Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses Buch
  3. Über die Autorin
  4. Titel
  5. Impressum
  6. Widmung
  7. Zitat
  8. Better Endings: Unterwegs nach Cold Mountain. Oder: Ich glaube, ich spinne!
  9. 1
  10. Better Endings: Ist Heimat ein Ort?
  11. 2
  12. 3
  13. 4
  14. 5
  15. Better Endings: Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss
  16. 6
  17. 7
  18. 8
  19. 9
  20. 10
  21. 11
  22. 12
  23. Better Endings: Träume werden Wirklichkeit?!
  24. 13
  25. 14
  26. 15
  27. 16
  28. 17
  29. 18
  30. 19
  31. 20
  32. Better Endings: Wie viele Geheimnisse erträgt die Liebe?
  33. 21
  34. 22
  35. 23
  36. 24
  37. 25
  38. Better Endings: Hänsel und Gretel – oder »Ding Dong, die Hex ist tot!«
  39. 26
  40. 27
  41. 28
  42. 29
  43. 30
  44. 31
  45. 32
  46. Better Endings: … und zu Weihnachten sagt man die Wahrheit.
  47. 33
  48. Danksagung

Über dieses Buch

Ella liebt Märchen. Aber noch mehr liebt sie Happy Ends. Schließlich gibt es schon genug Schlimmes auf der Welt, wer braucht da noch Geschichten mit schrecklichem Ausgang? Und so schreibt sie sie einfach um, gibt ihnen ein schöneres, nein, das richtige Ende.

Oscar ist traurig. Aber er weiß es nicht einmal. Dann trifft er auf Ella, die möchte, dass auch bei ihm alles gut wird. Nur: Kann man das überhaupt? Einem anderen Menschen ein Happy End schenken? Und was tut man, wenn der das vielleicht gar nicht will?

Ein zauberhafter Roman über das Schicksal, märchenhafte Begegnungen – und die Frage, ob jede Geschichte gut ausgehen muss.

Über die Autorin

Charlotte Lucas ist das Pseudonym von Wiebke Lorenz. Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, studierte sie in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Schwester schreibt sie unter dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Mit DEIN PERFEKTES JAHR eroberte sie auf Anhieb die Spiegel-Bestsellerliste, schon vor Erscheinen wurden die Übersetzungsrechte in zehn Länder verkauft.

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BASTEI ENTERTAINMENT

Für meine Schwester Frauke Scheunemann

Danke für all die Geschichten,
die du früher für mich erfunden hast.

Am Ende wird alles gut.
Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

(Emilia Faust, geklaut bei Oscar Wilde)

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Donnerstag, 3. Oktober, 04:23 Uhr

Unterwegs nach Cold Mountain. Oder: Ich glaube, ich spinne!

Liebe Netzgemeinde,

zu nachtschlafender Zeit noch ein Text von mir, aber ich habe mich heute – beziehungsweise gestern – Abend so dermaßen aufgeregt, dass ich sofort einen neuen Beitrag für Better Endings verfassen musste.

P. hat einen Film mit nach Hause gebracht, den er sich mit mir ansehen wollte. Unterwegs nach Cold Mountain mit Jude Law, Nicole Kidman und Renée Zellweger, und er hat Stein und Bein geschworen, dass die Geschichte gut ausgeht. Im Gegenteil, mein lieber Verlobter hat sogar behauptet, Cold Mountain wäre für eine Romantikerin wie mich genau das Richtige, ganz großes Kino mit noch größeren Gefühlen.

Tja, was soll ich sagen? Ich war entsetzt! Diejenigen von euch, die den Film kennen, wissen, warum: Da kämpft man sich zweieinhalb Stunden durch eine Story voller Angst, Elend, Trauer und Krieg – und kurz vor Schluss wird Jude Law nach nur einer einzigen Liebesnacht mit Nicole Kidman erschossen!

Ich meine, ERSCHOSSEN! Der Love Interest, knall, bumm, peng, tot. Viel schlechter kann ein Film doch gar nicht ausgehen!

Natürlich hat P. sich wortreich bei mir entschuldigt und erklärt, er hätte da in seiner Erinnerung etwas durcheinandergebracht. Davon hatte ich aber auch nichts mehr, dieses schreckliche Ende war und ist in meinem Kopf.

Und so sitze ich seit drei Stunden an meinem Rechner, um mir für Unterwegs nach Cold Mountain ein Happy End auszudenken. Das Ergebnis lade ich hier hoch und wünsche wieder gute – und vor allem schöne! – Unterhaltung damit.

Jetzt gehe ich ins Bett und hoffe, dass ich einigermaßen schlafen kann. Wenigstens ist morgen (heute) Feiertag, so dass ich nicht so früh rausmuss. Übrigens: Nächste Woche schreibe ich wieder mehr zu den Hochzeitsvorbereitungen. So langsam wird es ja ernst, und wir müssen uns demnächst entscheiden, wo wir feiern wollen, sonst ist bald alles ausgebucht. Ein paar schöne Locations hier oben im Norden habe ich bereits entdeckt, die werde ich euch dann alle vorstellen. Aber jetzt war Cold Mountain erst einmal wichtiger.

