauerhafte innere Unruhe. Außerdem plagen mich Selbstzweifel.«

Damit hatte Carla ausgesprochen, was auf alle zutraf. Denn die Frauen nickten bekräftigend.

***

Als Sari leicht schwankend, mit ein bisschen zu viel Alkohol im Blut, auf ihr Zimmer kam, lag dort eine schriftliche Anweisung. Sofort war ihr Verstand wach. Sie las die Aufforderung, morgen um neun Uhr in Raum drei zu kommen.

Eine Mischung aus Neugierde, innerer Unruhe – auch Freude über die netten Frauen – und eine gehörige Portion Respekt vor dem morgigen Tag, ließ sie noch lange auf ihrem Bett sitzen und den Zettel ansehen.

Kapitel 8

Eine Referentin betrat den Raum Nummer drei und wies sie alle an, sich einen Stuhl zu nehmen und sich im Halbkreis zu ihr zu setzen. Zum Erstaunen und der Freude von Sari waren sie nun sieben weibliche Neulinge. Zwei der Neuen waren älter als sie. Irgendwie fühlte sie sich jetzt noch etwas wohler.

»Mein Name ist Lena, gebürtige Österreicherin, lebe aber schon lange in Frankreich. Ich bin achtundvierzig Jahre alt und werde euch unsere Camp-Philosophie etwas näherbringen. Vier von euch sind heute angekommen, drei schon gestern. Nochmals willkommen! Es werden außergewöhnliche Tage für euch, die ihr nie vergessen werdet.

Welche Beweggründe euch auch immer hierher geführt haben, ihr habt unseren Respekt und unsere Achtung vom ganzen Team. Alle, die hier ihren Job machen, können den nicht ohne Gefühle und Empathie ausüben. Die Ausbilder sind grundsätzlich schwarz gekleidet, es sei denn, die Situation erfordert etwas anderes. In ihrer Freizeit, beim Frühstück oder Abendessen tragen sie weiße Hemden.

Was wir von euch erwarten: Geht einfach mit ins Traumland. Lernt loszulassen, zuzulassen, lernt zu vertrauen. Unser Camp ist abgeschottet, wir sind also absolut unter uns. Damit sichern wir die familiäre und positive intime Offenheit. Das herrliche, warme Sommerwetter tut ein Weiteres dazu.«

Lena blickte in die Runde. Einige der Mädels änderten ständig ihre Sitzposition. Die Anspannung war deutlich spürbar.

Dann fuhr Lena fort: »Jede von euch hat sicherlich einen anderen Beweggrund, sich hier ins Camp zu begeben. Aus meinen Abschlussbesprechungen habe ich die Erkenntnis, dass jede Besucherin eine andere Sicht auf die erlebten zehn Tage hier hat, was in diesem hochsensiblen intimen Bereich nicht verwundert. Das Wort ›Abrichtung‹ erklärt in einem Wort, weshalb ihr hier seid. Es geht um eine perfekte Ausbildung in allen Bereichen der Sexualität, von normalem Ficken mit allem, was dazugehört, bis hin zu SM mit seinen vielen Spielarten.

Im Gegensatz zum Blümchen- oder Vanillasex ist die Wortwahl im SM- oder DS-Bereich klar und deutlich, wie ihr ja schon gemerkt habt. Durch die harte, deutliche Wortwahl steigert sich die Intensität der sexuellen Handlungen. Wer dazu steht, hat sicher keine Probleme damit. Ihr seid ja hier, um neue, ungewohnte Schritte in eine offenere Denkweise zu gehen, alte Zöpfe hinter euch zu lassen, anerzogene Tabus aufzubrechen. Unter vier Augen, mit einem sympathischen Partner, sind Worte wie Schwanz, Votze, Titten gewollt und dienen zur Steigerung der Lust.

Denkt nur daran wie viele Millionen mit Telefonsex umgesetzt werden. Obwohl die Herren wissen, dass am anderen Ende der Leitung eine oftmals wenig attraktive Hausfrau beim Bügeln ist, scheint die Stimulanz zu wirken. Für viele Männer ist es der Fetisch schlechthin. Sie zahlen ordentlich Geld dafür.