Euch allen eine gute Nacht! Und immer daran denken:

Am Ende wird alles gut.

Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

In diesem Sinne alles Liebe von eurer

Ella Cinderella

Kommentare (256)

Sweet Mondträumerin, 07:33 Uhr

Oh Mann, Cold Mountain! Der hat mir damals auch wahre Albträume beschert, sooo furchtbar fand ich das Ende. Nein, eigentlich war der ganze Film furchtbar. Was hat P. sich dabei nur gedacht? Er ist doch sonst immer so aufmerksam und lieb!

Fühl dich ganz fest geknuddelt, liebe Ella. Und vielen Dank für dein Better End, das werde ich jetzt sofort mal lesen  72158.jpg

Glitzer-Elfe XXL, 07:38 Uhr

Schluck! Ich habe den Film nie gesehen, aber nach dem, was du hier schreibst, bin ich auch echt froh darüber. Wirklich blöd von P., da ist aber morgen mal ein fetter Blumenstrauß fällig! Schlaf gut und träum hoffentlich was Schönes. Du hast es dir verdient!

Loveisallaround_82, 07:41 Uhr

Danke, danke, DAAAAAANKE! Dieser Film spukt mir seit Jahren im Kopf herum, und nun gibt es dank dir ein neues Ende. Ella, du bist einfach spitze!

BLOXXX BUSTER, 08:11 Uhr

Was soll der Mist? Unterwegs nach Cold Mountain ist ein Jahrhundertwerk, und wer daran herumpfuscht, hat sie nicht mehr alle. Und außerdem viel zu viel Zeit. Echter Weiberkram eben.

Little_Miss_Sunshine_and_Princess, 08:17 Uhr

Halt die Klappe, Bloxxx! Wenn dir Ellas Seite nicht gefällt, musst du hier ja nicht mitlesen. Also verzieh dich gefälligst zu irgendeinem Action-Spiel auf deiner Playstation und pöbel den Fernseher an!

Ella Cinderella, 08:23 Uhr:

Danke, Miss Sunshine! ♥

Little_Miss_Sunshine_and_Princess, 08:24 Uhr

Du bist schon wieder wach? Musst doch tooodmüde sein!

Ella Cinderella, 08:28 Uhr:

Lach, bin ich auch  72158.jpg

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1

Wenn es eine Sache gab, die Emilia Faust, genannt »Ella«, mit absoluter Sicherheit wusste, dann die, dass eine Geschichte immer nur so gut ist wie ihr Ende.

Philip kannte diese Ansicht. Natürlich kannte er die, sie waren ja schon seit über sechs Jahren ein Paar, und er wusste, dass Ella es nicht ertrug, wenn ein Buch oder ein Film schlecht ausging. Deshalb war sie jetzt, während sie mit seinem Trenchcoat in der Reinigung in der Ottenser Hauptstraße stand und darauf wartete, dass die Kundin vor ihr endlich sämtliche Teile aus ihrem sehr großen Wäschesack herausgeholt und auf den Tresen gelegt hätte, immer noch ziemlich wütend auf ihn.

Die ältere Dame verrichtete ihre Aufgabe extrem umständlich. Jedes Hemd, jede Bluse und jede Hose kramte sie einzeln hervor, setzte ihre Lesebrille auf – die sie für die Suche nach dem nächsten Stück aus dem Beutel selbstverständlich zuerst wieder abnahm – und zeigte der Frau von der Reinigung mit unerbittlicher Akribie den jeweils zu entfernenden Fleck. Die Angestellte von Super & Sauber legte dabei eine Engelsgeduld an den Tag und beugte sich gemeinsam mit der Kundin über das betreffende Corpus Delicti.

Es war zum aus der Haut fahren. Jedenfalls für Ella, die die unschönen Rotweinspritzer auf Brusthöhe von Philips Mantel bereits zu Hause gut sichtbar mit auswaschbarem Markierstift angezeichnet hatte. So wie sie es auf der Hauswirtschaftsschule von ihrer Lehrerin Margarethe Schlommers, Gott hab sie selig, mal gelernt hatte.

Ella blickte unauffällig auf ihre Armbanduhr, um weder die betagte Dame noch die Angestellte zu brüskieren. Seit geschlagenen zehn Minuten stand sie nun schon hier herum, und das nur, weil sie schnell Philips Trench hatte abgeben wollen, bevor sie sich an die restlichen Erledigungen des heutigen Tages machte.

»Und sehen Sie hier«, erklärte die Kundin vor ihr nun empört. »Dieser Gulaschfleck, der ist selbst bei sechzig Grad nicht rausgegangen. Nie will mein Mann sich eine Serviette umbinden, dabei habe ich ihm schon tausendmal gesagt …«

Ella überlegte, ob sie den Laden einfach wortlos verlassen sollte. Nur hätte sie die zwei Damen dann doch brüskiert und darüber hinaus die bereits verstrichenen zehn Minuten sinnlos vergeudet. Außerdem brauchte Philip seinen beigefarbenen Mantel gerade jetzt so bald wie möglich zurück. Sie schrieben schließlich den 4. Oktober, und der Übergangsmantel hatte vor allem in Herbst und Frühjahr seinen Zweck zu erfüllen.

Um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben, begann Ella darüber nachzusinnen, was genau eigentlich ein Übergangsbekleidungsstück auszeichnete und von welchem Übergang dabei die Rede war. Von der Zeit vom Sommer zum Winter und vom Winter zurück zum Sommer, demnach Herbst und Frühling, so viel war nach gängiger Meinung klar. Aber galten dafür feste Termine? Waren der 22./23. September beziehungsweise der 20./21. März unumstößlich definierte Daten, zu denen die Übergangsjacken und -mäntel aus den Mottenkisten hervorzuholen waren?

Diese Gesetzmäßigkeit schien nicht ernsthaft zu greifen, denn Philip trug seinen Trench bis auf im Winter fast das gesamte Jahr hindurch, zuletzt erst gestern Abend, als er darin zu einem Essen mit einem Mandanten entschwunden war. Trotz Feiertag hatte er das getan, und Ella hatte dieser Umstand (das Entschwinden, nicht das Tragen des Mantels) einigermaßen erzürnt, mehr noch als das Cold-Mountain-Debakel von vorgestern.

Sie lenkte ihre Gedanken zurück zum Thema der Übergangsbekleidung, denn sie verspürte nur wenig Lust, sich über ihren Verlobten aufzuregen. Sie würden nächstes Jahr heiraten, am 21. August. Eindeutig ein Datum für ein luftiges Sommerkleid. Jedenfalls hoffte Ella das, im regnerischen Hamburg konnte man da nie ganz sicher sein.

»Ja, bitte?«

Ella zuckte zusammen und blickte in das auffordernde Gesicht der Frau hinterm Annahmetresen. Kurz konnte sie ihr Glück kaum fassen, die alte Dame hatte unbemerkt von ihr die Reinigung verlassen, und nun war Ella an der Reihe.

»Der Mantel hat einen Rotweinfleck«, erklärte sie und händigte den Trenchcoat aus. »Ich habe die Stelle bereits markiert.«

»Sehr gut«, sagte die Frau. »Dann bekomme ich 14 Euro.«

»Stimmt so.« Ella reichte ihr Zehner und Fünfer, die sie in der Hand hielt, rüber. »Wann kann ich ihn abholen?«

»Nächsten Dienstag.«

»Geht’s auch schneller? Wir bräuchten ihn dringend.«

Die Frau nickte mit dem Kopf Richtung Schaufenster, draußen regnete es in Strömen, die Tropfen klatschten in Sturzbächen aufs Pflaster. »Bei dem Wetter empfehle ich eher was anderes.«

»Ab heute Nachmittag soll’s wieder besser werden«, erwiderte Ella, entschlossen, nicht kampflos aufzugeben. Und schob hinterher: »Wir wollen ein paar Tage verreisen.« Was nicht stimmte, aber theoretisch sein könnte. Ein kleiner Trip ans Meer, geplant von Philip als romantische Überraschung, nur er und sie in einer reetgedeckten Kate an der Lübecker Bucht … Wenn jetzt gleich ein neuer Kunde reinkommt, klappt es, dachte Ella und blinzelte dreimal fest mit beiden Augen.

Die Ladenglocke bimmelte, sie drehte sich um und erblickte einen Teenager, der mit einer Plastiktüte unterm Arm die Reinigung betreten hatte. Dann wandte sie sich wieder dem Tresen zu.

»Na gut.« Die Angestellte lächelte sie an. »Ich nehme ihn noch kurz dazwischen, Sie können ihn morgen Vormittag abholen.«

»Das ist toll, da wird sich mein Mann freuen!« Das »Mann« ging ihr mühelos über die Lippen, denn sie nannte Philip schon lange so. Mit zweiunddreißig Jahren noch von »Freund« zu sprechen, erlaubte sie sich höchstens in Gedanken, nach außen hin käme ihr das kindisch und unwürdig vor. »Verlobter« schien ihr zu antiquiert, so bezeichnete sie ihn nur in ihrem Weblog Better Endings. Seit Philips Antrag vor einem halben Jahr fieberte die Netzgemeinde Woche um Woche bei ihren Berichten über die Hochzeitsvorbereitungen mit, worum Ella ihre Fans natürlich nicht betrügen wollte. Und so schrieb sie über ihren Verlobten P. oder nannte ihn auch mal GöGa, die national anerkannte Abkürzung für »Göttergatte«, auch, wenn er das ja erst werden sollte.

»Prima«, sagte die Frau und reichte Ella den grünen Abholschein, »dann sehen wir uns morgen früh ab zehn.«

»Danke.« Ella wandte sich zum Gehen. »Einen schönen Tag Ihnen noch!«

Sie hatte ihre Hand schon auf der Klinke der Eingangstür liegen, als die Frau sie noch einmal rief.