In den Dominastudios geht es ähnlich zu. Die Damen führen keine sexuelle Handlung mehr aus. Sie befehlen, erniedrigen die Herren, lassen sie sich selbst befriedigen. Geilheit, nur erzeugt durch eine deutliche, harte, versaute Wortwahl, ohne einen körperlichen Kontakt. Alle Menschen haben einen eigenen Fingerabdruck. Ich denke im Kopfkino Sex sieht das nicht anders aus. Verbalsex ist also unglaublich wichtig. Es ist der Schlüssel, um in diese sexuelle Erlebniswelt einzutreten.

Sex ist nicht nur ›Rein und Raus‹ oder Positionen aus dem Kamasutra, es ist immer auch Fantasie, Kopfkino, Sehnsucht, Hautkontakt, Genuss. SM mit seinen variantenreichen Spiel-möglichkeiten und Facetten erlaubt ein Sich-Selbst-Erleben!

Ihr sollt lernen, eure Lust positiv und selbstbewusst zuzulassen. Jede Erfahrung, die ihr hier macht, prägt euch, begleitet euch ein Leben lang. Durch Können, Wissen und Erfahrung steigert ihr euer Selbstwertgefühl, ihr werdet selbstsicherer.

Was suchen wir in der Liebe?

Die Wissenschaft sagt uns, dass nach maximal zwei bis drei Jahren die Schmetterlinge im Bauch dem Alltag Tribut zollen. Unsere Emotionen, unser Gefühl und unser Verhalten prägt unser Verhältnis zum Partner. Lebenslust und Glück in der Beziehung können wir fördern, indem wir Nähe und Distanz, Sanftheit und Härte zulassen. Festigen können wir die Beziehung, indem wir dem Partner Hure und Göttin, Teufel und Engel sind. Das ist sicher für euch nichts Neues, aber es ist eben auch immer wieder notwendig, sich dessen bewusst zu sein. Ohne Veränderung entsteht leicht eine Unlust.

An folgendem Beispiel seht ihr unsere Denkweise: Fotzen mit F empfinden wir als abwertend, als Schlampe, als primitiv, als einfach, als Straßenstrich ...

Votzen mit V sind stolz auf ihre Weiblichkeit, auf ihr Können, auf Werte, auf sich, auf das Ambiente ...

Wenn ihr bei eurer Abrichtung so genannt werdet, denkt an das V, an euren Stolz, empfindet es als Kompliment.

Steht immer zu eurer Weiblichkeit! Begehrenswert zu sein, ist doch ein Privileg, das der liebe Gott euch mitgegeben hat.

Kapitel 9

Wie bleibt Sex noch spannend? Gewöhnungseffekte erzeugen Langeweile. Nutzt den fast unendlichen Facettenreichtum, den Sex bietet. Details und Unterkategorien machen die Sache spannend. Einmal nur anal, nichts anderes, ein andermal nur ein Quickie. Heute auf dem Küchentisch, ein andermal ein spontaner Mundfick im Auto. Schafft solche Ausnahmen vom Gewöhnlichen. Nutzt das! Macht es einfach. Überrascht euren Partner. Männer lieben es, wenn Frauen die Initiative ergreifen, auch wenn sie das nie zugeben würden. Lasst sie in dem Glauben, dass es ihre Idee war. Seid clever und genießt es einfach.«

In der Runde sah sie viel Kopfnicken und Schmunzeln. Alle hörten Lena nun entspannter zu.

»Ob ihr Badminton oder Handball spielt, ohne Training kommt ihr über ein Mittelmaß nicht hinaus. Deshalb seid ihr hier. Ihr wollt bessere Fickerinnen, bessere SM-Gespielinnen, einfach die perfekte Partnerin für euren Mann, Freund oder Herrn sein? Aber, und das ist das Wichtigste, ihr macht es in allererster Linie für euch!

Unter DS versteht man eine devot/dominante Beziehung. Hier erzeugt eine deutliche Wortwahl, eine Anordnung, die devot befolgt werden muss, den besonderen Kick. In einer SM-Beziehung kommt noch die strenge körperliche Züchtigung hinzu. Eine Mischung aus Dienen, Gehorchen, Befolgen, aber auch Strafen provozieren durch Ungehorsam.