»Warten Sie! Da steckte was in der Innentasche.«

Ella drehte sich überrascht zu ihr um und ging zurück. »Ach ja? Ich dachte, ich hätte alles herausgenommen.«

»Das hier haben Sie übersehen.« Sie wedelte mit einem zusammengefalteten Stück Papier.

»Vielen Dank«, sagte Ella und nahm es entgegen. »Da hab ich wohl nicht gründlich genug nachgeschaut.«

»Ist ja kein Problem.« Sie lächelten sich an, von Frau zu Frau. Dann ließ Ella das Briefchen in der Tasche ihres eigenen Übergangsmantels verschwinden, wünschte erneut einen schönen Tag und verabschiedete sich.

Draußen, unter der Markise der Reinigung, spannte Ella ihren Knirps auf und eilte durch den Regen rüber zur Sparkasse, wo sie ein paar Überweisungen einwerfen und am Automaten die Kontoauszüge vom September ausdrucken wollte.

In Bankangelegenheiten war sie altmodisch und hegte ein tiefes Misstrauen gegenüber jeglicher Form der Onlinegeschäfte. Trotz des Umstandes, dass sie seit der Gründung ihres Blogs vor vier Jahren mittlerweile ein ziemlicher Internet-Profi war, fühlte sie sich bei dem Gedanken, so empfindliche Daten wie Bankverbindung und Kontostand ins World Wide Web zu pusten, einfach nicht wohl. Philip machte sich oft lustig darüber und nannte sie paranoid. Aber da es ausschließlich Ellas Aufgabe war, sich um ihre gemeinsamen Finanzen und das gesamte tägliche Leben zu kümmern, ließ er sie machen, wie sie es für richtig hielt.

So hatten er und sie sich überhaupt erst kennengelernt: Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafterin und ein paar Jahren Berufserfahrung in einem Krankenhaus, einer Tagungsstätte und zum Schluss in einem Privathaushalt mit drei Kindern hatte Ella mit ihrer vormals besten Freundin Cora eine Agentur namens Die gute Fee gegründet. Ziel war es, zahlungswilligen und vom Leben gestressten Kunden den kompletten Haushalt zu managen. Vom täglichen Einkauf über die Verwaltung aller Privatangelegenheiten (Rechnungen überprüfen und anweisen, Strom-, Gas- und Wasserzähler ablesen, Auto in die Werkstatt bringen, Urlaube buchen und, und, und) bis hin zur Organisation, Einarbeitung und Überwachung von Kinderbetreuern oder Reinigungskräften – Cora und Ella boten als »gute Feen« ihre professionellen Dienste an, damit ihre Auftraggeber sich voll und ganz auf ihren Job konzentrieren konnten und nicht mehr gezwungen waren, an so lästige Dinge wie den achtzigsten Geburtstag von Tante Inge oder das anstehende Hockey-Turnier der Jüngsten denken zu müssen.

Die gute Fee – Agentur für ein zauberhaftes Leben, hatten sie in geschwungenen Lettern oben auf ihr neu entworfenes Firmenbriefpapier drucken lassen. In der festen Überzeugung, damit in einer Stadt wie Hamburg, einer Metropole mit jeder Menge gestressten Unternehmern, einen immensen Erfolg zu haben.

So jedenfalls der Plan. Philip Drechsler, als Partner einer großen Anwaltskanzlei genau so ein Kandidat, wie sie ihn sich vorgestellt hatten, war einer ihrer ersten Kunden gewesen. Und hatte die junge Partnerschaft der zwei Feen beendet, bevor sie auch nur richtig hatte beginnen können. Denn er hatte sich in Ella verliebt und sie sich in ihn, so dass sie binnen sechs Wochen zu ihm in sein schönes Häuschen im Othmarschener Philosophenweg gezogen war, um dort fürderhin exklusiv und privat für ihn all die Dinge zu erledigen, die sie und Cora erst drei Monate zuvor als Angebotsportfolio für ihre eigens erstellte Firmenhomepage zusammengeschrieben hatten. Ella hatte noch versucht, Philip zu überzeugen, dass sie trotzdem weiterhin mit ihrer Freundin die Agentur aufbauen könnte, aber er hatte sie quasi auf Knien angefleht, ab sofort seine ureigene Alltagsmanagerin zu werden. Wie hätte sie da nein sagen können? Zumal Ella, wenn sie ganz ehrlich war, die Vorstellung, sich nur noch um ihr gemeinsames Leben zu kümmern, sehr schön fand. Romantisch, irgendwie.

Cora war sauer gewesen. Ziemlich sauer. Fuchsteufelswild. »Verräterin« hatte sie Ella genannt. »Treulose blöde Kuh« und derlei Beschimpfungen waren noch viele mehr gefallen, als Ella ihrer Freundin hatte mitteilen müssen, dass sie bei der Guten Fee zugunsten der Liebe aussteigen würde.

Sie hatte Cora verstehen können, natürlich hatte sie das, aber so weit, dass sie ihr persönliches Lebensglück opfern wollte, um sich nicht den Zorn ihrer Geschäftspartnerin zuzuziehen, war Ellas Verständnis eben doch nicht gegangen.

Gleichzeitig war sie von Coras Entsetzen auch enttäuscht gewesen, wusste ihre beste und tatsächlich einzige Freundin doch, dass Ella schon immer von der großen, von der allumfassenden Liebe geträumt hatte. Dass sie ihr mit Philip begegnet war, hätte Cora wenigstens ein kleines bisschen freuen können, bei aller Verärgerung. Doch im Gegenteil, von Empathie keine Spur, Cora hatte die Verbindung sogar in den Schmutz gezogen.

»Wie kannst du nur so bescheuert sein, dich von einem einzigen Menschen abhängig zu machen und alles aufzugeben, für das wir so sehr gekämpft haben?«, hatte Cora Ella bei ihrer letzten Unterredung fast schon resigniert gefragt. »Das ist doch verrückt! Wenn du mich jetzt echt für einen blöden Kerl im Stich lässt, bist du die Enttäuschung meines Lebens.«

»Ich weiß, dass du das nicht verstehst«, hatte sie erwidert. »Aber ich bin sicher, dass er der Richtige für mich ist. Und ich möchte nun mal ganz für ihn da sein.«

»Wart’s nur ab!«, hatte ihre Freundin gesagt, »jetzt denkst du vielleicht, du hast deinen Traumprinzen gefunden – aber das Schicksal wird sich irgendwann fürchterlich rächen und dir beweisen, dass Philip Drechsler in Wahrheit nur ein quakender Frosch ist.«

Das war ihr letztes Gespräch gewesen. So klar und deutlich wie unerfreulich. Ella hatte sofort gewusst, dass es kein Zurück mehr gab; sie war daraufhin wieder in ihre bis zu diesem Zeitpunkt längst überwunden geglaubte Angewohnheit zurückgefallen, auf dem Bürgersteig niemals auf eine Fuge zwischen zwei Steinen zu treten. Sie hatte es nicht verhindern können, dass eine innere Stimme sie dazu zwang, peinlich genau darauf zu achten, ihre Füße stets nur noch mittig auf eine Gehwegplatte zu setzen, weil damit der »Fluch der bösen Fee« wirkungslos verpuffen würde. Unsinnig, das wusste sie selbst, aber ein paar Wochen lang war sie gegen diese Marotte aus Kindheitstagen machtlos gewesen.

Heute konnte sie über diesen Rückfall in alte Verhaltensmuster nur lachen, denn Cora hatte mit ihrer düsteren Prophezeiung absolut falschgelegen. Das Leben an der Seite von Philip war alles, was Ella sich nur wünschen konnte, und in noch nicht einmal einem Jahr würden sie in einer feierlichen Zeremonie den Bund fürs Leben besiegeln. Für immer und ewig glücklich, bis ans Ende ihrer Tage. Jedes Mal, wenn sie daran dachte, trat Ella jetzt sogar mit voller Absicht auf eine dieser früher unheilvollen Rillen, denn an Flüche von bösen Feen glaubte sie schon lange nicht mehr: Sie hatte ihr Leben und ihr Schicksal selbst in der Hand! Und für Cora, das konnte Ella dank Internet aus der Ferne beobachten, hatte sich letztlich auch alles zum Positiven gewendet, denn die Agentur lief ausgezeichnet und beschäftigte mehrere Angestellte. So stand ihre zukünftige Ehe mit Philip also in jeder Hinsicht unter einem guten Stern.

Als Ella jetzt vor dem Kontoauszugdrucker wartete und in angenehmer Trance dabei zusah, wie das Gerät unter monotonem Rattern Seite um Seite ausspuckte, ließ sie Philips und ihr Kennenlernen noch einmal Revue passieren. In der Mensa der Universität Hamburg war es passiert. Während sie und Cora aus monetären Gründen – ihr neu gegründeter Firmensitz mit einem kleinen Büro in der Schlüterstraße war teuer genug – zu Mittag stets in der Studentenkantine direkt nebenan aßen, hatte Philip den Tag in der Bibliothek verbracht, um sich für einen besonders komplizierten Fall schlauzulesen. Damals hatten sie ihr Essen miteinander vertauscht. Genauer gesagt hatte Ella vor lauter Gedanken über die Agentur aus Versehen Philips Tablett mit Currywurst und Pommes anstelle ihres Griechischen Salats mitgenommen (eine Verwechslung, über die Philip sich bis heute königlich amüsierte), und als er an ihrem und Coras Tisch aufgetaucht war und sie in gespielter Empörung gefragt hatte, ob sie eigentlich immer so abwesend sei, hatte es bei beiden sofort »Klick« gemacht.