Ihr werdet zu devoten Drei-Loch-Votzen erzogen und benutzt. Hier werdet ihr an eure körperlichen Grenzen geführt. Im Masobereich sind unsere Herren in der Lage, die Intensität individuell anzupassen. Schmerz soll Lust erzeugen. Du sollst deinen Körper spüren mit all deinen Sinnen, eintauchen in eine neue Welt der Emotionen. Lass es einfach mit dir geschehen. Finde Zugang zu einer neuen Lustbarkeit. Wenn du SM mit strenger Erziehung schon lebst oder erlebt hast, geh mit uns zu neuen Grenzen. Die Jungs haben die Erfahrung, um dich richtig einzuschätzen und weiterzubringen.

Ganz wichtig! Versucht euch treiben zu lassen! Alles zu hinterdenken, einzuordnen, abzuwägen und zu bewerten, ist nicht förderlich für euer Wohlgefühl. Nach Wochen seht ihr manches in einem anderen Licht. Da wir alle unterschiedlich sind und unterschiedlich empfinden, wird jede von euch manches lieben, manches verfluchen, manches ablehnen. All das ist normal. Geht in jede Session mit einer positiven Einstellung und denkt immer daran: Hier geht es um Erleben und Zulassen von Sinnlichkeit und Lust.

So, nun noch ein kleines Spiel. Auf der Karte, die ich euch gebe, steht ein Wort. Ich möchte offen und ohne Tabus hören, was euch dazu einfällt. Ihr habt euch entschlossen, hierher zu kommen. Also bitte, keine Zurückhaltung! Carla, du bist als Erste dran.«

Carla las ihr Kärtchen. Mit rotem Kopf und mit deutlicher Verlegenheit, versuchte sie ihre Aufgabe im Sinne von Lenas Aufforderung zu erledigen. »Das fängt ja ganz deftig an. Hier steht: Arschvotze. Das ist eine meiner Schwächen. Trotz viel Vaseline und langsamem Eindringen, empfinde ich es oft als schmerzhaft. Eine innere Blockade kann auch die Ursache meines Schmerzempfindens sein. Ich erwarte etwas, was dann auch eintrifft. Ich möchte jederzeit in meinen Arsch fickbar sein. Es geht mir um das Wissen, dass es möglich ist. Ob ich es in der Situation möchte, ist etwas anderes. Es geht mir um meine Lusterfüllung, nicht nur um die des Partners. Ich will meinen Körper spüren, mehr Lust empfinden können. Ich möchte auch noch sagen, warum ich hier bin. Ich darf von mir sagen, dass ich in meinem Job sehr erfolgreich bin. In einigen Sportarten habe ich schon manchen Pokal gewonnen. Hier im Camp möchte ich mich in meinen weiblichen Fähigkeiten auf einen höheren Level bringen lassen. Ich freue mich darauf, diese neue Erfahrung zu machen.«

Lena nickte. »Danke, das ist der Grundgedanke des Camps.«

Kapitel 10

»Jetzt bitte Lara! Was steht auf deiner Karte?«

»Okay. Da steht: devot und maso. Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht diese Neigungen hätte, natürlich nur innerhalb einer Session. Devot sein ist ein Sich-hingeben. Ohne Vertrauen geht nichts. Leichter Schmerz macht mich körperbewusst. Ich spüre mich. Natürlich geilt es mich auch richtig auf, wenn mein Partner seine Lust befriedigen kann. Blümchensex kann sehr lustvoll sein, aber ab und an möchte ich so richtig hart rangenommen werden. Wenn beide so denken, ist Sex eines der wichtigsten Dinge, ein Bindeglied in der Partnerschaft. DS mit der Spielweise devot und dominant, erweitert je nach Stimmung um ein Vielfaches die sexuellen Möglichkeiten, deshalb gehört es für mich natürlich dazu. Ich bin sehr gespannt und gewillt, neue Erfahrungen hier zu erleben.«

»Danke. Sari, bitte, was hast du auf deinem Kärtchen stehen?«