Ella hatte schon den ersten großen Bissen von der Currywurst im Mund gehabt, Philip schuldbewusst angesehen und sich noch kauend in seine blauen Augen, den blonden Lockenkopf, die eine Million Sommersprossen auf seiner Nase und sein spöttisch-jungenhaftes Grinsen verliebt.

Und als er sich dann auch noch achselzuckend zwischen sie und Cora gequetscht und mit einem »Na ja, was soll’s, das hier ist eh viel gesünder« über ihren Salat hergemacht hatte, war es um sie komplett geschehen gewesen, sie war ihm tatsächlich wie im Märchen auf den ersten Blick verfallen. Ihm war es, wie er ihr später offenbart hatte, nicht anders ergangen. »Eine Frau, die den Unterschied zwischen Junkfood und Grünzeug nicht bemerkt, ist überaus faszinierend«, hatte er erklärt.

Damals, bei ihrem Kennenlernen, waren sie sofort miteinander ins Plaudern geraten, als würden sie sich schon seit Ewigkeiten kennen. Cora hatte nur sprachlos danebengesessen, zur Statistin degradiert, und dabei zugehört, wie ihre Freundin diesem vollkommen fremden Mann begeistert von ihrer frisch gegründeten Agentur erzählt hatte – wohingegen besagter Mann spontan einen Auftrag erteilt hatte, denn als Partner einer großen Kanzlei für Familienrecht fehle ihm die Zeit, sich um seinen »Privatkram« zu kümmern. Keine Viertelstunde später waren Telefonnummern ausgetauscht worden, kurze Zeit darauf war Ella in sein Haus gezogen, und vor einem halben Jahr hatte es den Heiratsantrag gegeben. Und das, obwohl Ella Philip mittlerweile längst gestanden hatte, dass sie im Gegensatz zu ihm keine Kinder wollte. Das hatte sie ihm in der anfänglichen Verliebtheit, als er noch von »kleinen Philips und Ellas« geschwärmt hatte, zunächst vorenthalten, ihm irgendwann aber die Wahrheit gesagt. Zu schäbig wäre sie sich vorgekommen, ihm das zu verheimlichen.

Er hatte ihr das zuerst nicht geglaubt, vor allem, weil Ella selbst so oft von ihrer glücklichen Kindheit und ihrer starken Bindung zu ihrer leider bereits verstorbenen Mutter Selma Faust sprach (ihren Vater hatte sie nie kennengelernt, aber er hatte ihr auch nicht gefehlt). Und weil sie darüber hinaus von ihrer Zeit als Haushälterin bei einer Familie mit zwei kleinen Töchtern und einem Jungen regelmäßig ins Schwärmen geriet, von ihren »hübschen Mäusen« erzählte und ihm sogar Fotos gezeigt hatte, auf denen sie mit den dreien ausgelassen rumtobte und die der sichtbare Beweis dafür waren, wie sehr sie Kinder liebte. Da hatte er noch ein paar Mal nachgehakt, weshalb sie dieses Glück für sich selbst so kategorisch ausschloss, sich letztlich aber mit ihrem »Ich kann’s mir halt für mich nicht vorstellen« zufriedengegeben. Und es dann mit ihrem Hinweis auf einen »Hund, den wir uns ja irgendwann mal kaufen können« akzeptiert.

So waren sie glücklich zu zweit, gingen Hand in Hand durchs Leben, ein eingespieltes Team. Sein Heiratsantrag war für Ella dennoch überraschend gekommen, besser gesagt die Art und Weise, wie er vorgebracht worden war: Am Morgen nach dem Frühjahrsfest von Philips Kanzlei war es passiert. Verkatert hatte ihr Freund am Frühstückstisch gesessen und zwischen »Kann ich bitte mal die Butter haben?« und »Willst du noch einen Tee?« die alles entscheidende Frage gestellt. Nicht gerade Romantik pur (auf Better Endings hatte Ella den Sachverhalt dann auch ein kleines bisschen anders dargestellt und kurzerhand von einer nächtlichen Kanufahrt über die Alster mit feierlicher Ring-Überreichung berichtet), aber trotzdem hatte sie sofort ja gesagt. Manchmal konnte sie kaum fassen, wie viel Glück ihr das Leben bescherte.

Sie betrachtete ihr Spiegelbild in der großen Fensterscheibe der Bank und lächelte sich versonnen zu. Ja, Philip und sie waren das perfekte Paar, sogar optisch passten sie zusammen wie Jorinde und Joringel, Schneeweißchen und Rosenrot, Aristo und Cats. Er: großgewachsen, aber mit jungenhaftem Charme. Ella: nur knapp 1,60 Meter, schlank, kugelrunde braune Rehaugen und flachsblonde Haare, die sie oft in zwei geflochtenen Zöpfen trug, so dass sie selbst jenseits der Dreißig gelegentlich nach ihrem Ausweis gefragt wurde. Meist von Menschen mit Sehschwäche, aber immerhin.

Selma Faust hatte von jeher steif und fest behauptet, man könne ihrer Tochter den Krebs-Aszendenten ansehen, weil kindliche Gesichtszüge für dieses Sternzeichen so typisch seien. Das allerdings hielt Ella aus zweierlei Gründen für ausgemachten Unsinn: Erstens, weil Astrologie in ihren Augen per se Unsinn war, nur etwas für Leute mit drohendem Realitätsverlust. Und zweitens hatte ihre Mutter diese Feststellung zum ersten Mal getätigt, als Ella vielleicht acht oder neun Jahre alt – demnach also durchaus noch Kind! – gewesen war.

Ob nun Unsinn oder nicht, Ella betrachtete ihr Spiegelbild und konnte den tiefen Seufzer, der ihr dabei entfuhr, nicht verhindern. Kurz überkam sie Traurigkeit darüber, dass ihre Mutter den schönsten Tag ihres Lebens, wenn sie und Philip heirateten, nicht miterleben würde. Dass sie nicht dabei sein konnte, wenn ihre »Cinderella« endlich den Prinzen bekam, von dem sie beide so oft gesprochen hatten. Ja, diese Vorstellung brachte Ella beinahe zum Weinen, und es gab nicht viel, was bei ihr diese Reaktion auslöste. Warum auch? Sie lebte ja in ihrem persönlichen Happy End!

Gut, auch der Gedanke an Cora, das unschöne Ende ihrer Freundschaft und der Umstand, dass sie seither nie mehr jemanden gefunden hatte, der ihrer besten Freundin auch nur ansatzweise das Wasser hätte reichen können, betrübte sie bis heute. Aber dafür hatte sie Philip, er war das Zentrum ihres Universums, und sie war seins. Die Liebe hört niemals auf …

Ella straffte die Schultern, nahm die gedruckten Kontoauszüge und ging zum Ausgang. Jetzt würde sie noch schnell rüber ins Mercado flitzen, wo sie ein paar Einkäufe erledigen wollte: Neue Boxershorts für Philip, Waschpulver, Reinigungsmittel und Entkalker für den Kaffeeautomaten, Briefumschläge und Tesafilm bei Budnikowsky, Obst und Gemüse an den Marktständen, Biohuhn fürs Abendessen und noch ein paar weitere Besorgungen standen auf der Liste, die sie am Morgen nach dem Frühstück und nach Inventur der Bestände geschrieben hatte. Sie zog die große Glastür der Sparkasse auf, spannte den Regenschirm und patschte dann mit einem Fuß aufs nasse Pflaster, direkt auf eine Fuge zwischen zwei Platten.

Drei Minuten später hatte sie den Stand vom Bio-Geflügelhof erreicht und holte ihre Liste hervor, um nachzusehen, ob sie vierhundert oder dreihundert Gramm Hähnchenbrust brauchte.

Lieber Philip,

du darfst Ella nicht heiraten!

Das war sie gar nicht, Ellas Einkaufsliste. Es war der Zettel, den ihr die Frau aus der Reinigung aus Philips Mantel gegeben hatte.

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Freitag, 4. Oktober, 18:06 Uhr

Ist Heimat ein Ort?

Liebe Netzgemeinde,

ja, heute gibt’s einen nachdenklichen Eintrag von mir, aber mir ist gerade danach. Ich habe den halben Nachmittag damit verbracht, im Netz nach einer passenden Location für P.s und meine Hochzeitsfeier zu suchen. Dabei kam mir ein seltsamer Gedanke: Ist Heimat ein Ort? Oder nicht vielmehr ein Mensch?

Klingt jetzt verwirrend, ich weiß, deshalb will ich es erklären. Während ich so über die Seiten surfte und viele Veranstaltungsorte entdeckte, von denen einer schöner als der andere war (die Links zu meinen drei Favoriten findet ihr hier – ihr dürft gern abstimmen!), habe ich mir bei jedem einzelnen vorgestellt, wie unsere Feier dort sein würde. Und mich dann unweigerlich gefragt, ob es nicht egal ist, WO man heiratet, weil es doch nur darum geht, WEN man heiratet. Das ist vermutlich keine besonders tiefschürfende Erkenntnis, aber der Gedanke ging mir trotzdem nicht mehr aus dem Kopf.

Wenn es der Richtige ist, stört einen auch das Standesamt in einem runtergerockten Plattenbau mitten im sozialen Brennpunkt nicht, mit anschließender Feier am Bahnhofskiosk bei Würstchen, Kartoffelsalat und Jägermeister. Auch ohne einen einzigen Gast und nur zu zweit, wenn man der Liebe seines Lebens das Jawort gibt, spielen die Umstände keine Rolle.

Weil NICHTS eine Rolle spielt, wenn man seinen Lebensmenschen an seiner Seite weiß. Auch nicht, wo man mit diesem Menschen dann, genau!, lebt. Das kann im abgelegensten Winkel von Kirgisistan sein, mit sieben Kindern in einer Jurte und einer klapprigen Ziege als Haustier. Andererseits sind weder das schönste Schloss noch unendliche Reichtümer nur das Geringste wert, wenn die Person, neben der du abends einschläfst und morgens wieder aufwachst, nicht der Partner ist, der wirklich zu dir gehört – selbst, wenn es in der besten aller Welten abends wie morgens derselbe ist. Ihr seht, ich habe bei aller Nachdenklichkeit meinen Humor noch nicht verloren.

Heimat. Das war das Wort, das mir bei meinen pseudophilosophischen Betrachtungen als Nächstes einfiel. Wenn man den Richtigen gefunden hat, fühlt es sich an, als wäre man in der Heimat. Wo auch immer die dann ist.

Ich hoffe, jetzt versteht ihr, wie es zu der Frage oben über meinem Beitrag kam. Heimat ist für mich kein Ort, sondern ein Mensch. Und diesen Menschen habe ich mit P. getroffen, er ist derjenige, mit dem ich alt werden möchte, ob in einer Jurte oder sonstwo. Natürlich freue ich mich RIESIG auf unsere Hochzeit. Und auch, wenn es nach der Logik meines heutigen Posts ja egal sein müsste, wo sie stattfindet – eure Meinungen in Sachen Location würde ich trotzdem gern lesen  72158.jpg  Was P. zu meiner Auswahl meint, werde ich euch später berichten, versprochen!

Als kleines Vorab-Dankeschön für eure Votes habe ich heute noch ein ganz besonderes Happy End für euch. Hoch exklusiv und nur bei Better Endings hier ein neues Finale von Jojo Moyes’ Ein ganzes halbes Jahr!

Ihr habt mich ja schon öfter darum gebeten, die Geschichte von Louisa und Will neu zu schreiben, aber lange Zeit habe ich mich da nicht herangetraut (aus vermutlich nachvollziehbaren Gründen, denn das ist einfach ein wunderbarer Roman; bis auf das traurige Ende, versteht sich).

Nun ist es so weit: Ich habe in den vergangenen Wochen allen Mut zusammengenommen und für euch aufgeschrieben, was mein Herz so hergibt. Ich wünsche euch damit gute und vor allem romantische Unterhaltung! Meinem GöGa in spe hat es jedenfalls ziemlich gut gefallen  72158.jpg

Wie immer verabschiede ich mich mit meinem Leitspruch, und ja, auch der ist wie ein Stück Heimat:

Am Ende wird alles gut.

Wenn es nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.

Eure Ella Cinderella

Kommentare (422)

Loveisallaround_82, 18:10 Uhr

Nehmt auf jeden Fall das Ahrensburger Schloss! Mal ehrlich, wo sollte Cinderella denn sonst heiraten? Ich weiß zwar nicht, wie du aussiehst, aber ich kann mir dich ganz wunderbar in einem märchenhaften Kleid vorstellen, mit deinem P. (P. wie Prinz? Hi, hi!  72158.jpg) an deiner Seite. Also: das Schloss, das Schloss, das Schloss! AUF JEDEN FALL DAS SCHLOSS!

Glitzer-Elfe XXL, 18:15 Uhr

Sehe ich anders, Lovi, mir gefällt das Kai 10 am besten, das ist mal eine total stylishe Location! Ein Schloss ist mir zu … altbacken irgendwie. Außerdem voll unpraktisch, wenn die Gäste von Hamburg aus erst alle nach Ahrensburg gurken müssen. Neee, ich bin für den gläsernen Ponton auf der Elbe!

Und das neue Ende von Ein ganzes halbes Jahr ist wieder nur … seufz! Danke, liebe Ella!

BLOXXX BUSTER, 18:23 Uhr

Oh Mann, ich krieg hier noch die Krise. Feier von mir aus, wo du willst, aber lass bitte die Finger von bereits geschriebenen Büchern! Dein gesamter Blog ist nicht nur respektlos gegenüber jedem Autor – er ist auch komplett sinnlos. Und wenn ich dann noch dein Geschwafel über »Heimat ist kein Ort, sondern ein Mensch« lese, wird mir echt schlecht.

Little_Miss_Sunshine_and_Princess, 18:26 Uhr

Sag mal, Bloxxx, schreibst du vielleicht selbst? Oder warum regt dich das hier immer so auf?

BLOXXX BUSTER, 18:27 Uhr

Nein, liebe Miss Dummschein, tue ich nicht. Ich bin nur Realist und halte es mit dem Motto: »Wir sind hier nicht bei ›Wünsch dir was‹, wir sind hier bei ›So isses‹.«

Little_Miss_Sunshine_and_Princess, 18:29 Uhr

Lass stecken! Nur, weil Ella glücklich ist und du offenbar echt unzufrieden, musst du hier nicht rumpöbeln. Ich wiederhole es noch einmal: Meld dich doch einfach ab und lass uns andere in Ruhe.

BLOXXX BUSTER, 18:32 Uhr

Ein frustrierter Haufen Happy-End-süchtiger Hausfrauen, die in rosarotem Heititei leben wollen? Das stellst du dir unter »glücklich« vor? Na denn: gute Nacht!

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